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Fußball: Kanada wehrt sich gegen Punktabzug
Olympiasieger Kanada wehrt sich nach dem Drohnen-Skandal gegen den umgehend verhängten Abzug von sechs Punkten beim Fußball-Turnier der Frauen. Das Kanadische NOK und der Verband Canada Soccer zogen am Montag vor die Ad-Hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshofs CAS, um das Urteil des Fußball-Weltverbandes FIFA rückgängig zu machen oder abzumildern.
"Die Antragsteller beantragen (...) eine Entscheidung über die Aufhebung oder Reduzierung des Punkteabzugs", teilte der CAS mit. Zugleich offenbarte er, dass die Kanadier sich nicht gegen die einjährige Sperre gegen Cheftrainerin Bev Priestman wehren. Eine Anhörung der betroffenen Parteien soll am Dienstag stattfinden, eine endgültige Entscheidung dann am Mittwoch gegen Mittag vorliegen.
Am Mittwochabend bestreitet Kanada sein letztes Spiel in der Gruppe A gegen die bislang punktlose Mannschaft aus Kolumbien. Ihre ersten beiden Partien gegen Neuseeland und Frankreich haben die Olympiasiegerinnen von Tokio 2021 jeweils 2:1 gewonnen - werden aber mit null Punkten in der Tabelle geführt. Das Viertelfinale erreichen die jeweils besten zwei Teams der Gruppen A, B und C sowie die beiden besten Gruppendritten.
Video-Analyst Joey Lombardi hatte mit einer Drohne das Training von Vorrundengegner Neuseeland ausgespäht, offenbar gab es zudem weitere ähnliche Vorfälle. Der Analyst wurde mittlerweile zu einer Haftstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Auch Assistenztrainerin Jasmine Mander, der Lombardi Bericht erstattete, musste die Olympischen Spiele verlassen. Beide wurden ebenfalls für ein Jahr von der FIFA gesperrt.
G.AbuHamad--SF-PST