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Klub-WM: Zwischen Maradona und Mamelodi
Zwei Traditionsklubs aus Südamerika, ein vertrauter Gegner aus der Champions League und drei Unbekannte aus dem Rest der Welt: Rekordmeister Bayern München und Borussia Dortmund stehen bei der Klub-WM im kommenden Sommer (15. Juni bis 13. Juli) in den USA vor interessanten Aufgaben. - Die Gegner in der Übersicht:
BAYERN MÜNCHEN
Boca Juniors: Ein "Hauch von Diego Maradona" sagte Bayern-Sportvorstand Max Eberl über das Los des 35-maligen argentinischen Meisters. Anfang der 80er Jahre spielte der wohl größte Fußballer der Geschichte kurz für den Klub aus dem Stadtteil La Boca, Mitte der 90er kehrte die Legende zurück und beendete ihre Karriere. Im Bombonera, dem legendären Stadion, besingen sie seinen Namen noch heute. Im heutigen Kader sticht vor allem Kapitän Edinson Cavani hervor.
Auckland City FC: 125 Jahre wird der FC Bayern im kommenden Jahr alt, die Geschichte ist ruhmreich, die Pokalvitrine prall gefüllt. Und doch ist bei all der Historie noch Raum für Neues: Bei der Klub-WM spielen die Münchner zum ersten Mal gegen den neuseeländischen Klub Auckland City FC. Über 18.000 km Luftlinie liegen zwischen der Allianz Arena und dem Stadion Kiwitea Street, wo der erst 2004 gegründete Verein seine Spiele austrägt - vor maximal 5000 Zuschauern. Gefeiert wird dort trotzdem regelmäßig: In den vergangenen 20 Jahren gewann Auckland unter anderem neun neuseeländische Meisterschaften.
Benfica Lissabon: Der erfolgreichste Fußballverein Portugals, 38-mal holte der Klub die Meisterschaft, 26-mal den nationalen Pokal - und in den 60er-Jahren auch zweimal den Europapokal der Landesmeister. Der deutsche Mittelfeldspieler Jan-Niklas Beste kam im Sommer 2024 zum Rekordchampion, zu diesem Zeitpunkt stand Roger Schmidt noch an der Seitenlinie. Der ehemalige Bundesliga-Trainer musste nach einem Fehlstart in die laufende Saison aber gehen. Der FC Bayern traf erst im November in der Champions League auf Benfica und gewann dank Jamal Musiala 1:0.
BORUSSIA DORTMUND
Ulsan HD FC: Die Südkoreaner gewannen fünfmal die nationale K League, einmal den Korean FA Cup und zweimal die asiatische Champions League - die zuletzt starken Königsklassen-Auftritte sicherten dem Verein über die AFC-Rangliste die Teilnahme an der Klub-WM. Der Verein wurde 1991 von Bum-kun Cha, dem ersten Koreaner in der Bundesliga-Geschichte, entscheidend geprägt. Cha führte Ulsan nach der Gründung 1983 als Trainer in den 90er-Jahren zu mehreren Top-3-Platzierungen. Auch der BVB hat einen Bezug zu den Südkoreanern. Park Joo-ho wechselte nach seiner Zeit bei den Westfalen (elf Pflichtspiele zwischen 2015 bis 2017) in die Stadt im Südosten des asiatischen Landes.
Fluminense: 1902 in Rio de Janeiro gegründet ist der Fluminense FC ältester Fußballklub der Metropole am Zuckerhut. Das Team, trainiert von Mano Menezes, der die brasilianische Nationalmannschaft von 2010 bis 2012 betreut hatte, hat einige prominente Namen zu bieten. Unter anderem spielen der frühere Leverkusener Renato Augusto, Thiago Silva (Kapitän der Selecao bei der Heim-WM 2014) und Felipe Melo für den Traditionsverein. Fluminense, im weltberühmten Maracana zu Hause, ist als Sieger der Copa Libertadores 2023 beim Turnier in den USA dabei. Der Klub holte viermal den brasilianischen Titel und gewann 33 Mal die Staatsmeisterschaft von Rio.
Mamelodi Sundowns FC: Einst wurde der Klub aus Pretoria vom Bulgaren Christo Stoitschkow und der im Oktober verstorbenen niederländischen Legende Johan Neeskens trainiert, heute ist Manqoba Mngqith bei den Sundowns am Ruder. Mit zwölf Meistertiteln ist der Klub südafrikanischer Rekordmeister seit Wiederaufnahme der Liga 1996. Der Mamelodi Sundowns FC gehört seit 2003 dem südafrikanischen Unternehmer Patrice Motsepe, der 62-Jährige ist gleichzeitig Präsident des afrikanischen Fußball-Verbandes (AFC). Das Team, wegen seiner gelb-grün-blauen Spielkleidung auch "Die Brasilianer" genannt, hat sich über die CAF-Rangliste für die Klub-WM qualifiziert.
E.Aziz--SF-PST