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Wadephul warnt in Rede bei Vereinten Nationen vor Risiken durch KI
In einer Rede vor der UN-Vollversammlung hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) vor den Risiken durch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) gewarnt. Es handle sich um eine Technologie, die die Wirtschaft von Staaten zu Fall bringen und Lebensgrundlagen bedrohen könne, wenn sie in falsche Hände gerate, sagte Wadephul am Samstag in seiner Ansprache bei der UN-Generaldebatte in New York.
KI habe das Potenzial, durch die Verbreitung von Falschinformationen Vertrauen auszuhöhlen und könne wichtige Infrastruktur gefährden. Im schlimmsten Fall könne sie Entscheidungen beeinflussen, die über den weltweiten Frieden und Sicherheit bestimmten, warnte der Außenminister. Gleichzeitig habe die Technologie großes Potenzial, die Wissenschaft und Wirtschaft voranzubringen.
Gemeinsam müssten die Mitglieder der Vereinten Nationen dafür sorgen, dass die KI "der Menschenwürde dient". Dafür müssten internationale Sicherheitsregeln aufgestellt werden. Statt freiwilliger Selbstverpflichtungen der KI-Unternehmen seien Transparenz und gemeinsame Standards notwendig, betonte Wadephul. Die KI-Entwickler müssten verpflichtet werden, ihre Modelle vor deren Veröffentlichung zu testen und Sicherheitslücken zu melden. Um die Einhaltung der Regeln zu gewährleisten, seien Kontrollen auf nationaler und regionaler Ebene erforderlich.
Zuletzt waren Forderungen nach einer langsameren Entwicklung von KI in den USA und in Europa lauter geworden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, sie werde die führenden KI-Firmen zu Beratungen darüber einladen, "einen Gang zurückzuschalten". KI-Größen wie die US-Unternehmen OpenAI und Anthropic hatten sich für ein Drosseln der Entwicklung ausgesprochen, US-Präsident Donald Trump und Meta-Chef Mark Zuckerberg lehnen dies hingegen ab.
J.AbuHassan--SF-PST