-
Hantavirus-Ausbruch: Kreuzfahrtschiff nach Evakuierung in Rotterdam erwartet
-
Klingbeil nimmt an G7-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs in Paris teil
-
Pistorius empfängt Kollegen aus Österreich, Luxemburg und der Schweiz
-
Merz empfängt Bulgariens neuen Regierungschef Radew zu Gesprächen
-
Neuer rheinland-pfälzischer Landtag wählt in erster Sitzung Ministerpräsident
-
Wadephul empfängt türkischen Außenminister zu strategischem Dialog in Berlin
-
Amnesty: Zahl der weltweiten Hinrichtungen auf höchstem Stand seit mehr als 40 Jahren
-
Klingbeil drängt vor G7-Treffen auf rasches Ende des Iran-Konflikts
-
Viertelfinale schon in Gefahr: DEB-Team kassiert zweite Pleite
-
ESC-Siegerin Dara bei Rückkehr nach Bulgarien von hunderten Fans gefeiert
-
Eintracht Frankfurt trennt sich von Riera
-
Spahn stimmt Aussetzung von Diätenerhöhung zu
-
Trump erhöht Druck auf Teheran und droht dem Iran erneut mit vollständiger Vernichtung
-
Organisiert von Trump-Regierung: Tausende bei Gebetsveranstaltung in Washington
-
Final-Triumph in Rom: Sinner holt fehlenden Masters-Titel
-
Rechtskandidatin Fujimori und Linkskandidat Sánchez in Stichwahl um Präsidentenamt in Peru
-
Autofahrer rast in Fußgänger: Acht Verletzte in Modena in Norditalien
-
Sprung auf Platz drei: Paderborn in der Relegation
-
Düsseldorf steigt ab - Fürth in der Relegation
-
Traum wird wahr: Elversberg folgt Schalke in die Bundesliga
-
Zum elften Mal: Handballer verlieren erneut gegen Dänemark
-
ESPN: Gilgeous-Alexander erneut NBA-MVP
-
Britische Streitkräfte beteiligen sich an Feierlichkeiten zu US-Unabhängigkeitsjubiläum
-
Trotz schwachem Fan: Saarbrücken wieder Champions-League-Sieger
-
Taiwan pocht auf Souveränität gegenüber China und Waffenlieferungen der USA
-
Tränen und ein Doppelpack: Emotionaler Popp-Abschied beim VfL
-
Rund 30.000 Betroffene: Tonnenschwere Weltkriegsbombe in Pforzheim entschärft
-
MotoGP: Schlimme Stürze von Márquez und Zarco
-
Kein Sieg beim 24-Stunden-Debüt: Defekt stoppt Verstappen
-
Massive ukrainische Drohnenangriffe auf Russland - Mindestens vier Tote
-
Menschen in Kap Verde bestimmen neues Parlament
-
Länder-Innenminister fordern Vorkehrungen für Fall von AfD-Wahlsieg
-
Bundeswehrsoldaten auf offener Straße beleidigt: Polizei lässt Video löschen
-
Autofahrer rast in Modena in Passanten: Acht Verletzte in Norditalien
-
Zwei Tote und mehrere beschädigte Gebäude bei Flugzeugabsturz in Rheinland-Pfalz
-
Ausbruch seltener Ebola-Variante im Kongo und in Uganda: WHO ruft Notlage aus
-
FC Bayern: Neuer muss mit Wadenproblemen "vorerst" pausieren
-
Gewissheit nach wochenlangem Drama: Toter Wal vor Dänemark ist Tier aus Ostsee
-
Angespannte Lage: Zehntausende bei Demo von rechtsextremem Aktivisten in London
-
"Schon abenteuerlich": Kahn hat kein Verständnis für Torhüter-Diskussion
-
Ökonomen bezweifeln Reformwillen der Regierung - Linnemann macht Druck auf SPD
-
Mindestens vier Tote bei massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf Russland
-
Katholikentag in Würzburg endet mit Appell für kirchliches Friedensengagement
-
Nepalesische Bergsteiger bauen Mount-Everest-Rekorde aus
-
Gewissheit nach aufwendigen Rettungsversuchen: Toter Wal vor Dänemark ist "Timmy"
-
Ebola-Ausbruch in Demokratischer Republik Kongo und Uganda: WHO ruft Notlage aus
-
Offiziell: Alonso neuer Chelsea-Trainer
-
Flugzeugabsturz in Limburgerhof: Polizei berichtet von möglichem Explosionsgeräusch
-
Trump-kritischer US-Senator Cassidy unterliegt bei Vorwahl
-
Nagelsmann zu Hoeneß-Kritik: "Bin ganz, ganz selten beleidigt"
Russland vertieft Taliban-Bindung
Russland richtet seinen Blick verstärkt auf Afghanistan und intensiviert die Beziehungen zu den dort herrschenden Taliban. Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021, nach dem Rückzug der westlichen Truppen, hat Moskau seine diplomatischen und wirtschaftlichen Kontakte nach Kabul ausgebaut. Ein markanter Schritt war die Entscheidung des russischen Obersten Gerichts im April 2025, die Taliban von der Liste terroristischer Organisationen zu streichen. Dieser symbolische Akt ebnet den Weg für eine engere politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit, ohne jedoch eine offizielle Anerkennung der Taliban-Regierung zu bedeuten.
Die Annäherung begann bereits Jahre zuvor. Schon 2015 knüpfte Russland informelle Kontakte zu den Taliban, und seit 2021 sind hochrangige Delegationen regelmäßig zu Wirtschaftsforen in Russland gereist. Ein Beispiel ist das Wirtschaftsforum in St. Petersburg, bei dem Taliban-Vertreter 2022 und 2024 teilnahmen. Ziel Moskaus ist es, Afghanistan als Handels- und Logistikknotenpunkt zu etablieren. Pläne für transafghanische Eisenbahnprojekte und die Nutzung von Öl- und Gaspipelines, die bis nach Pakistan und Indien reichen könnten, stehen im Fokus. Der Handelsumsatz zwischen beiden Ländern stieg im vergangenen Jahr deutlich an und überschritt die Marke von einer Milliarde US-Dollar – für Afghanistan ein bedeutender Betrag, für Russland jedoch vergleichsweise gering.
Ein weiterer Antrieb für die Zusammenarbeit ist die gemeinsame Bekämpfung des Terrorismus, insbesondere des Islamischen Staates Provinz Khorasan (ISPK). Nach dem Anschlag in einer Moskauer Konzerthalle im März 2024, bei dem über 140 Menschen starben, betonten sowohl Russland als auch die Taliban ihre Kooperation gegen diese Bedrohung. Die Taliban haben zugesichert, Kämpfer zu vertreiben, die Anschläge im Ausland planen, was Russland als strategischen Vorteil sieht. Dennoch bleibt die Partnerschaft pragmatisch: Moskau verfolgt eine defensive Realpolitik, die darauf abzielt, Afghanistan als stabile Region zu nutzen, ohne direkte militärische Präsenz.
Wirtschaftlich liefert Russland große Mengen an Benzin, Diesel, Flüssigerdgas und Weizen nach Afghanistan, oft zu vergünstigten Preisen. Vereinbarungen über den Bau eines Wärmekraftwerks und die Beteiligung russischer Unternehmen an einer Gaspipeline von Turkmenistan nach Südasien wurden angekündigt, auch wenn konkrete Umsetzungen noch ausstehen. Für die Taliban, die international isoliert sind, bieten diese Beziehungen eine Chance, wirtschaftliche Stabilität und regionale Integration zu fördern, etwa durch Infrastrukturprojekte mit Zentralasien und dem Iran.
Die russische Politik in Afghanistan spiegelt eine antiwestliche Strategie wider. Nach dem Abzug der USA und ihrer Verbündeten nutzt Moskau das entstandene Vakuum, um seinen Einfluss zu erweitern. Gleichzeitig bleibt Russland vorsichtig: Eine führende Rolle als Ordnungsmacht wird angesichts der Erfahrungen aus dem sowjetischen Afghanistankrieg (1979–1989) vermieden. Damals führte die sowjetische Invasion zu einem Jahrzehnt Krieg und destabilisierte die Region. Heute setzt Russland auf Diplomatie und Wirtschaft, um Stabilität zu fördern, ohne direkte militärische Risiken einzugehen.
Die Beziehungen sind jedoch nicht ohne Herausforderungen. Die Taliban kämpfen mit einer schwachen Wirtschaft und humanitären Krisen, verschärft durch Naturkatastrophen und Massenabschiebungen aus Nachbarländern wie Pakistan und Iran. Russland wiederum hat nur begrenzte Ressourcen, um Afghanistan umfassend zu unterstützen, und steht vor dem Dilemma, wirtschaftliche Verträge mit einer international nicht anerkannten Regierung abzuschließen. Dennoch signalisiert die Streichung der Taliban von der Terrorliste eine klare Absicht: Russland sieht in Afghanistan einen Partner, um geopolitische und wirtschaftliche Ziele zu verfolgen, während es gleichzeitig seine antiwestliche Allianz stärkt.
EU: Spanien als Feind von Donald Trump?
China die USA und der Technologiebereich
Warum Trump den Gaza-Streifen besetzen will?
Hat Trump Kanada und Mexiko bezwungen?
Ist Olaf Scholz (SPD) der unbeliebteste Kanzler?
DeepSeek: Die KI, worüber alle reden...
LIVE: 211. Sitzung des Deutschen Bundestag
Die Wahl zum 21. Deutschen Bundestag
Trump erwägt Militäreinsatz in Mexiko
LIVE: 209. Sitzung des Deutschen Bundestag
Konsequenzen eines Atomkrieges