-
Hunderttausende bei neuen Protesten in Frankreich - mehr als 1300 Festnahmen
-
Vergesellschaftungen: Dobrindt legt Eckpunkte für Investitionsschutzgesetz vor
-
DHB-Frauen: Sieg verspielt, EM-Form bestätigt
-
Israels Zentralbank kritisiert Netanjahus Aussagen zu "alternativer Wirtschaft"
-
Erste Herbststürme sorgen für Schäden: Tausende Haushalte in Freiburg ohne Strom
-
Unterstützung für Infantino: Jordanien kritisiert AFC-Vorgehen
-
Polizei in Portugal räumt abermals Protestlager gegen Wohnungsnot
-
Sturm "Boelo": Zehntausende in Großbritannien ohne Strom - Flugausfälle in Amsterdam
-
Wenige Tage vor Parlamentswahl: Israel startet Großoffensive im Westjordanland
-
سامسونج تدرس طرح إصدار إماراتي خاص من هاتفها القابل للطي
-
إنفاق سكان الإمارات على السفر للخارج يبلغ 124.3 مليار درهم
-
حرية التنقل تعيد ملف علاقة بريطانيا بالاتحاد الأوروبي إلى الواجهة
-
جيمي هيث.. موسيقي الجاز الذي أعاد بناء مسيرته بعد السجن
-
أربع ملفات قد تتغير إذا سيطر الديمقراطيون على الكونغرس الأميركي
-
البرازيل تصوت في جولة حاسمة بين لولا وفلافيو بولسونارو
-
فرنسا تسجل أول إصابة بشرية معروفة بفيروس شاموندا
-
شركات عائلية من دبي تدرس تجارب هونغ كونغ في الحوكمة وانتقال الثروة
-
شراكة إماراتية مغربية لإطلاق معرض متخصص في طب الأسنان
-
تحالف إماراتي أفريقي يدرس مشاريع الطاقة والتعدين والبنية التحتية
-
نورة الكعبي تمثل رئيس الإمارات في ذكرى الثورة المجرية
-
كأس الإمارات للناشئين يعزز مسار اكتشاف مواهب الغولف
-
مهلة أخيرة للشركات الكبرى في الإمارات لاختيار مزود الفوترة الإلكترونية
-
نازحو مخيم الإسراء في غزة يواجهون نقص الغذاء وتراجع المساعدات
-
صورة هجوم نووي على تل أبيب تدخل حملة نتنياهو الانتخابية
-
فيديو انتخابي لبن غفير من سجن عوفر يثير انتقادات
-
الأمير علي ينتقد دعم الاتحاد الآسيوي لإنفانتينو ويطالب بالشفافية
-
هيئة حقوقية تحذر من تهجير وهدم واسع في الخليل
-
دراسة: تناول ثمرتي كيوي قبل النوم قد يحسن جودته
-
Gratz überzeugt beim Auftaktsieg von Braathen
-
Trotz Ukraine-Krieges: Russland richtet Gewichtheben-WM aus
-
اقتحامات لمنازل أسرى محررين وعائلات مبعدين في القدس
-
التفكجي: قيود الترخيص والهدم تضغط على الوجود الفلسطيني في القدس
-
محللون يقرؤون دلالات هجوم حاجز فرش الهوى في الخليل
-
شرطة رفح تنهي نزاعين ماليين بقيمة 57.2 ألف شيكل
-
شح الطحين يطيل طوابير الخبز في خان يونس
-
سبعة قتلى في غارات إسرائيلية متفرقة على قطاع غزة
-
إغلاق مداخل مادما واقتلاع الزيتون يفاقمان خسائر المزارعين
-
اعتداء على مراسل قناة الجزائر الدولية أثناء تغطيته احتجاجات باريس
-
عراقجي: ترتيبات إدارة مضيق هرمز ستخضع لمراجعة جديدة
-
Rund zehntausend Haushalte betroffen: Großer Stromausfall durch Sturm in Freiburg
-
Präsidentenstichwahl in Brasilien: Rechtsgerichteter Kandidat Bolsonaro gibt Stimme ab
-
Massive Beteiligung bei Schicksalswahl in Serbien
-
Trump kündigt vor Kongresswahlen Milliarden-Investition von Audi in den USA an
-
FC Bayern: Dreesen würdigt Kane
-
Mutmaßliche antisemitische Attacke: 60-Jähriger in Berlin verletzt
-
Steinmeier-Nachfolge: Merz lässt Personalie offen - CSU-Chef wirbt für Aigner
-
Richtungsentscheidung in Brasilien: Wahllokale öffnen für Stichwahl um Präsidentenamt
-
Ärger mit Fahrradboten: Petros verpasst Frankfurt-Sieg
-
Deutscher Umweltpreis für Ingenieur und Juristin - Steinmeier: Geehrte sind Vorbild
-
Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Täter stand unter Drogeneinfluss
Regierung in Israel treibt umstrittene Reform zur Schwächung der Justiz voran
Ungeachtet massiver Proteste hat die rechts-religiöse Regierung in Israel ihre umstrittene Reform zur Schwächung der Justiz im Land vorangetrieben. Die Abgeordneten der Knesset billigten in der Nacht zum Dienstag in erster Lesung einen zentralen Passus, der es dem Parlament erlauben würde, Urteile des Obersten Gerichts mit einfacher Mehrheit auszuhebeln. Am Mittwoch wird Regierungschef Benjamin Netanjahu zu einem dreitägigen Besuch in Deutschland erwartet.
Die Abgeordneten billigten die Gesetzesänderung mit 61 Ja-Stimmen, 52 Parlamentarier stimmten dagegen. Nimmt das Parlament den Text in zweiter und dritter Lesung an, tritt das Gesetz in Kraft.
Der als "Aufhebungsklausel" bezeichnete Passus ist ein Kernelement der von der Regierung Netanjahu geplanten Justizreform. Er würde es dem Parlament erlauben, mit einfacher Mehrheit Entscheidungen der Obersten Richter zu einem verabschiedeten Gesetz aufzuheben und deren weitere rechtliche Überprüfung zu verhindern.
Da Israel keine Verfassung hat dienen die Grundgesetze als solche. Ihrem Schutz durch die unabhängige Justiz kommt daher besondere Bedeutung zu. Die Justizreform ist eines der zentralen Anliegen der am weitesten rechts stehenden Regierung, die Israel je hatte.
Netanjahu und seine ultra-religiösen und rechtsextremen Koalitionspartner argumentieren, die Judikative in Israel habe derzeit zu viel Macht. Kritiker werfen Netanjahu hingegen vor, die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen zielten unter anderem auch darauf ab, ihn vor einer Amtsenthebung zu schützen. Gegen Netanjahu läuft derzeit ein Prozess wegen Korruption.
Zuvor hatte das Parlament in erster Lesung die Möglichkeiten eingeschränkt, einen amtierenden Ministerpräsidenten für geschäftsunfähig zu erklären. Für einen solchen Schritt wäre künftig eine Dreiviertelmehrheit im Parlament erforderlich. Eine Amtsenthebung durch das Oberste Gericht würde dadurch erschwert.
Im Regierungsviertel in Jerusalem versammelten sich am Dienstagmorgen erneut zahlreiche Menschen, um gegen die Gesetzesänderungen zu protestieren. "Stoppt die Eile in Richtung messianischer Diktatur und arbeitet auf Demokratie hin", forderten die Demonstrierenden, bevor die Polizei eingriff.
Seit rund zehn Wochen protestieren Menschen in ganz Israel gegen die Regierungspläne. Sie befürchten eine Aufhebung der Gewaltenteilung und damit eine Aushöhlung der Demokratie.
Der israelische Präsident Isaac Herzog forderte die Regierung erneut auf, das Projekt zu stoppen. Die "verfassungsrechtliche und gesellschaftliche Krise" schade dem Land, warnte Herzog. Die Krise "könnte diplomatische, wirtschaftliche, soziale und sicherheitspolitische Auswirkungen haben".
Der Schutz des unabhängigen Gerichtswesens in Israel als Kontrollinstanz der Regierung dürfte auch beim Besuch von Netanjahu in Deutschland Thema sein. Der israelische Regierungschef wird nach seiner Ankunft am Mittwoch zunächst am Donnerstag mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Kanzleramt zusammentreffen. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Gesprächs sollen die bilaterale Zusammenarbeit sowie internationale und regionale Sicherheitsthemen stehen.
Später wird Netanjahu von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Schloss Bellevue empfangen. Steinmeier hatte sich wie Herzog beunruhigt über den "geplanten Umbau des Rechtsstaats" in Israel geäußert.
K.AbuDahab--SF-PST