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OpenAI-Chef appelliert an G7: Verantwortung für KI nicht den Tech-Firmen überlassen
OpenAI-Chef Sam Altman hat die Staats- und Regierungschefs des G7-Gipfels dazu aufgerufen, die Kontrolle über Künstliche Intelligenz (KI) nicht den Tech-Firmen zu überlassen. "Geben Sie Ihre Verantwortung nicht an KI-Labore wie meines ab", sagte Altman am Mittwoch bei einer Sitzung des Gipfels im französischen Evian. Der Chef des ChatGPT-Entwicklers rief die Regierungen zudem dazu auf, weltweit geltende Standards für die sich rapide entwickelnde Technik zu etablieren.
"Wir entwickeln die Technik und die Bürger der freien Welt bestimmen die Regeln", sagte Altman demnach weiter. Technik-Experten hätten zwar besondere Kenntnisse über die KI, "aber sie haben keine besondere Weisheit, was die Menschheit angeht".
Altman hob hervor, dass die Frage, ob KI nützlich sei oder nicht, "geklärt" sei. Innerhalb von ein oder zwei Jahren erwarte er Systeme von "erstaunlicher Leistungsfähigkeit", die in der Lage seien, das Leben der Menschheit neu zu bestimmen, wie es "seit der Nutzbarmachung von Elektrizität" nicht geschehen sei.
Altmans Aufruf kommt zu einer Zeit, in der sich Europa und die Vereinigten Staaten uneins darüber sind, wie streng KI kontrolliert werden sollte. Während die EU strenge Regeln verabschiedet hat, um KI-Systeme danach zu bewerten, welche Risiken sie mit sich bringen, bewegen sich die USA unter Präsident Donald Trump in die entgegengesetzte Richtung. Sie lockerten die Regeln in der Hoffnung, Entwicklungen zu beschleunigen und gegenüber dem Rivalen China im Vorsprung zu bleiben.
Allerdings haben die USA Ausländern vorübergehend die Nutzung der leistungsstärksten KI-Modelle des US-Tech-Giganten Anthropic verwehrt und sich dabei auf die nationale Sicherheit berufen. Dies rief Befürchtungen hervor, Washington könnte den Zugang zu der Schlüsseltechnologie streng kontrollieren. OpenAI-Chef Altman sagte dazu, dass OpenAI als "amerikanisches Unternehmen" zwar den US-Gesetzen unterstehe, es aber die "Souveränität der demokratischen Nationen in diesem Raum" anerkenne.
Die letzte Arbeitssitzung des G7-Gipfels war dem Umgang mit Künstlicher Intelligenz gewidmet. Die G7-Staaten beschlossen dabei, "die sich abzeichnenden Chancen und potenziellen Risiken der künstlichen Intelligenz, auch im Finanzsektor" zu bewerten.
Zu den G7 gehören neben Frankreich, Deutschland und den USA auch Italien, Kanada, Großbritannien und Japan. Zudem waren als Gäste auch Vertreter der Partnerländer Brasilien, Südkorea, Ägypten, Indien und Kenia eingeladen.
W.AbuLaban--SF-PST