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Selfiejagd auf Ronaldo bereitet Portugals Trainer "Sorgen"
Die Fanjagd nach Selfies mit Superstar Cristiano Ronaldo wird in Portugals Nationalmannschaft zunehmend kritisch gesehen. "Das bereitet mir natürlich Sorgen", sagte Nationaltrainer Roberto Martinez, nachdem im EM-Spiel gegen die Türkei (3:0) am Samstag gleich sechs Fans aufs Feld gelaufen waren, um ein Foto mit dem Ausnahmekönner zu schießen. Aus seiner Sicht dürfe dies nicht passieren.
Die Intention der Anhänger sei "gut, wir lieben die Fans, sie haben ihre Stars und Idole", betonte Martinez: "Aber wenn diese Intentionen mal falsch sind, muss man vorsichtig sein." Es gebe zwar "viel Security und Schutz", man müsse jedoch versuchen, "die Menschen vom Spielfeld fernzuhalten". Portugals Coach richtete eine Botschaft an die Fans: "Es ist nicht der richtige Weg. Man sorgt nur dafür, dass es in Zukunft schwieriger wird."
In der 68. Minute der Partie war zunächst ein kleiner Fan zu Ronaldo aufs Feld gestürmt. Der 39-Jährige nahm sich kurz Zeit und lächelte freundlich in die Handykamera. Es folgten drei weitere Personen während des Spiels und zwei Fans nach Abpfiff, bei ihnen hatte Ronaldo dann aber genug und reagierte zunehmend genervt.
"Es ist ein bisschen nervig, wenn deshalb ständig das Spiel unterbrochen wird", sagte Teamkollege Bernardo Silva. Dies sei aber "wohl der Preis, den du zahlen musst, wenn du so anerkannt bist in der Welt des Fußballs". Er sei anders als sein Trainer jedoch "nicht wirklich besorgt. Ich spüre keine Gefahr."
Die Szenen waren in der Liveübertragung der TV-Sender nicht zu sehen. Schon beim öffentlichen Training der Portugiesen vor Turnierbeginn in Gütersloh hatte die Polizei 13 Flitzer vom Rasen führen müssen.
W.Mansour--SF-PST