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Spritpreise mit Auslaufen des Tankrabatts massiv gestiegen - ADAC kritisiert scharf
Die Spritpreise an den deutschen Tankstellen sind mit Auslaufen des Tankrabatts massiv angestiegen. Bereits am Dienstagmittag, als die Steuersenkung auf Diesel und Benzin noch galt, hoben die Tankstellen die Preise im bundesweit stark an, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. Anschließend sanken die Preise nur leicht - um dann am Mittwochmittag erneut stark anzusteigen.
Seit April dürfen die Tankstellen ihre Preise nur noch mittags anheben, Preissenkungen bleiben den Rest des Tages möglich. Am Dienstagmittag fiel der Preisanstieg mit 20,3 Cent für Benzin und 24,0 Cent für Diesel besonders stark aus. Benzin kostete im Anschluss durchschnittlich 2,033 Euro pro Liter, Diesel 1,990 Euro.
In den folgenden 24 Stunden sanken die Preise dann zudem nur leicht, für Benzin um 6,5 Cent und für Diesel um 8,4 Cent. Am Mittwochmittag folgte dann der nächste Preissprung um 18,2 Cent für Benzin und um 20,4 Cent für Diesel, sodass beide Kraftstoffsorten am Mittwochmittag um bundesweiten Schnitt deutlich über zwei Euro pro Liter kosteten.
Wegen des Auslaufen des Tankrabatts war mit Preissteigerungen gerechnet worden. Die seit Anfang Mai geltende Steuersenkung um insgesamt knapp 17 Cent pro Liter war in der Nacht zum Mittwoch weggefallen. Weil die Tankstellen wegen der 12-Uhr-Regel aber erst mittags die Preise erhöhen dürfen, war auch ein früheres Anheben der Preise am Vortag erwartet worden.
Der Preisanstieg über die zwei Tage scheint nun jedoch deutlich stärker auszufallen als die 17 Cent Tankrabatt. Ein vollständiges Bild der Preissteigerungen gibt es erst am Donnerstag, wenn der Tagesdurchschnittspreis für Mittwoch ermittelt werden kann. Der Tagesdurchschnittspreis für Dienstag lag aber bereits deutlich über dem des Vortages: um 6,2 Cent für Benzin und um 7,5 Cent für Diesel.
Das Auslaufen des Tankrabatt sei damit "ungerechtfertigt vorweggenommen worden", erklärte der ADAC. Die Preise hätten nicht schon am Dienstag so deutlich steigen dürfen, denn vielerorts befinde sich noch "günstiger versteuerter Kraftstoff in den Tanks der Tankstellen".
"Vor dem Hintergrund des seit Tagen insgesamt stabilen Rohölpreises und des ohnehin seit langem überteuerten Preisniveaus an den Zapfsäulen ist dieses Vorgehen aus Sicht des ADAC scharf zu kritisieren", erklärte der Münchener Automobilclub. "Auch im Vergleich mit den Kraftstoffpreisen der Vorwoche zeigt sich, wie stark die Ölkonzerne die Preise nach oben treiben - trotz unveränderter Rahmenbedingungen insbesondere beim Ölpreis und dem Wechselkurs von Euro zum US-Dollar."
D.Qudsi--SF-PST