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Linke zu Ceuta: Deutschland muss Migranten aufnehmen
Die Linke hat Deutschland aufgefordert, Migranten aus der spanischen Exklave Ceuta aufzunehmen. "Jetzt zählt zuerst, dass niemand mehr stirbt", erklärte Fraktionsvize Clara Bünger am Freitag. Die Menschen müssten versorgt werden, medizinisch, mit Wasser und einem sicheren Ort. "Damit darf Spanien nicht allein bleiben. Deutschland und die EU stehen in der Pflicht, bei der Versorgung zu helfen und Schutzsuchende aufzunehmen."
"Wer glaubt, mit noch mehr Abschottung sei das Problem gelöst, irrt", betonte die innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag. "Solange es keine sicheren, legalen Wege gibt, werden Menschen weiter in Lebensgefahr getrieben."
Die Situation in Ceuta sei "keine Naturkatastrophe, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen", erklärte Bünger. "Menschen fliehen vor Krieg, Armut und Klimakrise. Höhere Mauern halten sie nicht auf, sie machen die Flucht nur tödlicher."
In den vergangenen Tagen haben nach spanischen Angaben rund 60.000 Menschen Ceuta von Marokko aus erreicht. 34 Menschen kamen nach Angaben der Regierung der Exklave ums Leben. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kehrten etwa 25.000 von ihnen bereits wieder nach Marokko zurück. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sprach von einem "Angriff" auf die territoriale Integrität seines Landes und machte von der "Schleusermafia" gestreute Gerüchte für den Ansturm verantwortlich.
P.AbuBaker--SF-PST