-
Treffen mit Sozialpartnern im Kanzleramt beendet - weitere Gespräche vereinbart
-
Medien: Brown-Wechsel zu Bayern vor Abschluss
-
Britischer Konzern Frasers bietet zwei Milliarden Euro für Hugo Boss
-
Bekannter Schweizer Soziologe Jean Ziegler ist tot
-
Infantino: Fall Artan "unglücklich"
-
Koalition berät mit Sozialpartnern über Reformen - Merz: "Lösungen im Dialog"
-
Papst Leo XIV.: Christen können Kriege nicht befürworten
-
Nordisch-WM 2031: FIS vertagt Oberstdorf-Entscheidung
-
Trump gibt 70 Milliarden Dollar für Abschiebungen frei
-
Macron: Selenskyj nimmt an Sitzung beim G7-Gipfel kommende Woche in Evian teil
-
Vor U-Ausschuss: Bill Gates bestreitet Verwicklung in Epsteins Missbrauchsfälle
-
Papst Leo XIV. feiert Messe in Basilika Sagrada Família in Barcelona
-
Trump unterstreicht: Werde bei WM sein
-
Koalition berät in Spitzentreffen mit Sozialpartnern über Reformen
-
Handball: DHB-Männer im WM-Eröffnungsspiel gegen Tunesien
-
Trump: Neuer Geheimdienstchef Pulte soll Personal abbauen
-
Tankrabatt läuft zum 1. Juli aus - Einigung von Union und SPD
-
Medizinische Kreise: Mindestens zwölf Tote bei israelischen Angriffen im Südlibanon
-
"Sie halten uns zum Narren": Trump kündigt weitere Angriffe auf den Iran an
-
Wadephul: Neue Sanktionen gegen Israel derzeit "nicht geboten"
-
Nach ausländerfeindlichen Protesten wächst in Belfast die Sorge vor neuer Gewalt
-
Vor Messe in Sagrada Família: Papst Leo besucht Gefängnis und Abtei bei Barcelona
-
Rheinland-Pfalz darf frühere Hilfen für Flughafen Frankfurt-Hahn nicht rückfordern
-
Feuerwehr rettet Entenküken aus Kanalisation in Bremerhaven
-
Slots für ausländische Airlines: Bundesregierung für Marktöffnung in der Luftfahrt
-
13 neue Richterinnen und Richter für Bundesgerichte gewählt
-
Rechte Vorfälle bei Bundestags-Planspiel mit Jugendlichen: Fraktionen fordern Aufklärung
-
Epstein-Skandal: Bill Gates im US-Kongress befragt
-
Wadephul: Deutschland und Ungarn wollen Beziehungen "neu aufstellen"
-
Armbrustattacken auf Vögel an Moselufer: Polizei identifiziert Verdächtigen
-
Finanzlage der Krankenkassen noch schlechter als bisher gedacht
-
Trump: Iran hat sich "zu viel Zeit gelassen" in den Verhandlungen
-
Islamistisches Imam-Mahdi-Zentrum aus Nordrhein-Westfalen bleibt verboten
-
Tödliche Schlägerei in Diskothek in Schleswig-Holstein: Lange Haftstrafe
-
Iran-Krieg: US-Inflation steigt im Mai auf Drei-Jahres-Hoch
-
Nach Kampfjet-Aus: Merz will mit Frankreich weiter an Luftkampfsystem arbeiten
-
Bundesregierung erhofft Reformkonsens bei Sozialpartner-Treffen
-
Anlagebetrug über Callcenter in Millionenhöhe: Lange Haftstrafe für Mann in Bayern
-
Beschleunigter Glasfaserausbau: Recht auf Anschluss soll ausgeweitet werden
-
Iran-Krieg: US-Inflation steigt im Mai auf 4,2 Prozent
-
Amnesty International wirft Israel "ethnische Säuberung" im Westjordanland vor
-
Drei Tote nach Hausbrand in brandenburgischem Friesack entdeckt
-
Ausschreitungen bei ausländerfeindlichen Protesten in Belfast - London kündigt harten Kurs an
-
Observation von Maddie-Verdächtigem nicht verlängert - Polizei legt Beschwerde ein
-
Bundesregierung strebt europäische Nachfolge für FCAS-Kampfjet an
-
Zwergflusspferd in Berliner Zoo heißt Brötchen
-
Prozess um mutmaßlichen Mord an US-Touristin ab 18. August in Koblenz
-
Hitze als neue Normalität: Vergangener Monat zweitwärmster Mai seit Beginn der Aufzeichnungen
-
Krankenkassen werfen Bund "Symbolpolitik" bei finanzieller Entlastung vor
-
Reisebus mit Schulkindern kollidiert mit Linienbus: Mehrere Verletzte in Bayern
Armut in Deutschland: Linke und Grüne werfen Regierung Tatenlosigkeit vor
Angesichts einer wachsenden Zahl von in Armut lebenden Menschen in Deutschland haben Linkspartei und Grüne der Bundesregierung Tatenlosigkeit vorgeworfen. Armut sei "längst auch eine Gefahr für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", sagte Linken-Fraktionschef Sören Pellmann am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Für immer mehr Menschen reichten die Löhne nicht mehr zum Leben aus. "Gute Instrumente dagegen" würden nicht genutzt. Ähnlich äußerten sich auch die Grünen.
Pellmann nannte einen "Mindestlohn von 15 Euro, eine Tariftreue, die öffentliches Geld an gute Arbeit bindet und kontrolliert wird, und eine Grundsicherung, die den Bedarf deckt, statt Armut zu festigen" als mögliche Instrumente gegen Armut. "Wer diese Instrumente liegen lässt und weiter kürzt, wird noch mehr Menschen in Armut schicken, anstatt sie dort rauszuholen."
Laut dem Armutsbericht des Paritätische Gesamtverbands sind rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland von Armut betroffen, die Armutsquote stieg damit auf 16,1 Prozent. Mit 19,5 Prozent ist inzwischen laut Verband fast jeder fünfte Mensch ab 65 Jahren betroffen, bei Frauen über 75 Jahren sind es 21,3 Prozent. Alleinlebende tragen mit 30,3 Prozent ein besonders hohes Armutsrisiko, Alleinerziehende mit 28,9 Prozent.
"Armut bedeutet Scham und Ausgrenzung für die Betroffenen", sagte Linken-Ko-Fraktionschefin Heidi Reichinnek AFP. Die Regierung interessiere sich nicht für diese Probleme "und lässt die Menschen im Stich". Statt in den aufeinanderfolgenden Krisen der letzten Jahre für Sicherheit zu sorgen, "sorgt sie noch zusätzlich für Unsicherheit, indem sie alle Sozialsysteme in Frage stellt, die über Jahrzehnte erkämpft wurden".
Die Regierung sei auch nicht bereit, "das reichste Prozent angemessen an den Kosten der Gesellschaft zu beteiligen", sagte Reichinnek. Es brauche Reformen zum Wohle der Mehrheit, wie ein Rentensystem, "in das alle Erwerbstätigen einzahlen" sowie eine deutliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen oder eine "echte Kindergrundsicherung". "Die Konzepte sind da, doch es braucht eine Regierung, die Armut als das erkennt, was sie ist: eine politische Entscheidung, gegen die man etwas unternehmen kann."
"Der Armutsbericht des Paritätischen ist ein Armutszeugnis für die Bundesregierung", sagte Grünen-Fraktionschefin Haßelmann AFP. "Die Armut in Deutschland wächst weiter, doch diese Koalition hat darauf keine Antwort." Die Bundesregierung müsse "den Anspruch haben, Armut in unserem Land entschlossen zurückzudrängen – und diese nicht zum politischen Normalzustand werden zu lassen".
Statt wirksame Maßnahmen gegen Armut und faire Chancen auszubauen, würden diese zusammengestrichen, kritisierte Haßelmann. "Die Kürzungen bei der Unterstützung für Alleinerziehende und der Kinderbetreuung, beim Wohngeld, die Absage der vereinbarten BAföG-Reform, die halbherzigen Reformpläne bei Pflege- und Krankenversicherung: Sie alle verschärfen Ungleichheit und Armut, statt sie zu bekämpfen."
V.AbuAwwad--SF-PST