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Giro: Magnier siegt erneut im Sprint
Zum Abschluss eines von Stürzen überschatteten Auftaktwochenendes hat der französische Radprofi Paul Magnier die dritte Etappe des Giro d'Italia gewonnen. Auf dem letzten Teilstück im Gastland Bulgarien setzte sich der 22-Jährige vom Team Soudal Quick-Step im Massensprint durch und feierte bereits seinen zweiten Tagessieg bei der Italien-Rundfahrt.
"Ich habe davon geträumt, noch eine Etappe zu gewinnen", sagte Magnier: "Das Team hat einen tollen Job gemacht." Zweiter wurde nach 175 km von Plowdiw nach Sofia Jonathan Milan aus Italien vor dem Niederländer Dylan Groenewegen.
In der Gesamtwertung gab es nach der Etappe mit nur einer Schwierigkeit, dem wenig steilen Borovets Pass nach rund 100 km, keine relevanten Veränderungen. Der Uruguayer Guillermo Thomas Silva (XDS Astana) bleibt im Rosa Trikot, der Deutsche Florian Stork (Tudor Pro Cycling) auf Rang zwei. Topfavorit Jonas Vingegaard kam ebenfalls mit dem Peloton ins Ziel.
Das Feld hatte sich in der Nachführarbeit der dreiköpfigen Spitzengruppe, die sich mit Rennbeginn auf den Weg gemacht hatte, beinahe verschätzt. Erst wenige Meter vor dem Ziel wurden die lange Führenden gestellt, ehe die Sprinter den Sieger unter sich ausmachten. Pascal Ackermann wurde eingeklemmt und spurtete als Siebter ins Ziel.
"Die sind alle bescheuert. Der Este (Madis Mihkels/4. Platz, d. Red.) ist mir voll in die Karre gefahren und ich bin froh, dass ich noch meine Haut habe", beschwerte sich Ackermann bei Eurosport.
Der Giro-Auftakt in Bulgarien war zu Beginn des Wochenendes von heftigen Massenstürzen überschattet worden, die gleich mehrere Spitzenfahrer zur Aufgabe zwangen. Der Brite Adam Yates erlitt bei dem Massensturz in einer regnerischen Abfahrt am Samstag Schürfwunden und eine Gehirnerschütterung und konnte am Sonntag nicht mehr an den Start gehen. Auch Kollegen des Mitfavoriten im UAE Team Emirates-XRG, Jay Vine (Gehirnerschütterung und Ellbogenbruch) und Marc Soler (Beckenbruch, mussten aufgeben.
Wegen des nun anstehenden aufwendigen Transfers der Teams in Richtung Italien folgt am Montag ein ungewohnt früher Ruhetag. Am Dienstag führt die vierte Etappe über nur 138 km von Catanzaro nach Cosenza. Die Entscheidung über den Gesamtsieg dürfte in der dritten Rundfahrtwoche in den Dolomiten fallen.
H.Jarrar--SF-PST