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Adidas korrigiert Prognose nach Bruch mit Rapper Kanye West erneut nach unten
Nach dem Bruch mit dem Rapper Kanye West hat der Sportartikelhersteller Adidas seine Jahresprognose erneut nach unten korrigiert. Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben vom Mittwoch für 2022 nun noch einen Gewinn von rund 250 Millionen Euro. Schon im Oktober hatte Adidas seine Prognose auf 500 Millionen Euro herabgesetzt - damals war vor allem die coronabedingt nachlassende Produktion in China der Grund.
Adidas hatte Ende Oktober mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem wegen antisemitischer Äußerungen in der Kritik stehenden Rapper beendet. Adidas stellte als Folge dieser Entscheidung die Produktion von Artikeln der Marke Yeezy ein und stoppte alle Zahlungen an Kanye West, der mittlerweile unter dem Künstlernamen Ye auftritt, und dessen Unternehmen.
Da die Zusammenarbeit vor allem auf das vierte Quartal ausgerichtet war, drückt der Bruch mit dem Künstler auch den Umsatz des gesamten Unternehmens. So wird für 2022 nur noch ein Anstieg "im niedrigen einstelligen Prozentbereich" erwartet, wie das Unternehmen aus Herzogenaurach mitteilte. Adidas und Kanye West hatten seit 2014 kooperiert, die Sparte war lange Zeit äußerst erfolgreich und bescherte dem Konzern gute Zahlen.
Im dritten Quartal betrug das Nettoergebnis von Adidas 347 Millionen Euro - ein Rückgang von fast 64 Prozent im Jahresvergleich. Der Umsatz belief sich auf 6,4 Milliarden Euro, das war ein Plus von gut elf Prozent. Das gute Geschäft in den USA kompensierte dabei die Verluste wegen der Probleme in China.
Bei Adidas steht zudem ein Führungswechsel an. Firmenchef Kasper Rorsted, dessen Abgang schon im Sommer bekannt gegeben worden war, verlässt das Unternehmen noch in dieser Woche. Abgelöst wird er von dem bisherigen Chef des Sportartikelherstellers Puma, Björn Gulden.
Q.Bulbul--SF-PST