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US-Kongress will Haushalte vor steigenden Stromkosten durch Rechenzentren schützen
Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf zum Schutz von Privatleuten vor steigenden Stromkosten durch Rechenzentren verabschiedet. Für den parteiübergreifenden Entwurf stimmten am Mittwoch (Ortszeit) in Washington 417 Abgeordnete - nur drei votierten dagegen. Das Gesetz schreibt Kontrollen durch die Aufsichtsbehörden vor, um sicherzustellen, dass die Betreiber von Rechenzentren die zusätzlichen Kosten für den immensen Strombedarf sowie die dafür erforderliche Infrastruktur tragen.
Der Gesetzentwurf geht nun in den Senat, wo der Senator Jon Husted von den regierenden Republikanern auf eine rasche Verabschiedung drängt.
In Rechenzentren kommen große Mengen leistungsstarker Computer zum Einsatz, um Daten zu speichern oder Verarbeitungsschritte und Rechenleistung für unzählige digitale Dienste zu übernehmen - ob für Cloudlösungen, Internetanwendungen oder zunehmend auch für Künstliche Intelligenz (KI). Insbesondere der riesige Strombedarf der Anlagen hatte in den USA zuletzt vermehrt für Proteste gegen Rechenzentren gesorgt. Auch der Wasserverbrauch und andere Umweltauswirkungen, die Lärmbelastung sowie Steuervergünstigungen für die Technologieunternehmen sorgten für Kritik.
Vor den Kongress-Zwischenwahlen Anfang November sind die Rechenzentren auch zum Wahlkampfthema geworden: In einem Stromnetz, das insgesamt rund 67 Millionen Kundinnen und Kunden unter anderem in den umkämpften Bundesstaaten Pennsylvania und Ohio versorgt, hat der gestiegene Strombedarf durch Rechenzentren etwa dazu beigetragen, dass die Kosten innerhalb eines Jahres um 9,3 Milliarden Dollar (knapp 8,1 Milliarden Euro) beziehungsweise 174 Prozent angestiegen sind.
Mit dem Gesetz will der Kongress nun sicherstellen, dass die steigenden Kosten nicht auf die Verbraucherinnen und Verbraucher abgewälzt werden. "Drückt die Kosten der Rechenzentren nicht den Familien auf", erklärte der republikanische Abgeordnete Bryan Steil. Er sei "stolz" darauf, das Gesetz zu unterstützen. US-Präsident Donald Trump gilt dagegen als großer Anhänger der Künstlichen Intelligenz.
R.Shaban--SF-PST