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EZB lässt Leitzinsen weiterhin unverändert
Trotz der steigenden Inflation infolge des Iran-Kriegs hält die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst weiter an ihrem abwartenden Kurs fest. Die Leitzinssätze bleiben unverändert, wie die Zentralbank am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Zugleich hob die EZB hervor, dass sie "fest entschlossen" sei, die Geldpolitik so auszurichten, dass sich die Inflation mittelfristig beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert.
Die Zinsentscheidung war im Vorfeld erwartet worden. Der auch für Sparer wichtige Einlagenzins liegt damit bei unverändert 2,0 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld von der EZB leihen können, bleibt bei 2,15 Prozent und der Leitzinssatz zur kurzfristigen Beschaffung von Geld, der Spitzenrefinanzierungssatz, bei 2,40 Prozent.
Die EZB erläuterte am Donnerstag, zuletzt hätten sich die "Aufwärtsrisiken für die Inflation" und die "Abwärtsrisiken für das Wachstum" erhöht. Die Folgen des Krieges für die mittelfristige Inflation würden dabei "von der Intensität und der Dauer des Energiepreisschocks" abhängen - und außerdem von den indirekten Auswirkungen. "Je länger der Krieg anhält und je länger die Energiepreise auf hohem Niveau bleiben, desto stärker wird sich dies voraussichtlich auf die allgemeine Inflation und die Wirtschaft auswirken".
Der EZB-Rat sei "weiterhin gut gerüstet", um die aktuelle Unsicherheit zu bewältigen und werde die Lage "genau beobachten". Grundsätzlich will die Zentralbank für ihre geldpolitischen Beschlüsse dabei einem datengestützten Ansatz folgen und von Sitzung zu Sitzung entscheiden.
X.Habash--SF-PST