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NS-Regime: Nazi-Ehefrauen nach dem Krieg
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs standen nicht nur die kriminellen und ruchlosen Hauptakteure des NS-Regimes im Fokus der Öffentlichkeit, sondern auch ihre Familien. Zu Recht musste sich vor Gericht, im Nürnberger Prozess, die überlebenden Hauptkriegsverbrecher des Krieges verantworten - wobei hier der Ankläger im eigentlichen Sinne nicht die Nationen der Sieger des Krieges waren, sondern die Zivilisation.
Die Ehefrauen prominenter Nazis mussten sich nach dem Zweiten Weltkrieg mit den Folgen der Taten ihrer Männer auseinandersetzen und ihren Platz in einer neuen Weltordnung finden.
Magda Goebbels (1901-1945)
Magda Goebbels, Ehefrau von Joseph Goebbels, dem Propagandaminister des Dritten Reiches, gilt als eine der tragischsten Figuren jener Zeit. In den letzten Kriegstagen begab sie sich mit ihrem Mann und ihren sechs Kindern in den Berliner Führerbunker. Am 1. Mai 1945 ermordete sie in einer unbeschreibbar rücksichtslosen und verbrecherischen Tat ihre sechs kleinen Kinder (Helga Susanne Goebbels, Heidrun Elisabeth Goebbels, Hedwig Johanna Goebbels, Holdine Kathrin Goebbels, Hildegard Traudel Goebbels, Helmut Christian Goebbels) mittels Gift, anschließend beging sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Joseph Goebbels Suizid, im Führerbunker, in welchem sie sich zusammen mit Hitler vorher, tief unter der Erde, feige wie Ratten verkrochen hatten.
Emmy Göring (1893-1973)
Emmy Göring, die zweite Frau von Hermann Göring, einem der einflussreichsten Männer im NS-Staat, wurde nach Kriegsende von den Alliierten verhaftet. Sie verbrachte einige Zeit in Internierungslagern, wurde jedoch nicht strafrechtlich verfolgt. Nach ihrer Entlassung lebte sie zurückgezogen und schrieb ihre Memoiren, in denen sie versuchte, das Bild ihres Mannes zu rehabilitieren.
Ilse Hess (1900-1995)
Ilse Hess, Ehefrau von Rudolf Heß, der 1941 nach Großbritannien geflogen war, um Friedensverhandlungen anzubieten, blieb nach dem Krieg in Deutschland. Sie setzte sich unermüdlich für die Freilassung ihres Mannes ein, der im Spandauer Gefängnis inhaftiert war. Ilse Hess war in rechtsextremen Kreisen aktiv und schrieb Artikel und Bücher, in denen sie die nationalsozialistische Ideologie verteidigte.
Gerda Bormann (1909-1946)
Gerda Bormann, Ehefrau von Martin Bormann, Hitlers Privatsekretär, floh mit ihren Kindern aus Berlin, als die Niederlage absehbar war. Sie starb bereits 1946 an Krebs in Meran, Italien. Ihre Kinder wurden nach dem Krieg in verschiedenen Familien untergebracht und distanzierten sich später von der Ideologie ihres Vaters.
Eva Braun (1912-1945)
Eva Braun, langjährige Gefährtin von Adolf Hitler, heiratete ihn am 29. April 1945 im Führerbunker. Nur einen Tag später begingen beide gemeinsam Suizid. Ihr kurzes Leben an der Seite Hitlers blieb lange Zeit im Schatten der Geschichte, doch spätere Forschungen beleuchteten ihre Rolle innerhalb des inneren Kreises der NS-Führung.
Fazit
Die Ehefrauen der führenden Nazis und Hauptkriegsverbrecher hatten nach dem Zweiten Weltkrieg sehr unterschiedliche Schicksale. Während einige, wie Magda Goebbels und Eva Braun, den feigen Selbstmord wählten, versuchten andere, ein neues Leben aufzubauen oder die Ideologie ihrer Männer weiterzutragen. Ihre Geschichten zeigen die persönlichen Tragödien hinter den historischen Ereignissen und erinnern daran, wie tiefgreifend der Nationalsozialismus das Leben vieler Menschen beeinflusst hat.
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