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Völler bedauert WM-Aus von Gnabry: "Was sagt man da?"
Nach dem WM-Aus von Nationalspieler Serge Gnabry fühlt DFB-Sportdirektor Rudi Völler mit dem Offensivspieler mit. "Wir hatten Kontakt mit ihm. Ich hatte auch Kontakt mit ihm, natürlich. Was sagt man da? Was schreibt man da? 'Kopf hoch'", sagte der 66-Jährige am Mittwochabend bei Sky. Gnabry hatte wenige Stunden zuvor sein verletzungsbedingtes Aus für die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) verkündet.
"Er hat jetzt zum zweiten Mal hintereinander ein großes Turnier durch eine Verletzung verpasst", sagte Völler. 2024 hatte sich Gnabry vor der Heim-EM einen Muskelbündelriss zugezogen. Völler glaubt jedoch an eine Rückkehr. "Er ist immer noch jung genug, hat eine tolle Saison gespielt mit den Bayern und in der Nationalmannschaft, hat tolle Spiele abgeliefert in den letzten Monaten. Er war auch ein Garant dafür, dass wir uns qualifiziert haben. Es geht danach weiter. Wir haben noch eine Europameisterschaft in Großbritannien (2028, Anm. d. Red.). Wenn er die Leistung so bestätigt, habe ich überhaupt keinen Zweifel, wenn er dann wieder dazukommt."
Auch die Verantwortlichen von Bayern München bedauerten den Ausfall vor dem Halbfinale im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen (20.45 Uhr/ZDF und Sky). "Das ist wirklich extrem bitter für den Serge in dieser Phase nicht mehr dabei sein zu können auf dem Platz, sowohl bei Bayern als auch bei der Nationalelf, weil er eine super Saison spielt", sagte Sportdirektor Christoph Freund.
"Ich verstehe sein Gefühl. Ich habe auch wegen einer Verletzung eine EM verpasst. Er ist wichtig für uns. Irgendwann wird sich die Enttäuschung umwandeln in seine eigenen Ziele. Er kann uns noch viel unterstützen. Er ist schon wichtig gewesen in dieser Saison, aber er kann immer weiter wichtig sein als Führungsspieler hinter den Kulissen", sagte Vincent Kompany.
Der Traum von der Fußball-WM "ist für mich leider vorbei", hatte Gnabry zuvor bei Instagram geschrieben: "Wie der Rest des Landes werde ich die Jungs von zu Hause aus unterstützen." Gnabry, der von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die WM fest eingeplant war, hatte sich am vergangenen Wochenende einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel zugezogen. Bayern rechnete daraufhin mit einer "längeren Pause", eine genaue Ausfallzeit für den 30-Jährigen ist weiterhin nicht bekannt. Für die WM hat Gnabry nun allerdings bereits traurige Gewissheit.
"Die letzten Tage waren schwer zu verdauen", schrieb Gnabry vor dem Halbfinale im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen: "Jetzt ist es an der Zeit, mich auf die Genesung zu konzentrieren und für die Saisonvorbereitung zurückzukommen."
I.Matar--SF-PST