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Baerbock verurteilt Arbeitsverbot für afghanische Frauen bei Hilfsorganisationen
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat das von den Taliban erlassene Arbeitsverbot für afghanische Frauen bei Hilfsorganisationen verurteilt. "Wir werden nicht akzeptieren, dass die Taliban die Humanitäre Hilfe zum Spielball ihrer Frauenverachtung machen", schrieb Baerbock am Sonntag auf Twitter. Deutschland werde sich "für eine deutliche Reaktion der internationalen Gemeinschaft" einsetzen.
"Sie rauben der Hälfte der Bevölkerung ein weiteres Grundrecht, brechen humanitäre Prinzipien und gefährden die lebenswichtige Versorgung der Menschen", schrieb Baerbock weiter. "Wer Frauen und Mädchen von Arbeit, Bildung und öffentlichem Leben ausschließt, ruiniert nicht nur sein Land." Geschlechtsbezogene Verfolgung könne "auch ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sein."
Die Taliban hatten am Samstag Frauen die Arbeit bei Nichtregierungsorganisationen (NGOs) verboten. Als Grund nannte das Wirtschaftsministerium "ernsthafte Beschwerden" über das Nichttragen des Hidschabs. Vor einigen Tagen hatten die Taliban Frauen bereits den Besuch von Hochschulen verboten.
B.AbuZeid--SF-PST