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Ostermarsch-Netzwerk meldet mehrere tausend Teilnehmer bei Kundgebungen
An den traditionellen Ostermärschen haben am Samstag nach Angaben der Veranstalter mehrere tausend Menschen teilgenommen. Die größte Kundgebung spielte sich laut dem Netzwerk Friedenskooperative mit knapp 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Berlin ab. In Hannover seien es etwa 1200 gewesen, sagte Sprecher Kristian Golla. Deutlich kleinere Demonstrationen gab es in vielen weiteren Städten. Die Gesamtzahl der Teilnehmenden habe etwa auf Vorjahresniveau gelegen, sagte Golla.
In Hannover sprach die evangelische Theologin Margot Käßmann. Laut Manuskript verurteilte sie den russischen Angriffskrieg in der Ukraine, kritisierte aber zugleich die deutschen Waffenlieferungen an Kiew.
Das zentrale Ostermarschbüro in Frankfurt am Main sprach insgesamt von einer "guten" Beteiligung an den Demonstrationen. "Dies zeigt die stabile Organisationsstruktur der Friedensbewegung, die im ganzen Land in der Lage ist, für Frieden und Abrüstung gegen die Militarisierung nach Innen und Außen Aktionen zu organisieren", erklärte Sprecher Willi van Ooyen.
In Berlin organisierte der vor allem von Ukrainerinnen und Ukrainern getragene Verein Vitsche eine Gegendemonstration zu den Ostermärschen. Unter dem Motto "Ohne Freiheit, kein Frieden" versammelten sich einige hundert Demonstrantinnen und Demonstranten am Brandenburger Tor, wie eine AFP-Reporterin berichtete.
Die Linke rief zu einer Demonstration in Potsdam auf, zu der auch Parteichef Martin Schirdewan erwartet wurde. Stefan Wollenberg von der Brandenburger Linken gab die Teilnehmerzahl mit 150 bis 200 an.
Die Ostermärsche stehen dieses Jahr wie bereits 2022 im Zeichen des Ukraine-Kriegs. Die Forderungen nach einem Waffenstillstand und der Aufnahme von Friedensverhandlungen waren vielerorts die zentralen Forderungen. Der Samstag vor Ostern ist traditionell der Höhepunkt der Ostermärsche. Für Ostersonntag und -montag sind weitere Demonstrationen geplant.
Q.Jaber--SF-PST