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Rutten tritt bei deutschem WM-Gegner Curacao zurück
Einen Monat vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft kommt es beim deutschen Auftaktgegner Curacao zu einem Trainerwechsel. Fred Rutten ist mit sofortiger Wirkung als Coach des Karibik-Staats zurückgetreten, wie der kicker und niederländische Medien übereinstimmend berichten. Dies soll eine Reaktion auf Proteste von Spielern und Sponsoren sein, die sich wohl Ruttens Vorgänger Dick Advocaat zurückgewünscht hatten. Der könnte schon auf einer für Dienstag angekündigten Pressekonferenz als Nachfolger vorgestellt werden.
"Es darf kein Klima entstehen, das gesunde professionelle Beziehungen innerhalb der Mannschaft und des Trainerteams untergräbt. Daher ist es ratsam, zurückzutreten", sagte Rutten laut einer Verbandsmitteilung, aus der der kicker zitiert. Der 63-Jährige hatte den WM-Debütanten nur bei den beiden Partien im März gegen China (0:2) und Australien (1:5) gecoacht und war nach den schwachen Ergebnissen sogleich in die Kritik geraten.
Einige Spieler sollen daraufhin mit dem Wunsch auf Verbandspräsident Gilbert Martina zugekommen sein, den Niederländer gleich wieder durch Landsmann Advocaat zu ersetzen. Zwar stellte sich der Verband zunächst noch klar hinter Rutten, doch nun zog dieser offenbar selbst die Reißleine. Advocaat hatte Curacao im Vorjahr erstmals zu einer WM geführt. Im Februar war er jedoch zurückgetreten, um sich um seine schwer erkrankte Tochter zu kümmern.
Mittlerweile soll es dieser wieder besser gehen, sodass einem WM-Engagement Advocaats aus privater Sicht nichts mehr entgegenstehen dürfte. Mit 78 Jahren würde der frühere Gladbach-Coach Otto Rehhagel (72 Jahre bei der WM 2010) als ältesten Trainer bei einer Weltmeisterschaft ablösen. Curacao startet am 14. Juni gegen das DFB-Team in die Weltmeisterschaft, ehe am 21. und 25. Juni die Duelle mit Ecuador und der Elfenbeinküste folgen.
U.AlSharif--SF-PST