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"Tut sehr weh": Forster verpasst Gold-Hattrick klar
Monoskifahrerin Anna-Lena Forster hat ihr Gold-Triple bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien klar verpasst. Nach den Siegen in der Abfahrt und dem Riesenslalom reichte es für die 30-Jährige aus Radolfzell in ihrer Paradedisziplin Slalom überraschend nur zu Rang vier, auf dem ungeliebten flachen Hang von Cortina d'Ampezzo endeten ihre Spiele mit einer Enttäuschung. Acht Hundertstel fehlten zu Bronze.
"Es ist brutal bitter, tut sehr weh", sagte Forster: "Mir war bewusst, dass der Slalom das schwierigste Rennen wird, weil der Hang so flach ist und man nichts rausfahren kann. Dass es so brutal wird, hätte ich nicht gedacht. Das muss ich erstmal verarbeiten." Insgesamt habe sie trotz des großen auf ihr lastenden Drucks bei den Spielen "krass performt" und könne "stolz" auf sich sein, führte sie aus.
Forster (1:28,12 Minuten) lag im Slalom letztlich 0,43 Sekunden hinter der chinesischen Siegerin Zhang Wenjing, die im Finale von Rang zwei nach vorne fuhr. Silber ging überraschend an die Finnin Nette Kiviranta (+0,27) vor der Spanierin Audrey Pascual Seco (+0,35), die im Super-G und der Super-Kombination triumphiert hatte.
Forster hatte schon nach dem ersten Lauf einen Rückstand von 1,58 Sekunden auf die zu diesem Zeitpunkt führende Pascual Seco, Kiviranta auf dem Bronzerang war 1,42 Sekunden entfernt. Im entscheidenden Durchgang konnte die deutsche Hoffnungsträgerin wegen eines groben Fehlers im Mittelteil nicht mehr entscheidend aufholen und verpasste auch ihren Slalom-Hattrick nach den Siegen in Pyeongchang 2018 und vier Jahre später in Peking.
Insgesamt steht sie weiter bei zwölf Medaillen bei Winterspielen, darunter sechsmal Gold. Mit einem weiteren Erfolg hätte Forster die Bestmarke von Monoski-Ikone Anna Schaffelhuber eingestellt.
Die langjährige Dominatorin musste sich seit Anfang 2020 erst zum zweiten Mal im Slalom geschlagen geben. Forster reist mit drei Medaillen aus Cortina ab, in der Super-Kombination hatte sie zudem Silber geholt. Für die Goldausbeute des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) ist Forster bislang allein verantwortlich.
In der stehenden Klasse fuhr die deutsche Fahnenträgerin Andrea Rothfuss in ihrem letzten paralympischen Rennen auf den siebten Platz. Die Vierte im Super-G und Riesenslalom lag 5,29 Sekunden hinter der Russin Warwara Worontschinkina (1:26,95 Minuten), die ihre zweite Goldmedaille in Cortina und die insgesamt fünfte russische der Spiele gewann. Anna-Maria Rieder schaffte den Sprung auf Rang sechs (+3,37), 1,13 Sekunden fehlten zu Bronze.
Die 17-jährige Maya Fügenschuh erreichte mit Guide Johanna Holzmann in 1:43,12 Minuten den zehnten Platz in der Klasse der Sehbehinderten. Der Sieg ging erneut an die Österreicherin Veronika Aigner (1:22,73), die wie Arsjö ihr viertes Gold einfuhr.
P.Tamimi--SF-PST