-
Ex-US-Präsidenten und Merkel bei Eröffnung von Obama-Center - Trump fehlt
-
Vance: Iran-Gespräche nicht so hart wie Talkshow-Auftritt
-
Vor Deutschland-Spiel: Wahi darf nun doch nach Kanada einreisen
-
Iran-Abkommen: Trump wütet gegen Kritiker und spricht von "Sieg"
-
Remis gegen Südafrika: Schicks Tschechen droht das Aus
-
"Im Prinzip": Neuer plant DFB-Abschied nach der WM
-
Konfettiregen über New York: Knicks frenetisch gefeiert
-
UN-Menschenrechtskommissar: Offensive auf sudanesische Stadt Al-Obeid muss gestoppt werden
-
EU-Gipfel in Brüssel beginnt mit Selenskyj als Gast
-
Iran-Gespräche: US-Vizepräsident Vance könnte am Wochenende in die Schweiz reisen
-
UN-Klimachef warnt in Bonn vor "Rosinenpicken" beim Klimaschutz
-
In Peine entkommener Straftäter in Italien gefasst
-
Schiffsverfolgungsdienste: Acht Schiffe durchqueren Straße von Hormus
-
Netanjahu ruft zu Erhalt von "lebenswichtiger" Beziehung zu den USA auf
-
Rentenkommission beschließt Empfehlungen - aber vorerst nicht einstimmig
-
Tunesien und Japan im 1000. WM-Spiel - Sondertrikot für Referee
-
Schweiz steuert auf Referendum über Neubau von Akw zu
-
Brasilien: Neymar fehlt auch gegen Haiti
-
Merz will "in Ruhe" über möglichen Hormus-Einsatz beraten
-
Halle: Zverev nach Sieg über Hanfmann im Viertelfinale
-
Videospiele: Vorverkauf für "GTA VI" startet am 25. Juni
-
US-iranisches Abkommen: Pakistanischer Premier verschiebt Besuch in der Schweiz
-
Restaurierung von Parthenon-Tempelfassade auf Akropolis in Athen abgeschlossen
-
Niederländischer Rechtspopulist Wilders hofft auf mehr rechte EU-Regierungschefs
-
Israels Armee will trotz US-iranischem Rahmenabkommen weiter im Libanon operieren
-
Überprüfung der US-Truppenpräsenz: Washington erhöht Druck auf Nato-Verbündete
-
Korruptionsermittlungen nun auch gegen Töchter von Spaniens Ex-Regierungschef Zapatero
-
SPD-Fraktion: Verabschiedung der Gesundheitsreform wird verschoben
-
Rentenkommission einigt sich auf Empfehlungen - aber offenbar nicht einstimmig
-
Hegseth: Iran muss auf Atomwaffen verzichten - USA können sonst wieder losschlagen
-
IAEA bereit zur Unterstützung von Umsetzung des US-iranischen Rahmenabkommens
-
Koalition uneins über mögliche Änderungen an Selbstbestimmungsgesetz
-
Irans Präsident bezeichnet Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges als "historisch"
-
Notfallseelsorge der christlichen Kirchen rückt zu 32.000 Einsätzen aus
-
Lys gegen Switolina in Berlin chancenlos
-
Mietwagen nach Unfall: Fiktiver Preis für höherwertiges Auto nicht entscheidend
-
"Beleidigte Leberwurst": Scharfe Kritik an Wadephuls Überlegung zu UN-Kürzungen
-
Schweiz: Gespräche über Einzelheiten zum US-iranischen Rahmenabkommen ab Freitag
-
USA erhöhen Druck auf Nato-Verbündete - Pistorius fordert "mehr Zeit" für Übergang
-
CDU-Außenpolitiker Laschet plädiert für diplomatischen Dialog mit Russland
-
Verdi ruft Beschäftigte von Ikea zu Streiks am Freitag auf
-
Größter ukrainischer Drohenangriff auf Moskau seit Jahren - Ölraffinerie getroffen
-
Union lehnt Bas-Überlegungen zu Arbeitszeitreform ab - keine Bindung an Tarifvertrag
-
Attacken auf Einsatzkräfte an Silvester: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen
-
Israel will Kontakt zur EU-Außenbeauftragen Kallas abbrechen
-
EU-Parlament beschließt Recycling-Regeln für Autos
-
Gewerkschaften und Studierendenvereinigungen dringen auf Bafög-Erhöhung
-
Venezuela: Mutter von getötetem Dissidenten macht Maduro-Regierung schwere Vorwürfe
-
Berechnung von Schufa-Wert: Bundesgerichtshof verhandelt über Anspruch auf Auskunft
-
Medienberichte: Bas will Höchstwochenarbeitszeit an Tarifverträge knüpfen
Krise für Japans Autobranche?
Die Automobilindustrie war jahrzehntelang die treibende Kraft der japanischen Wirtschaft. Marken wie Toyota, Honda und Nissan dominierten weltweite Verkaufslisten und prägten das Bild von Verlässlichkeit und technischer Perfektion. Doch dieses Erfolgsmodell gerät zunehmend unter Druck. Die Branchenbilanz für das laufende Jahr zeigt tiefrote Zahlen. Toyota meldete eine Umsatzsteigerung, aber der Gewinn brach im letzten Geschäftsjahr um fast 20 % ein; Honda verbuchte den ersten Jahresverlust seit dem Börsengang 1957, und Nissan musste bereits das zweite Geschäftsjahr in Folge Verluste hinnehmen, die sich auf rund 1,2 Billionen Yen summieren.
Der größte Wachstumsmarkt – China – wendet sich der Elektromobilität zu, und die japanischen Hersteller verlieren rasant Marktanteile. Die Marktanteile japanischer Pkw in China fielen zwischen 2020 und 2025 von 23,1 % auf 9,8 %. Zugleich stieg der Anteil von Elektroautos und Plug‑in‑Hybriden dort auf über 60 %. Viele japanische Unternehmen bleiben dem Hybridantrieb treu und haben die Marktdynamik unterschätzt. Japanische Marken halten nur etwa 1 % des chinesischen Marktes für neue Energiefahrzeuge, weil sie Battery‑Electric‑Vehicles (BEV) nur zögerlich in großer Stückzahl anbieten. Honda verkaufte 2025 insgesamt 3,5 Millionen Fahrzeuge, ein Rückgang um 7,5 % gegenüber dem Vorjahr. Neue Elektro‑ und Hybridmodelle konnten den Einbruch bei Verbrennern nicht wettmachen.
Strukturwandel und verpasste Trends
Die traditionellen Stärken japanischer Autos – Zuverlässigkeit und geringer Verbrauch – wirken in Zeiten der Elektrifizierung weniger attraktiv. Chinesische Hersteller wie BYD, Geely oder SAIC bringen alle paar Monate neue Modelle auf den Markt und nutzen staatlich geförderte Lieferketten, um Preisvorteile zu erzielen. In Südostasien, lange eine Domäne der Japaner, ging der Fahrzeugabsatz 2025 22 % unter das Niveau von 2019 zurück. Damit verlieren die Unternehmen nicht nur Marktvolumen, sondern auch wichtige Skaleneffekte.
Neben der Nachfragekrise erhöht eine unsichere geopolitische Lage den Druck. Der Krieg im Nahen Osten unterbrach im April den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Dadurch gingen japanische Fahrzeugexporte in die Region um mehr als 90 % zurück. Hersteller mussten die Produktion für den Nahen Osten drosseln, und Analysten warnen vor dauerhaften Änderungen der Lieferketten. Bereits im Frühjahr verzeichnete der Branchenverband zum fünften Mal in Folge eine Schrumpfung der industriellen Produktion; viele befragte Unternehmen nannten die schwache Nachfrage im Automobil‑ und Halbleiterbereich als Grund.
Japans Halbleiter‑ und Elektronikindustrie, einst global führend, dient als warnendes Beispiel. In den 1980er‑Jahren stammte jeder zweite Chip aus Japan, doch infolge von Handelskonflikten mit den USA und einer kriselnden heimischen Elektronikbranche fiel der Marktanteil auf unter 10 %. Heute versucht Tokio, den Verkauf inländischer Chips bis 2040 zu verfünffachen. Auch im Elektronikkomponentenbereich sinkt die Dominanz: der Anteil japanischer Hersteller an der weltweiten Produktion fiel von 43 % im Jahr 2006 auf 32 % im Jahr 2025. Chinesische und taiwanische Wettbewerber nutzen aggressive Investitionen und staatliche Subventionen, während japanische Anbieter in niedrigere Preissegmente ausweichen oder die Fertigung ins Ausland verlagern.
Strategien gegen den Abstieg
Trotz der düsteren Zahlen haben Japans Autokonzerne ihre Zukunft noch nicht aufgegeben. Nissan plant bis 2027 zehn neue Elektrofahrzeuge für den chinesischen Markt. Toyota will im Geschäftsjahr 2026 1,6 Billionen Yen in autonomes Fahren und die Entwicklung neuer Energiefahrzeuge investieren. Honda hat ein Budget von 800 Milliarden Yen für die Entwicklung der nächsten Elektrofahrzeuggeneration vorgesehen. Diese Investitionen gehen einher mit Kooperationen mit Batteriegiganten wie CATL und gemeinsamen Plattformprojekten mit chinesischen Partnern. Daneben setzen die Unternehmen vermehrt auf lokale Produktion in Indien und Nordamerika, um Risiken durch Handelskonflikte zu minimieren.
Politisch unterstützt Premierministerin Sanae Takaichi die Branche mit Konjunkturpaketen und fordert zugleich eine stärkere Fokussierung auf Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz und Halbleiterfertigung. Für die Automobilindustrie sollen neue Förderprogramme helfen, den Übergang zu batteriebetriebenen Modellen zu beschleunigen und den Rückstand aufzuholen.
Zwischen Erschütterung und Erneuerung
Die Frage, ob der Kollaps der japanischen Autoindustrie den Schlusspunkt einer Ära markiert, bleibt offen. Die Strukturen der globalen Automobilbranche ändern sich rapide: Elektromobilität, Software und vernetzte Dienste bestimmen die Nachfrage. Chinesische Hersteller diktieren im unteren und mittleren Preissegment das Tempo, europäische und amerikanische Konkurrenten forcieren eigene Plattformstrategien, während japanische Unternehmen ihren Vorsprung im Hybridsegment verlieren.
Gleichzeitig zeigen Beispiele aus der Vergangenheit, dass Japan in der Lage ist, sich technologisch neu zu erfinden. Die Investitionsoffensiven in Halbleiter‑ und Batterieproduktion sowie die verstärkte Kooperation mit ausländischen Partnern könnten die Grundlagen für ein Comeback schaffen. Noch aber deutet vieles darauf hin, dass der einst unangefochtene Weltmarktführer sich in einer schmerzhaften Zwischenphase befindet: zwischen dem Verlust überkommener Stärke und der mühsamen Anpassung an neue Spielregeln. Die kommenden Jahre werden entscheiden, ob Japans wichtigste Industrie zu einem Innovationsmotor zurückfindet – oder ob der Kollaps zum dauerhaften Symbol eines historischen Umbruchs wird.
MaiLab macht mich K.O. | Plasbergs "Arena" und was denn nun?
Öffentlich-Rechtliche Hetze sogar GEZ-bezahlt vom Steuerzahler?
Wissenswertes einfach erklärt: Pipeline, Panzer, falsche Grenze
Wasserwerfer, Festnahmen bei Demo gegen Corona-Regeln
Keine Chance für Asylanten! Zurück im Irak - Polen bleibt hart!
400 Platanen am Pariser Prachtboulevard Champs-Elysées in Rot
Niederlande: Polizeichef von Rotterdam - "Das sind Kriminelle"
Krimieller Belarus Diktator Lukaschenko benutzt arme Asylanten
Fußball: Bleibt er oder geht er - Was wird nun aus Niklas Süle?
Impf-Skandal: FC Bayern greift bei Kimmich nun offenbar durch
Tom Pages: Auf dem Motorrad mit dem Fallschirm in die Luft