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Top-Favorit Ukraine qualifiziert sich für das ESC-Finale
Der Top-Favorit Ukraine hat beim Eurovision Song Contest (ESC) die erste Hürde genommen: Das Kalush Orchestra qualifizierte sich Dienstagabend im ersten Halbfinale des ESC in Turin als eines von zehn Ländern fürs Finale. Die Halbfinal-Show war ein abwechslungsreicher Mix aus schrillen Showelementen und starken Gesangseinlagen.
Neben den Startern aus der Ukraine qualifizierten sich auch die Schweiz, Armenien, Island, Litauen, Portugal, Norwegen, Griechenland, Moldau und die Niederlande.
Da der ESC, der der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb ist, nach seinen Regeln strikt unpolitisch sein soll, spielte der Krieg Russlands gegen die Ukraine in der Show in der Halle PalaOlimpico keine Rolle. Lediglich der Sänger des Kalush Orchestra, Oleh Psiuk, brachte nach dem Auftritt mit dem seiner Mutter gewidmeten Lied "Stefania" eine kurze Botschaft unter: "Danke für die Unterstützung der Ukraine", sagte Psiuk am Ende des Auftritts.
Dass sich die Ukraine für das Finale qualifizieren würde, galt als sicher. Auch das Weiterkommen der norwegischen Band Subwoolfer mit dem Lied "Give That Wolf A Banana" war erwartet worden - die inkognito mit gelben Wolfsmasken auftretenden Sänger zählen zu den skurrilsten Startern dieses Jahres. Die Norweger werden ebenso wie die niederländische Sängerin S10 zum erweiterten Favoritenkreis gezählt.
Ausgeschieden sind im ersten Halbfinale hingegen sieben Starter: Albanien, Österreich, Bulgarien, Kroatien, Dänemark, Slowenien und Lettland. Besonders das Ausscheiden Albaniens und Österreichs kam überraschend, beide Länder wurden zumindest bei den Fans hoch gehandelt.
Am Donnerstag können sich zehn weitere Länder für das ESC-Finale qualifizieren. Im Finale selbst treten am Samstagabend 25 Länder gegeneinander an: die 20 in den Halbfinals erfolgreichen Starter sowie die fünf großen Geldgeber des Wettbewerbs, Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Für Deutschland tritt der Newcomer Malik Harris mit seinem Lied "Rockstars" an. In den Wettbüros lag Harris nach dem ersten Halbfinale abgeschlagen auf Platz 24 von derzeit noch 33 Ländern.
Y.Zaher--SF-PST