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Handball-EM: Kroatien vor Halbfinaleinzug - Schweden patzt
Vizeweltmeister Kroatien hat bei der Handball-EM einen großen Schritt in Richtung Halbfinale gemacht. Die Mannschaft des früheren Europameister-Bundestrainers Dagur Sigurdsson setzte sich in Malmö mit 29:25 (14:11) gegen Slowenien durch und verdrängte mit nun sechs Punkten Island von Platz eins der Hauptrundengruppe II. Die Isländer hatten zuvor beim 38:38 (19:19) gegen Außenseiter Schweiz überraschend gepatzt und damit einen wichtigen Punkt liegen gelassen.
Am Abend kassierte dann auch Schweden einen weiteren bitteren Dämpfer. Nach der 27:35-Niederlage gegen Island kamen die Skandinavier vor heimischem Publikum nicht über ein 32:32 (14:16) gegen Ungarn hinaus. Schwedens Torwart Andreas Palicka verfehlte dabei in letzter Sekunde mit seinem Wurf über das gesamte Feld nur knapp das leere gegnerische Tor.
Während die Kroaten am Mittwoch das Weiterkommen in der eigenen Hand haben und gegen Ungarn (18.00 Uhr) lediglich einen Punkt benötigen, sind die Schweden auf Schützenhilfe angewiesen. Aufgrund des direkten Vergleichs muss der Co-Gastgeber am letzten Spieltag gegen die Schweiz (20.30 Uhr) ein besseres Ergebnis als die Isländer gegen Slowenien (15.30 Uhr) holen. Letztere könnten aber auch noch mit einem Erfolg gegen das Sigurdsson-Team bis auf Platz zwei klettern.
Kroatien startete optimal in die Partie und lag früh mit 5:1 vorne (11.). Auch in der Folge bestimmte das Team die Begegnung, zur Pause betrug die Führung drei Treffer. In Halbzeit zwei kämpften sich die Slowenen Tor für Tor zurück - und schafften in der 42. Minute beim Stand von 18:18 den Ausgleich. Doch dann drehten die Kroaten, für die Tin Lucin mit sieben Toren bester Werfer war, wieder auf und sicherten sich die zwei wichtigen Punkte.
Gegen Ungarn stand Schweden mächtig unter Druck, immer wieder wechselte die Führung zwischen beiden Teams. Nach einem nicht gegebenen Siebenmeter kurz vor Ende für die Ungarn versuchte es dann Keeper Palicka aus der Distanz - doch sein Versuch wurde nicht belohnt. Bester Werfer des Spiels war der Schwede Felix Claar vom SC Magdeburg mit zehn Treffern.
R.Shaban--SF-PST