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Lukoil-Chef Maganow in Moskauer Klinik gestorben
Der russische Ölkonzern Lukoil hat den Tod seines Vorstandschefs Rawil Maganow bekannt gegeben. Maganow sei am Donnerstag an den Folgen einer "schweren Krankheit" gestorben, teilte das Unternehmen mit, ohne nähere Angaben zur Todesursache zu machen. Mehrere russische Medien hatten zuvor unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, Maganow sei aus einem Krankenhausfenster gestürzt.
Lukoil war eines der wenigen russischen Unternehmen, die ein Ende der russischen Offensive in der Ukraine verlangt hatten. Im vergangenen März hatte der Konzern in einer schriftlichen Stellungnahme sein Mitgefühl mit jenen bekundet, die von dieser "Tragödie" betroffen seien.
"Wir bedauern zutiefst, mitteilen zu müssen, dass Rawil Maganow nach einer schweren Krankheit verstorben ist", erklärte Lukoil nun. Die Nachrichtenagentur Interfax hatte zuvor unter Berufung auf eine "informierte" Quelle gemeldet, der 1954 geborene Maganow sei aus einem Fenster des Zentralen Klinischen Krankenhauses in Moskau gestürzt und "an seinen Verletzungen gestorben".
Nach Angaben der Wirtschaftszeitung RBC stürzte Maganow aus einem Fenster im sechsten Stock des Krankenhauses. Die Nachrichtenagentur Tass berichtete unter Berufung auf eine anonyme Polizeiquelle, Maganow habe sich das Leben genommen, indem er sich aus dem Fenster gestürzt habe. Er sei wegen Herzproblemen in das Krankenhaus eingeliefert worden.
Die Polizei äußerte sich zunächst nicht offiziell zum Tod des Lukoil-Vorstandschefs. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, Maganows Tod sei "überhaupt kein" Thema, das die russische Präsidentschaft angehe.
Maganow war eine der ersten Leitungsfiguren des 1991 gegründeten Lukoil-Konzerns. Dem Unternehmen gehörte er seit 1993 an. Laut Lukoil ging der Konzernname auf seine Idee zurück.
Zum Tod Maganows erklärte der Konzern, dieser habe einen "unschätzbaren Beitrag nicht nur zur Entwicklung des Unternehmens, sondern des gesamten russischen Mineralölsektors" geleistet.
O.Mousa--SF-PST