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Hyundai-Beschäftigte in Südkorea streiken für Anhebung des Rentenalters
Beim südkoreanischen Autobauer Hyundai haben Beschäftigte erstmals seit mehr als zehn Jahren einen ganzen Tag lang die Arbeit niedergelegt. Nach Gewerkschaftsangaben nahmen rund 40.000 Beschäftigte an dem Streik am Freitag teil. Sie forderten eine Erhöhung der Leistungsprämien um 50 Prozent sowie eine Anhebung des Rentenalters um zwei Jahre. Die Beschäftigten fürchten, in großem Stil durch Roboter ersetzt zu werden.
Der Streik begann nach Angaben der Gewerkschaft um 6.45 Uhr mit der Morgenschicht. Auch die Nachmittagsschicht ab 15.30 Uhr war zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Die Gewerkschaft erwartet, dass die Produktion wegen des Streiks zum Erliegen kommt. Hyundai teilte mit, sie könne die Forderungen nicht akzeptieren.
Die Verhandlungen dauern bereits seit Mai an. Die Beschäftigten hatten bereits an drei Tagen im Juli für jeweils vier Stunden die Arbeit niedergelegt.
Hyundai hat bereits angekündigt, ab 2028 in seinen US-Werken humanoide Roboter einzusetzen. Solche Pläne für die Fabriken in Südkorea gibt es offiziell bislang nicht; Experten schätzen, dass das aber nur eine Frage der Zeit ist.
Die Gewerkschaft erklärte am Freitag, ihre Forderungen seien angesichts der Gewinne von Hyundai nicht überzogen. Der Autobauer hatte im zweiten Quartal einen Rekordumsatz von fast 50 Billionen Won (rund 30 Millionen Euro) gemacht, der Betriebsgewinn war aber im Vorjahresvergleich um 21 Prozent gefallen.
T.Ibrahim--SF-PST