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Studie: Emojis im Arbeitsalltag beliebt - Bedeutung nicht immer klar verständlich
Die Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland nutzt laut einer Studie der Internetplattformen Slack und Duolingo in der Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen Emojis. 60 Prozent der Befragten gaben an, im professionellen Umfeld Emojis zu verwenden, wie die beiden Unternehmen am Donnerstag erklärten. Weil zuweilen nicht ganz klar sei, was die Smileys bedeuten sollen, komme es jedoch häufig zu Missverständnissen.
62 Prozent der Befragten gaben an, dass sich eine Nachricht ohne Emoji "nicht vollständig anfühle". Gleichzeitig gaben jeweils 26 Prozent an, dass sie selbst bereits einmal ein Emoji falsch interpretiert hätten oder ein von ihnen gesendetes Emoji falsch verstanden worden sei. Insgesamt bewerteten die Arbeitnehmer in Deutschland die Nutzung von Emojis in der beruflichen Kommunikation jedoch positiv: 58 Prozent hatten das Gefühl, dass sie mehr Nuancen in ihre Unterhaltungen bringen.
Vorsicht sollten Arbeitnehmer laut der Studie bei einigen Smileys walten lassen: Der Kuss-Emoji repräsentierte beispielsweise für 39 Prozent platonische Zuneigung - für immerhin 30 Prozent handelte es sich hingegen um eine aufrichtige Liebeserklärung. Wer tatsächlich flirten will, kann auch auf den Zwinker-Smiley zurückgreifen - 14 Prozent der Befragten nutzten diesen, um ihrer Nachrichten einen "Flirt-Faktor" zu verleihen. Die Mehrheit (54 Prozent) wollte ihren Nachrichten damit hingegen einen ironischen Unterton geben.
Eine ähnliche Wirkung hatte auch das Auberginen-Emoji: Zwar repräsentierte dieses für 46 Prozent der Befragten die tatsächliche Frucht. 14 Prozent nutzten dieses allerdings gezielt, um zu flirten. Für viele ging das jedoch zu weit: 25 Prozent gaben an, dass das Auberginen-Emoji für den Gebrauch im Arbeitsumfeld unpassend sei. Eine Mehrzahl der Befragten befand zudem den Kussmund und das Zungen-Emoji als unangebracht.
Uneinigkeit herrschte laut der Studie auch bei der Interpretation des Kot-Emojis: Zwar nutzten 42 Prozent der Befragten dieses, um einen tatsächlichen Kothaufen darzustellen. 34 Prozent wollten hingegen mitteilen, dass etwas schiefgelaufen sei, 14 Prozent drückten mit dem Smiley Ekel aus.
Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut OnePoll im Auftrage der Plattformen insgesamt 9400 Arbeitnehmer aus elf Ländern. Befragt wurden Mitarbeitende in Unternehmen mit einem hybriden Bürokonzept.
J.Saleh--SF-PST