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Doppelpacker Musiala erlöst die Bayern
Bayern München hat das Pokal-Aus gegen Leverkusen weggesteckt und seine Spitzenposition in der Bundesliga dank Super-Joker Jamal Musiala untermauert. Die gewohnt dominante Mannschaft von Trainer Vincent Kompany bezwang Außenseiter 1. FC Heidenheim trotz eines zwischenzeitlichen Wacklers mit 4:2 (1:0) - doch als Einstimmung auf die kommenden Termine taugte der dürftige Pflichtsieg kaum: Am Sonntag (10.30 Uhr) steht die Jahreshauptversammlung an, bei der es traditionell hoch hergeht, am Dienstag braucht es in der Champions League gegen Donezk eine Leistungssteigerung.
In Abwesenheit von Superstar Harry Kane und ohne den zunächst geschonten Musiala besorgte Verteidiger Dayot Upamecano (18.) die Führung. Alphonso Davies (39.) traf den Pfosten, ehe die zuvor sieben Spiele sieglosen Heidenheimer durch Mathias Honsak (50.) nach einem Fehler von Upamecano urplötzlich zum Ausgleich kamen. Musiala (56.) brachte die Bayern fünf Minuten nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Heimtor in dieser Saison wieder auf die Siegerstraße. Leon Goretzka legte mit einem abgefälschten Schuss nach (84.). Niklas Dorsch sorgte aber erneut für Spannung (86.), bevor Musiala (90.+1) endgültig die Entscheidung herbeiführte.
Es dauerte eine Weile, bis sich die auf fünf Positionen veränderte Bayern-Elf gefunden hatte. Ohne Kane und Musiala, der laut Trainer Kompany "müde" war, fehlten im Angriff Anspielstationen und Ideen. Außerdem hielt Heidenheim den Raum geschickt eng: Wenn die Bayern den Ball hatten, was meist der Fall war, zogen sich die Gäste im 5-3-2 zurück und verdichteten das Zentrum.
Angetrieben vom Mittelfeld-Duo Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic, der 49 Tage nach seiner Schulterverletzung in die Startformation zurückgekehrt war, erspielte sich der Rekordmeister aber bald ein Übergewicht. Thomas Müller (12.) und Leroy Sane (14./15.) hatten erste Gelegenheiten.
Die Führung entsprang einer einstudierten Eckenvariante. Nach Kimmichs Hereingabe entwischte Upamecano seinem Bewacher, FCH-Kapitän Patrick Mainka, und köpfte unbedrängt ein. Am Heidenheimer Ansatz änderte das 1:0 nichts, die Mannschaft von Frank Schmidt wagte sich kaum aus der Deckung. Torwart Daniel Peretz, der den angeschlagenen Manuel Neuer vertrat, war beschäftigungslos. Die Münchner Leihgabe Paul Wanner hing so in der Luft.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts an der Bayern-Dominanz, der Ausgleich fiel aus heiterem Himmel. Upamecano spielte einen Rückpass in den Lauf von Honsak, der keine Mühe hatte, den ersten Heidenheimer Torschuss direkt zu verwerten.
Auftritt Musiala: Nach der Ablage von Michael Olise trat der Nationalspieler dynamisch an und wuchtete den Ball aus rund 16 Metern links unten ins Netz. Olise (62.) oder Musiala (74.) hätten erhöhen können. Das tat dann Goretzka, der anschließend vor der Südkurve jubelte. Dorsch antwortete aber schnell. Das letzte Wort hatte Musiala.
B.Mahmoud--SF-PST