-
Feierlaune im Stadion und Ausschreitungen davor: Fußball-WM hat in Mexiko begonnen
-
Vor Bundestagsdebatte über Gesundheitsreform: Warken zu Änderungen bereit
-
Als Anti-Trump-Slogan geltende Zahlen "8647" groß auf National Mall aufgetaucht
-
Unter Druck stehender Starmer ernennt neuen Verteidigungsminister
-
Außenministerium: Iran hat noch nicht über Abkommen mit den USA entschieden
-
Pressestimmen zum WM-Eröffnungsspiel: "Mexiko, wie schön!"
-
"Da geht die Post ab": Mexiko feiert perfekten WM-Auftakt
-
Eröffnungsshow und Auftaktspiel im Aztekenstadion: Fußball-WM hat begonnen
-
Trump stellt baldige Vereinbarung mit dem Iran in Aussicht und sagt Angriffe ab
-
Rekord-Börsengang: SpaceX könnte noch mehr einnehmen als erwartet
-
Bundestag verlängert Bundeswehr-Einsätze in Bosnien und im Kosovo
-
Mexikaner Quinones erzielt erstes WM-Tor
-
Nach Kongressrevolte: Trump nominiert neuen Geheimdienstkoordinator
-
Trump sagt Angriffe auf Iran ab und deutet Verhandlungserfolg an - Iran dementiert
-
Anstoß in Mexiko: Die XXL-WM beginnt
-
Fehlalarm am Pentagon: Keine "gefährlichen Substanzen" gefunden
-
Eröffnungsfeier der Fußball-WM mit Superstar Shakira
-
Eröffnungsfeier: Shakira tanzt, die Fans jubeln
-
Trump sagt Angriffe auf Iran ab und deutet Verhandlungserfolg an
-
Vor WM-Eröffnung in Mexiko: Tausende Fans drängen in Fanzone
-
G7-Vertreter beraten mit China über Abbau von Ungleichheiten
-
US-Abgeordnete verweigern Trump Spionagerechte gegen Ausländer
-
3. Liga: TSV Havelse bekommt Startplatz der Löwen
-
Lobbycontrol: Wirtschaft gibt Rekordsumme für Einflussnahme auf EU-Institutionen aus
-
Pentagon nach Fund "gefährlicher Substanzen" abgeriegelt
-
EU-Ratspräsidentschaft legt Entwurf für EU-Haushalt vor - Kritik von Nettozahlern
-
Ehrlichkeit beim Ex-Klub: Gregoritsch erhält Fairness-Award
-
Bundesverwaltungsgericht weist Klage gegen Ablehnung von Zeugenaussage Steinmeiers ab
-
Nach Aus für FCAS: Startschuss für mögliches Kampfjet-Nachfolgeprojekt
-
Familien-Sommerferien-Ticket der DB ab Sonntag buchbar
-
EZB hebt Leitzinsen erstmals seit 2023 wieder an - Einlagenzins bei 2,25 Prozent
-
Marokkaner Jayed pfeift deutschen WM-Auftakt
-
Britischer Verteidigungsminister Healey tritt zurück - Premier Starmer weiter unter Druck
-
Irans Ölinsel Charg: Trump droht erneut mit Angriffen
-
Tödlicher Raserunfall: Mehr als drei Jahre Jugendstrafe in Duisburg
-
Obdachloser in Köln bei Streit getötet - 29-Jähriger festgenommen
-
Jugendlicher übernimmt Mordauftrag: Dreieinhalb Jahre Haft in Köln
-
Kleinkind geschlagen und geschüttelt: 22-Jähriger wegen Totschlags verurteilt
-
Kontroverse Debatte übers Heizungsgesetz im Bundestag - Linke prüft Klage
-
Dortmund ausgestochen: Eiskunstlauf-WM 2028 in Peking
-
Mehr Rechtsextremisten in Niedersachsen - Szene setzt auf Kampfsport als Lockmittel
-
Mecklenburg-Vorpommern: Verfassungsschutz zählt erstmals über 2000 Rechtsextreme
-
Behördenfehler lässt Fernreise scheitern: Gemeinde aus Sachsen muss zahlen
-
Fußball-Fest mit Kontroversen: Mega-Event Weltmeisterschaft startet in Mexiko
-
Europäische Zentralbank hebt Leitzinsen erstmals seit 2023 wieder an
-
DOSB will Europaspiele 2031 nach Deutschland holen
-
Reformtreffen mit Merz: Sozialpartner ziehen positive Bilanz und wollen weiter reden
-
Teheran nennt Feuerpause nach jüngsten US-Angriffen "praktisch bedeutungslos"
-
Papst beklagt auf den Kanaren "Gleichgültigkeit" gegenüber Schicksal von Migranten
-
Rentenversicherung rechnet mit Beitrag von 19,9 Prozent im Jahr 2028
"Eine Schnapsidee": Kritik in Union an Teilzeit-Vorstoß des Wirtschaftsflügels
Der Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels zum Recht auf Teilzeit sorgt auch bei Spitzenvertretern der Union für Kritik. CSU-Chef Markus Söder sagte am Montag, eine generelle Beschränkung der Teilzeitoptionen sei "der falsche Weg". Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, bezeichnete den Vorschlag als "Schnapsidee". Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) formulierte das Ziel, die Arbeitsstunden zu erhöhen, indem Arbeit in Vollzeit attraktiver gemacht wird.
Auf grundsätzliche Zustimmung stößt in der Union die Überlegung, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen durch mehr Vollzeitarbeit zu stärken. Der Wirtschaftsflügel der CDU will dies auch durch Einschränkungen bei Teilzeitmodellen erreichen: Auf inhaltlich nicht begründete "Lifestyle-Teilzeit" solle es keinen Rechtsanspruch mehr geben. Diese Anspruch soll nur noch bei Vorliegen besonderer Gründe gelten - etwa Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen.
Der rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidat Schnieder, der sich derzeit im Wahlkampf befindet, lehnte den Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels rundweg ab. "Wir sind eine Partei, die auf Anreize statt auf Verbote setzt", erklärte er.
Schnieder forderte seine Partei auf, statt über Teilzeit-Einschränkungen darüber zu sprechen, "wie es attraktiver wird, Vollzeit zu arbeiten". Hier gebe es noch zu viele Probleme: "Wer Vollzeit arbeiten möchte, scheitert oft an den unzuverlässigen Öffnungszeiten von Kitas und Schulen."
CSU-Chef Söder will zur Senkung der Teilzeitquoten mehr Anreize für längeres Arbeiten setzen. "Unser Land braucht mehr Leistungsfähigkeit", sagte Söder in München. Es müssten Anreize geschaffen werden, "damit es sich lohnt zu arbeiten". Dabei gehe es etwa um steuerliche Anreize, nicht um Einschränkungen von Teilzeitoptionen.
Ähnlich äußerte sich Bundeswirtschaftsministerin Reiche. "Es ist richtig, dass die Arbeitsproduktivität in Deutschland gesteigert werden muss", sagte Reiche in Hamburg zum Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels. Die Ministerin machte sich dessen Argumente aber nicht zu eigen. Sie forderte "mehr Vollzeitarbeit kombiniert mit Betreuungsmöglichkeiten" für Familien oder Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen.
Das SPD-geführte Bundesarbeitsministerium wollte den Vorschlag der CDU nicht direkt kommentieren. Eine Sprecherin verwies aber darauf, dass die Beschäftigung in Deutschland aktuell "auf dem Höchststand" sei. Der Großteil der Menschen, die in Teilzeit arbeiten, würden Betreuungspflichten als Grund dafür angeben.
Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, warnte vor einem Rückfall in alte Rollenbilder. "Millionen Frauen arbeiten nicht freiwillig weniger, sondern weil unbezahlte Sorgearbeit, fehlende Kinderbetreuung und eine unzureichende Pflegeinfrastruktur ihnen keine andere Wahl lassen", sagte Fahimi der "Rheinischen Post". "Wer dieses Recht in Frage gestellt, betreibt Gleichstellungspolitik rückwärts."
Die Vorsitzende der Industriegewerkschaft Metall, Christiane Benner, zeigte sich "entsetzt" über den Vorstoß. "Es hilft der Wirtschaft in keiner Weise, wenn die Geisterfahrer der Wirtschaftsunion Teilzeitbeschäftigte in Misskredit bringen", sagte sie in Frankfurt am Main. "Viele Frauen würden gerne mehr arbeiten."
Auch die SPD wies den Vorstoß zurück. "Die CDU ist nicht klug beraten, wenn sie ständig verkündet, dass die Menschen in Deutschland nicht genug arbeiten", sagte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), dem "Stern". Es gebe unterschiedliche Gründe, warum Menschen in Teilzeit gingen - "und der Staat sollte hier nicht zwischen guten und schlechten Gründen unterscheiden". Kritik kam auch von Grünen und Linkspartei.
Zustimmung gab es hingegen von Seiten der Wirtschaft. Der Teilzeitanspruch müsse "auf den Prüfstand", und dabei dürfe es keine "Denkverbote" geben, erklärte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Der Verband kritisierte "Schranken, die Mehrarbeit". Neben dem Recht auf Teilzeit seien dies das "unflexible Arbeitszeitgesetz", die zu hohe Abgabenlast sowie "mangelhaften Betreuungsoptionen".
Die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Gitta Connemann, verteidigte den Vorstoß. "Es geht uns ausschließlich darum, kein einseitiges Recht gegenüber Arbeitgebern zu haben, wenn es darum geht, sein Freizeitinteresse leben zu können", sagte die CDU-Politikerin bei RTL und ntv.
Im Jahr 2024 gingen laut Statistischem Bundesamt gut 13 Millionen aller Erwerbstätigen einer Teilzeittätigkeit nach, dies entspricht rund 30 Prozent. 6,2 Prozent der teilzeitbeschäftigten Männer und 4,2 Prozent der Frauen waren eigentlich auf der Suche nach einem Vollzeitjob.
M.AlAhmad--SF-PST