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Netzentgelte für Stromkunden steigen 2024 um fast elf Prozent
Die privaten Haushalte in Deutschland müssen im kommenden Jahr fast elf Prozent mehr für die Netzentgelte beim Strom bezahlen. Für Kunden mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden steigen sie um 10,6 Prozent, wie aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Unions-Bundestagsfraktion hervorgeht, die der Düsseldorfer Rheinischen Post (Mittwochsausgabe) vorlag. Für die Netzdurchleitung zahle der Stromkunde im kommenden Jahr demnach 36 Euro mehr als in diesem.
Zusammengenommen machen die Netzentgelte für Haushalte knapp ein Viertel des Strompreises aus. Um die Kostendynamik zu bremsen, zahlt der Bund den Übertragungsnetzbetreibern einen Zuschuss von 5,5 Milliarden Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Dies begrenzt aber nur die bundesweit einheitlichen Gebühren für die vier großen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und Transnet BW.
Die Netzentgelte setzen sich neben diesen Kosten aus den Entgelten für Messungen und Messstellenbetrieb sowie aus den örtlich unterschiedlichen Gebühren für die Verteilnetze zusammen. Entgelterhöhungen der regionalen Netzbetreiber führen nun zu weiteren Preissteigerungen.
H.Nasr--SF-PST