-
Staatenlenker Finnlands und Norwegens telefonieren mit Putin - Waffenruhe in Oleschky
-
Audi-Auftritt bei Trump löst Debatte über Verantwortung von Konzernchefs aus
-
Rekordbeteiligung bei Parlamentswahl in Israel - Enges Rennen erwartet
-
مقتل الطفلة جوري الصوفي برصاصة داخل خيمة نزوح في مواصي خان يونس
-
Trump-Regierung geht zum dritten Mal gegen Ex-FBI-Chef Comey vor
-
Mao-Kommentar: China setzt Real-Spiele wegen Mbappé ab
-
بلدية الخليل: النزوح القسري تجاوز ثلاثة آلاف شخص مع استمرار الإخلاء والهدم
-
Rekordbeteiligung bei Parlamentswahl in Israel zur Halbzeit des Wahltags
-
Suche nach atomarem Endlager: Nur fünf Prozent der Bundesfläche geeignet
-
Frankreichs Regierung ruft zum Blockade-Ende auf - Schüler wollen weiter protestieren
-
Merz und Steinmeier suchen in Ostasien neue wirtschaftliche Partner
-
محمد الغول يدعو إلى وحدة فلسطينية لمواجهة مخاطر المرحلة
-
Jordanien meldet mehr als 20 getötete Dschihadisten nach Luftangriffen in Syrien
-
Lula gewinnt Brasiliens Stichwahl nach deutlicher Aufholjagd
-
ملاعب وأندية غزة تتحول إلى مراكز لإيواء العائلات النازحة
-
Füchse Berlin müssen erneut auf Lichtlein verzichten
-
أميرات أوروبيات يخترن التدريب والخدمة في صفوف القوات المسلحة
-
Wie Unternehmen stille Leistungsträger besser erkennen und fördern
-
Nach Rücktritt von SPD-Fraktionschef in Niedersachsen: Siebels übernimmt Amt
-
Vom Grenzschutz zu Abschiebungen: EU schlägt neues Mandat für Frontex vor
-
الحزب الليبرالي يقبل فوز لولا ويتجه إلى مسار قانوني بشأن الحملة الانتخابية
-
Netanjahu-Rivale Eisenkot fordert Wähler zu Abwahl von "schlechtester" Regierung Israels auf
-
Berlin: Linken-Fraktionsspitze trifft sich mit umstrittener Abgeordneter Emde
-
Anschlag bei Paris: Prominente protestieren gegen Rassismus in Frankreich
-
Angriff unter Clans: Auto fährt in Niedersachsen in Menschengruppe
-
Forderungen nach Entschädigungen überschatten Karibikreise von König Charles III.
-
Sammer: "Bei uns ist der Trainer der Volltrottel"
-
Gericht: NSU-Terroristin Beate Zschäpe bleibt mindestens bis 2035 im Gefängnis
-
Münchener Chiphersteller Infineon investiert 1,1 Milliarden Euro in Österreich
-
Netanjahu: Parteien arabischer Israelis "versuchen, Wahl zu stehlen"
-
EU schlägt Frontex-Einsatztruppe für Grenzschutz und Abschiebungen vor
-
CDU-Vize Claus signalisiert Interesse an Steinmeier-Nachfolge
-
Bis zu drei Grad heißer: EU-Kommission dringt auf Anpassung an den Klimawandel
-
Bundeshaushalt 2027: Bündnis warnt vor Einsparungen bei Jugendlichen
-
Pflegekommission nimmt Arbeit auf - Gremium will Ende Januar Ergebnisse liefern
-
Asienreise des Kanzlers: Merz wirbt für Investitionen in Deutschland und Europa
-
Partei von Flávio Bolsonaro erkennt Lulas Wiederwahl in Brasilien an
-
Wirtschaftsministerin Reiche sagt Südkorea-Reise wegen Corona-Erkrankung ab
-
Prozess um Nord-Stream-Sprengung: Gericht lehnt Antrag auf Einstellung ab
-
Mercedes senkt Gewinnerwartung wegen weiter wegbrechenden China-Geschäfts
-
US-Rapper Jay-Z tritt in Super-Bowl-Halbzeitshow auf
-
OLG-Entscheidung: NSU-Mittäterin Zschäpe bleibt mindestens bis 2035 im Gefängnis
-
Richtungsweisende Parlamentswahl in Israel - Enges Rennen erwartet
-
Danks: "Kompany in guter Stimmung"
-
Dieselskandal: Weitere Verfahren gegen VW-Manager beginnen im November
-
Pistorius und vier Amtskollegen fordern "stärkeres Europa für stärkere Nato"
-
Merz wirbt in Singapur für Investitionsstandorte Deutschland und Europa
-
Zwei chinesische Sponsoren beenden Kooperation mit Mbappé
-
Kein Anschlag laut Polizei: Auto fährt in Niedersachsen in Menschengruppe
-
Toter in Treppenhaus in Mainz entdeckt - 41-Jähriger festgenommen
Studierendenliste gewinnt Parlamentswahl in Serbien klar
Studierendenliste gewinnt Parlamentswahl in Serbien klar. 14 Jahre lang war die von Aleksandar Vučić mitgegründete SNS an der Macht.
Die Serbische Fortschrittspartei hat ausgedient. 14 Jahre lang war die von Aleksandar Vučić mitgegründete SNS an der Macht. Damit ist vorerst Schluss. Sie erhielt am Sonntag bei den vorgezogenen Parlamentswahlen knapp 40 Prozent der Stimmen, die Studierendenliste bekam aus dem Stand mehr als 50 Prozent. Sie wird regieren. Wer im Kabinett sitzen wird, bleibt vorerst ebenso unklar wie die Zukunft der SNS. Die war einst mit Hilfe der USA als rechte Alternative ins Leben gerufen worden. Ihr Auftrag: Belgrad solle das Kosovo anerkennen und sich in den Westen einreihen. Das gelang bis zu einem gewissen Grad, aber nicht vollständig. Serbien hat trotz enger Bindung zur NATO eigene außenpolitische Positionen eingenommen, etwa was die Sanktionen gegen Russland oder das Verhältnis zu China angeht. Die Studierendenliste hatte sich dazu bewusst nicht geäußert. Das brachte ihr Pluspunkte in Brüssel ein, von wo nun Glückwünsche zum Sieg gesendet werden.
Die Wut über Vučić und dessen Clique ist verständlich. Dreist drängeln sie sich ins Leben vieler Menschen. Hier werden höhere Abgaben fällig, dort wird jemand Unfähiges, aber mit richtigem Parteibuch zum Chef ernannt, und dann gibt es noch die ganz große Korruption. Überdeckt wird dies mit Lügen und nationalistischer Rhetorik. Das Fass zum Überlaufen brachte schließlich die Katastrophe von Novi Sad im November 2024, als 16 Menschen starben. Verständlich also, dass das Land verlässt, wer kann. Die Sehnsucht nach einem »normalen Leben« war es, die viele Serben dazu bewog, mit der seit 2024 auf den Straßen aktiven Bewegung und der daraus entstandenen Studierendenliste zu sympathisieren. Doch das, was als Auswuchs und Chaos erscheint, ist der ganz normale Stumpfsinn in einem Land der kapitalistischen Peripherie, am Rand zur Europäischen Union.
Wenn von europäischen Werten die Rede ist, sind niedrige Löhne, Privatisierung und die Unterordnung unter das Diktat des Stärkeren gemeint. In diesem Rahmen ist Korruption lediglich eine von vielen Formen, die geltenden Regeln umzusetzen. Die Studierendenliste hat die Hoffnung geweckt, dass es auch anders gehen könnte. Doch werden sich die Professoren und Akademiker, die mehrheitlich auf der Liste stehen, nicht gegen ihre eigenen Interessen stellen. Vielmehr droht Serbien eine »Expertenregierung«, die sich zwar an rechtsstaatliche Gepflogenheiten hält, um indes den neoliberalen Weg fortzusetzen – und dabei Kritik an den vermeintlich alternativlosen Entscheidungen als unvernünftig abtut. Das würde auch der EU gefallen, die nach der gleichen Weise funktioniert. Für Brüssel ist Serbien wie die anderen Balkanländer ein Quell günstiger Arbeitskräfte, eine Pufferzone für Geflüchtete und ein Lieferant günstiger Rohstoffe. Vor allem auf das Lithium haben es die EU, insbesondere die Bundesrepublik, abgesehen. Es würde nicht wundern, wenn das Rio-Tinto-Projekt bald wieder auf den Tisch käme. Dann müsste sich die Studierendenregierung entscheiden – zwischen den Interessen der Menschen in Serbien oder den besagten europäischen Werten.
E.AbuRizq--SF-PST