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Volkswagen blickt nach robustem ersten Halbjahr optimistisch in die Zukunft
Trotz sinkender Absatzzahlen blickt der Autokonzern Volkswagen nach dem ersten Halbjahr optimistisch in die Zukunft. Zwar lieferte der Konzern in den ersten sechs Monaten gut 22 Prozent weniger Fahrzeuge aus als im Vorjahr, wie er am Donnerstag mitteilte. Das operative Ergebnis stieg jedoch um gut 16 Prozent auf rund 13 Milliarden Euro. Auch die Konkurrenten Stellantis und Ford präsentierten positive Geschäftszahlen.
Volkswagen erzielte sein "starkes Ergebnis" durch hohe Absätze im Premiumbereich, wie der Konzern in Wolfsburg erklärte. Auch eine Entspannung der Situation in China, wo es aufgrund strenger Corona-Vorschriften immer wieder zu Produktionsunterbrechungen kommt, habe zu dem Ergebnis beigetragen. China ist der größte Wachstumstreiber bei VW im Bereich der Elektromobilität. Weltweit stieg die Anzahl der ausgelieferten VW-Elektrofahrzeuge im ersten Halbjahr um 27 Prozent auf insgesamt 217.000.
Zwar belasteten Buchwertverluste aufgrund von Rohstoffsicherungsgeschäften das Konzernergebnis im zweiten Quartal mit rund 2,4 Milliarden Euro. Noch immer machte Volkswagen von April bis Juni aber gut 4,7 Milliarden Euro operativen Gewinn. Insgesamt sieht das Unternehmen eine Entspannung der Versorgungssituation.
Eine "klare Erholung des monatlichen Absatzes gegen Ende des zweiten Quartals" verspreche "eine positive Entwicklung im zweiten Halbjahr", erklärte Volkswagen. Die Versorgung mit Halbleitern habe sich weiter verbessert, auch die Engpässe bei Kabelbäumen seien "erfolgreich gemanagt" worden.
Der Opel-Mutterkonzern Stellantis machte im ersten Halbjahr rund acht Milliarden Euro Gewinn, ein Plus von 34 Prozent im Vorjahresvergleich. Grund für das starke Ergebnis waren nach Unternehmensangaben insbesondere hohe Verkaufspreise und starke Verkaufszahlen in Nordamerika.
Der US-Autobauer Ford übertraf im zweiten Quartal dank einer hohen Nachfrage ebenfalls die Erwartungen von Anlegern und Analysten. Zwischen April und Juni stieg der Umsatz des Konzerns um 50 Prozent auf 40,2 Milliarden Dollar (39,44 Milliarden Euro). Der Gewinn wuchs im gleichen Zeitraum um 19 Prozent auf 667 Millionen Dollar.
H.Nasr--SF-PST