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Chancenwucher gegen Madrid: Leipzig vor dem Aus
Chancenwucher, Schiri-Ärger - und ein Kunstschuss ins Herz: RB Leipzig droht in der Champions League trotz einer mutigen Vorstellung gegen Real Madrid das Aus im Achtelfinale. In einem Hinspiel auf Augenhöhe verlangte der Bundesligist dem Rekordsieger der Königsklasse alles ab und verlor letztlich äußerst unglücklich mit 0:1 (0:0).
Im Rückspiel am 6. März im Bernabeu steht RB mit dem Rücken zur Wand. Brahim Diaz (49.) schmälerte Leipzigs Chancen auf das Weiterkommen mit einem sehenswerten Treffer.
"Wir haben sicher keine Angst, fürchten tun wir gar nichts", hatte Trainer Marco Rose vorab gesagt. Fest stand bereits vor dem Spiel, dass zumindest von Jude Bellingham keine Gefahr ausgeht. Der englische Superstar hatte die Reise nach Leipzig wegen einer Blessur des linken Knöchels nicht angetreten. Toni Kroos, über dessen mögliches DFB-Comeback weiter spekuliert wird, stand in Reals Startelf.
Der Weltmeister von 2014 war zunächst vor allem defensiv gefordert, denn RB begann mit viel Offensivdrang - und jubelte früh. Nach einer schwach geklärten Ecke köpfte Benjamin Sesko den Ball ins Tor (2.). Der Angreifer stand nicht im Abseits, Reals starker Torhüter Andrij Lunin wurde aber wohl leicht von Nationalspieler Benjamin Henrichs behindert - eine harte und diskussionswürdige Entscheidung des oft nicht souveränen Schiedsrichters Irfan Peljto.
Leipzig ließ sich davon nicht beirren. Das Team von Rose überbrückte die Räume mit schnellen Kombinationen oder langen Bällen und kam zu weiteren Chancen. Sesko zielte im Strafraum aus etwas spitzem Winkel aber zu zentral (10.). Leipzig blieb am Drücker: Henrichs scheiterte aus der Distanz (15.), Sesko (19.) traf das Außennetz.
Leipzig gelang es, mit viel Ballbesitz Reals spielerische Stärken kaum zur Entfaltung kommen zu lassen. Wenn die Spanier vereinzelt ins letzte Drittel vorstießen, stand die Defensive sicher. Die Dribblings von Reals Flügelstürmer Vinicius Junior verteidigte RB teils mit drei Spielern.
Der Partie ging etwas Struktur und Schwung verloren. Viele kleine Fouls störten den Spielfluss. Real kam der Führung am nächsten, als Rodrygo eine Hereingabe knapp verpasste (42.).
Leipzig begann die zweite Halbzeit ähnlich schwungvoll wie die erste, blieb vor dem Tor aber weiterhin zu ungenau. Brahim Diaz nahm dagegen Maß. Der Angreifer setzte sich im Dribbling stark durch und schlenzte den Ball aus rund 20 Metern in den Winkel. Selbst Bellingham war begeistert. "Oh my god Brahim!!!", schrieb er nach dem Treffer bei X.
Leipzig erhöhte das Risiko und bot Real Raum für Konter. Rodrygo (64.) hatte den zweiten Treffer auf dem Fuß. Vinicius Junior (72.) traf den Pfosten. Aber auch die Gastgeber blieben gefährlich. Sesko scheiterte aber an Lunin (81.).
K.AbuTaha--SF-PST