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Handywarnsystem Cell Broadcast in Betrieb gegangen
Das Handywarnsystem Cell Broadcast ist am Donnerstag flächendeckend in Betrieb gegangen. Im Katastrophenfall können damit alle Lagezentren der Bundesländer nun Warnungen über das digitale Warnschutzsystem zusätzlich zu den bereits vorhandenen Warnmitteln auslösen, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn mitteilte. Damit sei "ein weiterer wichtiger Schritt" zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes erreicht.
Erstmals großflächig erprobt war das Warnsystem während eines Warntags im vergangenen Dezember erprobt worden. Behörden bewerteten den Probelauf als erfolgreich. Bei dem 2022 neu aufgebauten System können Warnmeldungen der Behörden über das Mobilfunknetz massenhaft direkt an Handys verschickt werden. Damit entfällt etwa die Notwendigkeit, spezielle Apps zu installieren.
Der Deutsche Feuerwehrverband begrüßte den zusätzlichen Warnschutz. "Dies ist ein Stück mehr Sicherheit für die Bevölkerung", erklärte Verbandspräsident Karl-Heinz Banse. Mit Cell Broadcast könnten auch Menschen erreicht werden, die auf der Durchreise seien oder keine Warnapps wie Nina oder Katwarn nutzten.
Die Einführung der in anderen Ländern bereits verwendeten Technologie war nach der Hochwasserkatastrophe im Juli 2022 im Westen Deutschlands gefordert worden. Damals waren mindestens 180 Menschen ums Leben gekommen.
E.Qaddoumi--SF-PST