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Kein Eberl-Effekt: Bayern spielen nur remis beim Jubiläum
Noch kein Eberl-Effekt beim FC Bayern: Der Fußball-Rekordmeister hat am ersten Arbeitstag des neuen Sportvorstands Max Eberl nur ein 2:2 (1:1) beim SC Freiburg geholt und damit die Ziele für sein 2000. Bundesligaspiel verfehlt: Den Rückstand auf den Spitzenreiter kaum verkürzt, vergeblich auf Rückenwind für die Königsklasse gehofft.
Durch das Unentschieden haben die Münchner ihren Abstand auf Tabellenführer Bayer Leverkusen nach der ersten Partie des 24. Spieltags nur auf sieben Punkte verkleinert. Die Tore von Mathys Tel (35.) und Jamal Musiala (75.) waren zu wenig für einen Dreier. Christian Günter (12.) und Lucas Höler (87.) trafen für den SC.
Nach dem verpassten Erfolg wachsen auch mit Blick auf das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am Dienstag gegen Lazio Rom (Hinspiel 0:1) die Zweifel an der schwächelnden Mannschaft des scheidenden Trainers Thomas Tuchel.
Auch die Freiburger, die am Donnerstag im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League auf West Ham United treffen, stecken weiter in der Krise. Der SC hat aus den zurückliegenden sechs Ligaspielen nur zwei Punkte ergattert. Gegen die Bayern wartet Freiburg seit 16 Ligaspielen auf einen Sieg.
"Hoffentlich haben wir heute Abend nur noch fünf Punkte Rückstand, um Leverkusen unter Druck zu setzen", sagte Eberl kurz vor dem Anpfiff bei DAZN.
Danach stand das 2000. Bundesligaspiel des Branchenführers an. Es war gleichzeitig das 1000. Auswärtsspiel der Münchner. Beide Marken stellen wie die Bilanz des erfolgreichsten Klubs der Liga-Historie seit dem Aufstieg vor 59 Jahren Rekorde dar. Von den zuvor 1999 Partien gewannen die Bayern 1206.
Vor 34.700 Zuschauern im ausverkauften Stadion legten die Freiburger los wie die Feuerwehr. Einen Kopfball von Roland Sallai konnte Manuel Neuer zunächst überragend parieren, der Nachschuss Sallais per Fallrückzieher landete an der Latte (12.). Sekunden später war Neuer bei der starken Direktabnahme Günters aus 18 Metern machtlos.
Nur vier Minuten nach dem Rückstand hätten die Münchner, die neben den Langzeitverletzten ohne Leroy Sane und den gelbgesperrten Matthijs de Ligt auskommen mussten, fast das zweite Gegentor durch Günter kassiert. Neuer musste gegen den Außenverteidiger retten.
Die Bayern-Abwehr schwamm gewaltig. Vor allem der wieder als Rechtsverteidiger aufgelaufene Joshua Kimmich hatte große Probleme mit Günter und Vincenzo Grifo. Der Deutsch-Italiener hatte in der 22. Minute das zweite SC-Tor auf dem Fuß. Auch Min-Jae Kim (für de Ligt) und Eric Dier (Vertrag bis 2025 verlängert) wirkten alles andere als souverän.
Erst nach einer knappen halben Stunde drängten die Gäste den SC phasenweise in die Defensive. Der für Sane aufgelaufene Youngster Tel erzielte per Traumtor von der Strafraumgrenze den Ausgleich.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs erhöhten die Bayern die Schlagzahl. Harry Kane vergab die große Chance zur Führung (47.). Nur zwei Minuten später hatte Maximilian Eggestein auf der Gegenseite eine ähnlich gute Möglichkeit.
Danach bekämpften sich beide Teams auf Augenhöhe. In der 65. Minute musste Kimmich Platz machen, für ihn kam Konrad Laimer. Auch Alphonso Davies feierte seine Comeback nach überstandener Knieverletzung. Das zweite Bayern-Tor lag in dieser Phase in der Luft, Musiala traf schließlich. Doch Freiburg fand eine Antwort.
F.Qawasmeh--SF-PST