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Ukraine-Krieg: Merz sieht entscheidende "Wochen oder Monate"
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine weitere Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gegen Russland angemahnt. "Höchstwahrscheinlich liegen die entscheidenden Momente, vielleicht Wochen oder Monate vor uns, in denen es darum geht, die Freiheit und den Frieden unseres Kontinents zu verteidigen", sagte Merz am Montag beim EU-Arktis-Gipfel im finnischen Rovaniemi.
"Deshalb werde ich alles in meiner Macht Stehende tun, um unsere Unterstützung aufrechtzuerhalten und die Menschen davon zu überzeugen, dass dies in unserem eigenen Interesse liegt", betone der Kanzler.
Mit Blick auf den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt und den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien auch in anderen europäischen Ländern sagte Merz, er nehme Vorbehalte gegen die Unterstützung Kiews nicht nur in Ostdeutschland, sondern bundesweit wahr. "Wir diskutieren darüber, kommen immer wieder zu denselben Schlussfolgerungen, und jetzt müssen wir standhaft bleiben, bis dieser schreckliche Krieg vorbei ist", betonte er.
"Sollte Russland Erfolg haben, wird dies unvorhersehbare und beispiellose Folgen für uns alle haben, einschließlich Deutschland", fügte der Kanzler hinzu. Er sei "sehr entschlossen" und nicht bereit, "auch nur einen Zentimeter zurückzuweichen". Merz bezeichnete es als "unsere historische Pflicht, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um diesem Land dabei zu helfen, Frieden und Freiheit in Europa zu bewahren".
Russland hatte seine Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine zuletzt verstärkt. Am Sonntag griff die russische Armee Ziele nahe der Grenze zum EU- und Nato-Mitglied Polen an. Polnischen und ukrainischen Behörden zufolge traf eine Drohne die Lokomotive eines Passagierzugs auf der Strecke Kiew-Warschau.
T.Ibrahim--SF-PST