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Erster deutscher Anleger für Spezialschiffe mit Flüssiggas fertiggestellt
In Wilhelmshaven ist am Dienstag die erste Anlegestelle für Spezialschiffe mit Flüssiggas (LNG) in Deutschland eingeweiht worden. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) betonte, der neue Anleger sei nur 194 Tage nach dem ersten Rammschlag fertiggestellt worden. Er sei "ein großer Schritt für mehr Versorgungssicherheit".
An dem Anleger sollen künftig besondere Schiffe andocken können, die Flüssigerdgas von Tankern aufnehmen und an Bord wieder gasförmig machen. Anschließend wird das Gas ins Versorgungsnetz eingespeist und über Pipelines weiterverteilt.
Hintergrund des Projekts in Wilhelmshaven sind die Bemühungen Deutschlands, sich nach der lange sehr großen Abhängigkeit von Russland bei den Quellen für die Gasversorgung breiter aufzustellen. Bisher gibt es hierzulande noch keine LNG-Terminals; Flüssiggas kommt über Einspeisepunkte etwa in Frankreich oder den Niederlanden nach Deutschland.
Lies erklärte am Dienstag, die frühzeitige Entscheidung, Wilhelmshaven als Drehscheibe für LNG-Importe zu wählen, sei richtig gewesen. Die bereits vorhandene Hafeninfrastruktur sowie "hervorragende Rahmenbedingungen" hätten dazu beigetragen, dass das Projekt zu einer "Erfolgsgeschichte" geworden sei.
A.AlHaj--SF-PST