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Nvidia steigt mit speziellem Chip für KI in den Markt für Windows-Laptops ein
Der US-Chiphersteller Nvidia steigt in den Markt für Laptops mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows ein: Nvidia-Chef Jensen Huang kündigte am Montag auf der Computermesse Computex in Taiwan die sogenannten RTX-Spark-Laptops an, die er als "Laptops der nächsten Generation" bezeichnete. Sie sollen leistungsstärker sein als Konkurrenzprodukte. Nvidia tritt damit in den Wettbewerb mit US-Unternehmen wie Intel und AMD.
Microsoft und Nvidia "haben alles akribisch optimiert, damit dieser Computer buchstäblich alles ausführen kann, was die Welt je geschaffen hat", sagte Huang. "Wenn Sie sich mit digitaler Biologie, Verarbeitung seismischer Daten oder Astrophysik beschäftigen wollen - kein Problem."
Nvidia verkauft die Prozessoren, mit denen KI-Systeme bei Technologiefirmen und Unternehmen weltweit betrieben werden. Mit einer Marktkapitalisierung von über 5,5 Billionen Dollar ist Nvidia das derzeit wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Die Grafikprozessoren (GPU) des Unternehmens gelten als Rückgrat des weltweiten Booms bei generativer Künstlicher Intelligenz (KI) wie etwa großen Sprachmodellen, für die eine immense Rechenleistung nötig ist.
Die Ankündigung von Montag bezieht sich auf sogenannte CPUs: den Zentralprozessor und damit das "Gehirn" des Computers. "Microsoft und Nvidia werden den PC neu erfinden – das wird der neue PC sein", sagte Huang in Taipeh. Dem Konzern zufolge werden Laptops und Desktop-Computer mit RTX-Spark-Chip von Firmen wie Dell und Lenovo ab diesem Herbst erhältlich sein.
Es ist nicht das erste Mal, dass Nvidia-Chips in Windows-Geräten zum Einsatz kommen: In den frühen 2010er Jahren wurden sie in einer Reihe von Tablets verbaut. Der Nvidia-Chef pries den neuen Personal Computer nun als "Werkzeug" an, "das KI-Dienste problemlos ausführen kann, die in der Lage sind, Aufgaben im Auftrag der Nutzer zu erledigen".
Es handle sich um "die erste PC-Reihe, die seit 40 Jahren komplett neu konzipiert und neu erfunden wurde", sagte Huang. Diese "Neuerfindung" des Computers sei "genauso bedeutend wie die Transformation des Telefons zu dem, was wir heute als Smartphone kennen".
Der frühere KI-Software-Ingenieur und Gründer des Investmentfonds Carthage Capital, Stephen Wu, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die in der Industrie seit einer Weile erwartete Entwicklung sei eine "unmittelbare Bedrohung" für die aktuellen Laptop-Chip-Designs. Intel und AMD seien die "unmittelbaren Opfer" des Vorstoßes.
Es handle sich um einen strategischen Versuch, mit dem Nvidia dafür sorgen wolle, dass Programmierer neue Tech-Produkte auf der Hardware des Konzerns entwickeln, fuhr Wu fort. Das würde die Nachfrage nach den GPUs des Unternehmens für Rechenzentren ankurbeln.
Für die Kundinnen und Kunden könnten die neuen Laptops teuer werden. Angesichts einer Knappheit an Speicherchips, die die Preise für Unterhaltungselektronik in die Höhe treibt, sei die große Frage nicht, "wie leistungsfähig die nächste Generation der PC-Hardware ist, sondern ob die Käufer sie sich noch leisten können", schrieb Zeitschrift "PC World" in der vergangenen Woche.
M.Qasim--SF-PST