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Auch Asien dagegen: Infantinos WM-Plan vor dem Aus
Die asiatische Fußball-Konföderation (AFC) unterstützt UEFA und CONCACAF bei deren Widerstand gegen den Investorenplan des Weltverbandes FIFA. Das teilte der Verband am Freitag mit. Die AFC solidarisierte sich mit UEFA und CONCACAF und äußerte ihre "tiefe Besorgnis" zum Vorhaben der FIFA sowie über "die Entscheidungsprozesse". Der Plan von FIFA-Präsident Gianni Infantino, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, steht damit vor dem Aus.
"Dass die Situation so weit eskaliert ist, dass ein Boykott der WM öffentlich diskutiert wird, sollte jeden beunruhigen, dem die Zukunft unseres Sports am Herzen liegt", hieß es in einer Stellungnahme: "Der Fußball hätte niemals in eine solche Lage geraten dürfen." Die AFC sei daher und angesichts "der klaren Positionen von UEFA und CONCACAF sowie der beispiellosen Spaltungen in der Fußballwelt" der Ansicht, dass der FIFA-Plan "nicht den notwendigen breiten Konsens und die erforderliche Einigkeit für ein erfolgreiches Vorgehen" erreichen könne.
Zuvor hatte die UEFA einen Boykott aller FIFA-Turniere bekannt gegeben, sollte das Vorhaben des Weltverbandes weiterverfolgt werden. Auch die CONCACAF stellte sich gegen Infantinos Plan. Die FIFA sprach am Freitag abermals von "einem offenen und demokratischen Konsultationsprozess", der von "fehlerhafter Berichterstattung in den Medien" gestört worden sei: "Niemand verkauft den Fußball." Dies würde die FIFA "niemals in Betracht ziehen".
Medienberichten zufolge soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert. Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. UEFA, CONCACAF und AFC stellen 136 von 211 stimmberechtigen FIFA-Mitgliedsverbänden.
Laut AFC legten die Vorgänge rund um den Investorenplan "grundlegende Schwächen in den Konsultations- und Entscheidungsprozessen der FIFA offen", diese müssten "nun behoben werden". Die AFC sei "der Auffassung, dass dieser Moment zum Katalysator für eine Stärkung der institutionellen Reformen werden muss".
O.Salim--SF-PST