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Handball: Häfner wird Papa - EM-Einsatz fraglich
Vaterfreuden bei DHB-Star, Babyboost fürs deutsche EM-Team: Linkshänder Kai Häfner und seine Frau Saskia haben ihr zweites Kind bekommen. Der Rückraumspieler vom TVB Stuttgart, der das Lager der deutschen Handballer vorübergehend verlassen hat, weilt noch bei seiner Familie in Schwäbisch Gmünd und wird das zweite Vorrundenspiel des DHB-Teams gegen Nordmazedonien am Sonntag (20.30 Uhr/ZDF und Dyn) in Berlin wohl verpassen.
"Kais Sohn Matti ist am Freitagabend auf die Welt gekommen. Dem Kind geht es gut", berichtete DHB-Sportvorstand Axel Kromer am Samstag nach dem Teamtraining: "Es ist in der Abstimmung, ob Kai direkt morgen beim Spiel eingesetzt wird. Er kann kommen, aber ob wir das überhaupt von ihm abverlangen, das ist die Frage. Wir haben ja mit Nils Lichtlein noch einen Linkshänder im Kader, der die Rolle neben Renars (Uscins, d.Red.) einnehmen könnte."
Lichtlein ist der einzige Spieler im deutschen Aufgebot, der beim erfolgreichen EM-Auftakt gegen die Schweiz (27:14) nicht zum Einsatz kam. Der Rückraumspieler der Füchse Berlin war beim deutschen Triumph bei der U21-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr zum besten Spieler des Turniers gewählt worden. Lichtlein wäre der fünfte Akteur, der bei der aktuellen EM sein Turnierdebüt in der A-Nationalmannschaft gibt.
Häfner war bereits unmittelbar nach dem Schweiz-Spiel nach Hause gereist. Der 34-Jährige gehört zu den Leistungsträgern in der DHB-Auswahl, im ersten Turnierspiel hatte der Europameister von 2016 zwei Mal getroffen. Es ist vorstellbar, dass Häfner erst zum abschließenden Vorrundenspiel gegen Rekordweltmeister Frankreich am Dienstag in den Kader zurückkehrt. "Alle anderen haben sich einige Trainingseinheiten lang auf den nächsten Gegner vorbereitet. Kai hatte das vom Fokus her nach hinten geschoben", sagte Kromer und lächelte.
E.AbuRizq--SF-PST