-
Verhandlungsbeginn im Mordfall Tupac Shakur - Anklage spricht von Tat aus Rache
-
Wasserstand in zwei größten Stauseen der USA auf Rekord-Tief gesunken
-
Kushner: Fortschritte bei Umsetzung von Gaza-Friedensplan in 30 Tagen möglich
-
Kurdischer Regierungschef im Irak macht Iran für Angriff auf sein Büro verantwortlich
-
"Bärenstarke Leistung": Hockey-Männer in der Zwischenrunde
-
Streit mit Bundesspitze: Thüringer BSW-Vorstand kündigt Sonderparteitag an
-
Härtetest bestanden: Hockey-Männer in der Zwischenrunde
-
Trump deutet Kontakte mit Nordkoreas Machthaber Kim an
-
FIFA trennt sich von Betriebsdirektor Lamour
-
Haus-Belagerung durch Siedler: US-Palästinenser aus Westjordanland fordert US-Schutz
-
Kurdischer Ministerpräsident im Irak meldet iranischen Drohnenangriff auf sein Büro
-
Medien: Füllkrug unmittelbar vor Rückkehr nach Bremen
-
Fremdenfeindlicher Protest im südafrikanischen Durban während Regionalgipfels
-
Norwegens König Harald V. im Krankenhaus behandelt
-
BVB: Auch Veerman-Transfer perfekt
-
WM: Hockey-Frauen nach Niederlage gegen Argentinien unter Druck
-
Demokraten und Republikaner kritisieren Trump für geplante Beschränkung von Südkorea-Manövern
-
UN-Zahlen für 2025: 350 Helfer in Krisengebieten getötet
-
Medien: Premier Burnham fällt auf Imitator von US-Stabschefin Wiles rein
-
SPD-Vorschlag zu Hitzeschutz stößt auf positives Echo - Kanzler zögert noch
-
Vor Wahlen: Gericht in Russland bestätigt Ausschluss von Anti-Kriegs-Partei Jabloko
-
Pentagon vergibt milliardenschweren Rüstungsauftrag für Tomahawk-Raketen
-
Wegen Extrem-Sommers beginnt Weinlese im Elsass früher denn je
-
Missbrauchsurteil: Trump scheitert mit Einspruch gegen Entschädigungszahlung
-
Von Kommunalwahl in Friesland ausgeschlossen: AfD-Politiker scheitert vor Gericht
-
Angriff auf Netz von Berliner Landesbehörden: Ermittlungen laufen
-
Unterhaltsvorschuss: SPD fordert mehr Druck auf Säumige und lehnt Kürzungen ab
-
BVB verpflichtet griechischen Offensivspieler Konstantelias
-
Russisches Gericht verurteilt Jabloko-Politiker Schlosberg zu elf Jahren Haft
-
Leichte Entspannung in Brandgebiet Hohes Venn - Dienstag droht aber starker Wind
-
Thüringer BSW steht zu Koalition - weitere Konfrontation mit Parteispitze
-
Bayern: 17-Jähriger stirbt nach Sprung in Main-Donau-Kanal
-
Klingbeil will bessere Bedingungen für Startups in Deutschland schaffen
-
US-Journalist: Trump droht dem Oman mit Angriffen bei Widerspruch gegen Iran-Abkommen
-
US-Senator der Demokraten verurteilt Trumps Kritik an Manövern mit Südkorea
-
DFB-Pokal: Bayern-Frauen müssen in Gladbach ran
-
FC Bayern: "Team Day" ohne Musiala
-
SPD-Vorschlag zu Hitzeschutz erhält breite Unterstützung - Kanzler zögert noch
-
Streit mit Bundesspitze: Thüringer BSW steht zu Regierungskoalition
-
Weltkriegsbombe in Sachsen entschärft: 3800 Einwohner vorübergehend evakuiert
-
FIFA: FairSquare fordert Wahl-Ausschluss Infantinos
-
Autos von Bundesanstalt ausgebrannt: Polizei prüft mögliches politisches Motiv
-
Trump will Manöver mit Südkorea einschränken - Verweis auf "gute Beziehung" zu Kim
-
Regierungssprecher: Koalition berät intern über Verfassungsänderung zum Klima
-
Streit mit Bundesspitze: Thüringer BSW bleibt in Regierungskoalition
-
Diplomatenkreise: US-Gesandter Kushner mit Netanjahu zusammengetroffen
-
Nach Tod von Professor: Cambridge-Rektor verurteilt "rassistischen Wahn"
-
Zahl der Bundeswehr-Soldaten auf höchstem Stand seit 13 Jahren
-
"Wir lassen uns nicht einschüchtern": Bundesregierung reagiert auf Lawrow-Drohung
-
Konkurrenz für Eurostar auf Ärmelkanal-Bahnstrecke wird wahrscheinlicher
Hitzewelle hat Teile Westeuropas fest im Griff
Die Hitzewelle von bislang unbekanntem Ausmaß hat große Teile von Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien fest im Griff: In zahlreichen Regionen galt am Dienstag weiterhin die höchste Warnstufe, die mit extremen und potenziell gesundheitsschädlichen Temperaturen verbunden ist. Frankreich meldete am Dienstag die heißeste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Für Belgien und Großbritannien wurden weitere Hitze-Rekorde vorhergesagt.
Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa in nur knapp einem Monat. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlichte am Dienstag Warnungen vor extremer Hitze für weite Teile Nordrhein-Westfalens sowie für Teile von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Eine einfache Hitze-Warnung galt fast im gesamten Rest des Landes, nur nicht im Norden von Brandenburg, im Großteil von Mecklenburg-Vorpommern und dem Norden von Schleswig-Holstein. Das Wasser des Rheins und der Mosel erwärmte sich stellenweise auf mehr als 25 Grad, was das ökologische Gleichgewicht der Gewässer stört.
In Frankreich waren mehr als die Hälfte des Landes von der höchsten Hitzewarnstufe Rot betroffen, in zahlreichen weiteren Départements galt die zweithöchste Warnstufe. Damit waren etwa 90 Prozent der Bevölkerung betroffen. Wegen der extremen Hitze wurde das südfranzösische Atomkraftwerk Golfech heruntergefahren. Der Eiffelturm und das Louvre-Museum schlossen bereits am Nachmittag. Premierminister Sébastien Lecornu verstärkte die Bereitschaft des medizinischen Personals und ermöglichte das Verschieben von Operationen.
Während der Hitzewelle von bislang unbekanntem Ausmaß waren in Frankreich in den vergangenen Tagen mehrere historische Höchstwerte übertroffen worden: Am Montag wurde mit 37,8 Grad im Landesdurchschnitt der bislang heißeste Nachmittag seit Beginn der Aufzeichnungen registriert. Auch die Nacht zum Dienstag war mit 21,6 Grad als niedrigster Durchschnittstemperatur die wärmste, die Frankreich seit Beginn der Aufzeichnungen 1947 erlebt hat.
Die spanische Wetterbehörde Aemet rief am Dienstag die höchste Alarmstufe Rot für Gebiete rund um das südspanische Córdoba sowie im Norden des Landes für Bilbao und Teile der Region Kantabrien aus. Für weite Teile von Zentral- und Nordspanien galt die zweithöchste Alarmstufe Orange, für fast den gesamten Rest des Landes die Hitze-Warnstufe gelb.
Am Montag registrierten 101 der 828 Aemet-Wetterstationen im Land Temperaturen von mindestens 40 Grad. Bei etwa 30 Messstationen sanken die Temperaturen in der Nacht zum Dienstag nicht unter 25 Grad. An der Küste von Almeira in der südlichen Region Andalusien lagen die Temperaturen die dritte Nacht in Folge auch nach Sonnenuntergang bei über 30 Grad.
In Italien rief das Gesundheitsministerium für 15 Städte, darunter Rom und Mailand, die höchste Hitze-Alarmstufe aus. Ab Mittwoch gelte die Alarmstufe Rot zudem für eine 16. und ab Donnerstag für eine 17. Stadt. Zu den damit verbundenen Empfehlungen gehört es, sich in den heißesten Stunden des Tages drinnen aufzuhalten, viel zu trinken und besonders auf gefährdete Mitmenschen zu achten.
Wegen der übermäßigen Nutzung von Klimaanlagen kam es in Mailand und Turin zu Stromausfällen. In der Zeitung "Corriere della Sera" beschwerte sich ein Ärzteverband über schlecht oder gar nicht funktionierende Klimaanlagen in sieben staatlichen Kliniken in Rom.
Die Hitze stellt ein Gesundheitsrisiko insbesondere für alte und chronisch kranke Menschen dar. In Barcelona schilderte der 76 Jahre alte José Farre, ihm falle es schwerer zu schlafen und zu atmen. "Ich habe eine Herzerkrankung, ich bin Diabetiker und ich merke das sehr", sagte er über die Hitze.
Die Hitzewelle, die am Wochenende begonnen hatte, führt außerdem zu mehr tödlichen Badeunfällen. Auch in Deutschland wird die Liste solcher Unglücke immer länger. In Nordrhein-Westfalen starb ein 14-Jähriger nach einem Badeunfall im Rhein-Herne-Kanal, wie die Polizei in Gelsenkirchen am Dienstag mitteilte. Ein gemeinsam mit ihm verunglückter 19-Jähriger schwebte demnach weiter in Lebensgefahr. In Frankreich kamen seit Donnerstag vergangener Woche 40 zumeist junge Menschen bei Badeunfällen ums Leben.
Wegen der Hitze-Belastung wurde in England an einigen Schulen der Unterricht verkürzt oder gestrichen. Für Mittwoch und Donnerstag rief die britische Wetterbehörde Met Office für Gebiete in Südengland die höchste Hitze-Warnstufe Rot aus, die im Vereinigten Königreich bislang nur ein Mal, und zwar im Juli 2022, ausgerufen worden war. Wegen der Hitze strichen mehrere Bahn-Unternehmen bis Donnerstag einen Teil ihrer Verbindungen. In Belgien sagte das Meteorologie-Institut IRM eine Woche mit den höchsten Temperaturen seit Aufzeichnungsbeginn voraus.
Wissenschaftlern zufolge werden derartige Hitzewellen im Zuge des Klimawandels häufiger und heftiger. "Das Klima-Chaos beschleunigt sich vor unseren Augen", warnte UN-Generalsekretär António Guterres bei der Londoner Klima-Aktionswoche. Die internationale Gemeinschaft müsse daher viel entschlossener gegen die Erderwärmung vorgehen und die Nutzung klimaschädlicher fossiler Energieträger drastisch zurückfahren.
E.Aziz--SF-PST