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ESC-Finale komplett: Mitfavoriten Australien und Dänemark weiter
Das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) ist komplett: Am Donnerstagabend qualifizierten sich im zweiten Halbfinale in Wien zehn weitere Länder für das große Finale mit 25 Teilnehmern am Samstag. Unter den erfolgreichen Halbfinalisten sind Australien und Dänemark, die beide zum erweiterten Favoritenkreis gezählt werden.
Delta Goodrem rechtfertigte in der Wiener Stadthalle mit ihrer Ballade "Eclipse" die hohen Erwartungen an eine starke Platzierung Australiens - die in ihrem Heimatland äußerst erfolgreiche Sängerin zeigte einen perfekt inszenierten Auftritt. Australien nimmt seit 2015 an dem Wettbewerb teil, es bekam als assoziiertes Mitglied der europäischen Rundfunkunion EBU damals ein Startrecht.
Von den erfolgreichen Teilnehmern des zweiten Halbfinales werden auch dem Dänen Sören Torpegaard Lund mit seinem auf dänisch gesungenen "For Vi Gar Hjem" Siegchancen zugerechnet - das Lied ist eine kühle Popnummer mit provokativer Bühnenshow.
Qualifizieren konnte sich auch die Rumänin Alexandra Capitanescu mit ihrem Lied "Choke me". Die Rocknummer sorgte im Vorfeld für Kritik - Kritiker sehen darin eine Verharmlosung von sexuell motivierten Würgespielen. Neben diesen drei Ländern schafften es auch Bulgarien, die Ukraine, Norwegen, Malta, Zypern, Albanien und Tschechien ins Finale. Ausgeschieden sind dagegen Aserbaidschan, Luxemburg, Armenien, die Schweiz und Lettland.
In den Wettbüros vorne steht seit Wochen Finnland, das sich bereits im ersten Halbfinale am Dienstag qualifizierte. Auch Griechenland und Israel, die sich ebenfalls Dienstag qualifizieren konnten, werden von den Wettbüros Siegchancen zugerechnet.
Deutschland mit seiner Starterin Sarah Engels war bereits für das Finale am Samstag gesetzt, es gehört neben Großbritannien, Frankreich und Italien zu den vier großen Geldgebern des ESC. In den Wettbüros werden Engels keinerlei Siegchancen gegeben, sie wird weit abgeschlagen im hinteren Bereich der 25 Finalisten gesehen. Unmittelbar nach dem zweiten Halbfinale stand Engels in einer auf dem Portal eurovisionworld.com veröffentlichten Übersicht aller Wettanbieter auf Platz 23 der nun 25 Finalisten. Nur Belgien und Österreich werden hinter Deutschland gesehen.
Der ESC ist der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb. In diesem Jahr feiert er sein 70-jähriges Bestehen. Das Jubiläum steht allerdings im Zeichen eines Konflikts um die Teilnahme Israels. Aus Protest dagegen boykottieren die Niederlande, Spanien, Irland, Slowenien und Island den Wettbewerb. Sie kritisieren Israel wegen des Vorgehens im Gazastreifen.
Nach dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet wurden, griff Israel lange den Gazastreifen an. Dabei wurden nach nicht überprüfbaren Angaben der Hamas-Behörden dort mehr als 72.000 Menschen getötet.
F.Qawasmeh--SF-PST