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BGH verhandelt noch einmal über Zitate aus Buch über Helmut Kohl
Der seit Jahren dauernde Rechtsstreit um ein Buch über den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl geht am Donnerstag (09.00 Uhr) vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe weiter. Die Witwe Maike Kohl-Richter will, dass einige der Passagen nicht mehr veröffentlicht werden dürfen. Außerdem verlangt sie vom Verlag und einem der Autoren Auskunft über den mit dem Buch gemachten Gewinn. (Az. I ZR 41/24)
Das 2014 erschienene Werk der Journalisten Tilman Jens und Heribert Schwan basiert auf Gesprächen mit Kohl. Enthalten waren zahlreiche teils negative Äußerungen, die der Altkanzler über andere Politiker getätigt haben soll. Bereits 2021 entschied der BGH, dass einige Abschnitte nicht mehr verbreitet werden dürfen. Über weitere Passagen verhandelte das Kölner Oberlandesgericht. Es verbot schließlich die Verbreitung einiger Textabschnitte und entschied, dass Schwan auch Auskunft über seinen Gewinn geben müsse. Alle Beteiligten wandten sich nach dem Kölner Urteil an den BGH.
S.Barghouti--SF-PST