-
Nach Fischsterben in der Oder: Vollständige Regeneration dauert noch Jahre
-
Trump droht Frankreich mit 100-Prozent-Zoll auf Wein wegen Digitalsteuer
-
Nach Messerangriff auf Lehrerin in Essen: Prozess gegen 18-Jährigen in Düsseldorf
-
Wechsel perfekt: Real Madrid holt Cucurella
-
Demenzfälle könnten in Deutschland bis 2060 auf über zwei Millionen steigen
-
Kanzler Merz würdigt Soldatinnen und Soldaten zum Nationalen Veteranentag
-
Top-Quote für ARD: 23,43 Millionen Fans sehen DFB-Auftaktsieg
-
Ölbranche rechnet mit sinkenden Spritpreisen - aber keine Normalisierung erwartet
-
Marburger Bund strikt gegen Reform des Arbeitszeitgesetzes
-
USA und Iran einigen sich auf Rahmenabkommen - Straße von Hormus soll freigegeben werden
-
Iran-Abkommen und Angriffe auf Kiew dürften Gespräche zum G7-Gipfelauftakt prägen
-
"Teilweise faschistische Regierung": Göttlich prangert USA an
-
Zeitung: Steigende Gefangenenzahlen führen zu Engpass im Strafvollzug
-
Bildungsministerin Prien: Kinder im Vorschulalter stärker in den Fokus nehmen
-
Hoffnung wegen US-Iran-Abkommens: Ölpreis sinkt - Börsen im Aufwind
-
Vier Jahre Haft für Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wegen Vergewaltigungen
-
Baden-Württemberg: Radrennfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Katze
-
Argentinische Menschenrechtsaktivistin Taty Almeida mit 95 Jahren gestorben
-
Ukrainische Regierung: Neun Tote und Kathedralenbrand in Kiew bei russischen Angriffen
-
Rahmenabkommen zwischen Iran und USA vereinbart - Unterzeichnung für Freitag geplant
-
Arbeitszeitgesetz: SPD-Parlamentsgeschäftsführer erwartet Einigung mit der Union
-
Millionen-Duo sticht: Schweden startet erfolgreich
-
Carolina Hurricanes gewinnen den Stanley Cup
-
"Tut einfach weh": Enttäuschte Berliner wollen wiederkommen
-
"Haben schon gesprochen": Zverev winkt Wiedersehen mit Cobolli
-
Nach Torparty: Nagelsmann beschwört Teamgeist
-
Trump feiert 80. Geburtstag mit Käfigkampf und Iran-Einigung
-
Justizministerin Hubig will Unterwanderung von Gerichten durch rechtsextreme Schöffen verhindern
-
G7-Gipfel beginnt mit Beratungen zu internationalen Krisen
-
EU nimmt Verhandlungen in Beitrittsgesprächen mit der Ukraine und Moldau wieder auf
-
EU-Außenminister beraten in Luxemburg über Ukraine-Hilfen und Nahost
-
Urteilsverkündung gegen Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit
-
Ukrainische Regierung: Fünf Tote bei russischen Angriffen in Charkiw
-
Weißes Haus: Käfigkampf-Veranstaltung zu Trumps 80. Geburtstag hat begonnen
-
Last-Minute-Tor: Elfenbeinküste gewinnt Duell der DFB-Gegner
-
UN-Generalsekretär Guterres nennt Iran-Abkommen "entscheidenden Schritt"
-
Trump: Straße von Hormus soll Freitag zur Minenräumung öffnen
-
Merz begrüßt Einigung auf Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA
-
Macron: G7-Staaten werden über dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus beraten
-
Zwei Führungen verspielt: Niederlande nur mit Remis gegen Japan
-
Trump und Vermittler Pakistan verkünden Einigung auf Abkommen zu Iran-Kriegsende
-
Irans Nationalmannschaft in den USA gelandet
-
Medien: Khedira wird bei Real Co-Trainer unter Mourinho
-
Klopp bereut "Noch"-Spruch: "Hätte mir aufs Maul hauen können"
-
"Den Zwerg überrollt": Pressestimmen zum deutschen WM-Auftakt
-
Kein Problem in Houston: DFB-Raketenstart gegen Curacao
-
Schweizer stimmen gegen Begrenzung von Einwohnerzahl
-
Proteste und Ausschreitungen in Genf vor G7-Gipfel in Evian
-
Selenskyj will bei G7-Gipfel mit Trump über Ukraine-Krieg sprechen
-
Unterzeichnung von Abkommen zu Iran-Krieg weiter ungewiss - Israel greift Beirut erneut an
Schlappe für Koalition: Bundesrat stoppt geplante 1000-Euro-Entlastungsprämie
Dämpfer für die schwarz-rote Koalition: Der Bundesrat hat die geplante 1000-Euro-Entlastungsprämie gestoppt. Der dazugehörige Gesetzentwurf bekam am Freitag in der Länderkammer keine Mehrheit. Mehrere Länder kritisierten die zusätzliche Belastungen, die sich durch die Steuerausfälle für sie und die Gemeinden ergeben hätten. Die Opposition sieht im Scheitern der Prämie ein Fiasko für die Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU).
Baden-Württembergs scheidender Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) warf der Bundesregierung vor, regelmäßig Gesetze zu verabschieden, für deren Folgekosten sie nicht aufkomme. "Die Kosten bleiben dann bei Ländern und Kommunen hängen", kritisierte Kretschmann. Der Grünen-Politiker äußerte den Eindruck, dass beim Bund "das Gespür für einen gut funktionierenden Föderalismus weitgehend abhanden gekommen" sei.
Der Plan der Bundesregierung sah vor, Unternehmen durch die Gesetzesänderung die Möglichkeit zu geben, ihren Beschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Prämie von 1000 Euro zu zahlen. Für die Länder und Kommunen wäre dies mit Einnahmeausfällen verbunden gewesen. Eine Gegenfinanzierung hatte die Koalition lediglich in Form einer höheren Tabaksteuer vorgesehen, die aber alleine dem Bund zugute kommt.
Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) kritisierte, dass der Bund nur eine Gegenfinanzierung "bei sich selbst" geplant habe. Die Bundesregierung habe sich der Forderung verweigert, bei Ländern und Kommunen für einen Ausgleich zu sorgen. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) betonte: "Die geplanten Maßnahmen kosten alle Geld und belasten unsere Haushalte."
Nach dem Nein des Bundesrats haben Bundesregierung oder Bundestag die Möglichkeit, den Vermittlungsausschuss anzurufen. "Über die weiteren Verfahrensschritte wird die Bundesregierung zeitnah entscheiden", sagte Vizeregierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. Er kündigte Gespräche mit den Ländern an, zudem werde der Koalitionsausschuss kommende Woche über das weitere Vorgehen beraten.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) forderte Merz auf, nun ein großes Reform-Gesamtpaket auf breiter politischer Grundlage vorzubereiten. Der Entlastungs- und Reformbedarf in Deutschland habe "eine Dimension erreicht, wo es notwendig ist, dass der Kanzler mit den Ministerpräsidenten zusammenkommt und auch mit den Sozialpartnern, um umfangreiche Maßnahmen zu besprechen", sagte Schwesig.
Mit einer Entlastungsprämie sei es nicht getan, betonte Schwesig. "Einzelmaßnahmen alleine helfen uns nicht mehr weiter." Nötig sei eine Einkommensteuerreform zur Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen.
Die Grünen sehen den Kanzler nach der Niederlage im Bundesrat geschwächt. "Wenn die eigenen CDU-Ministerpräsidenten die Krisenpolitik des Kanzlers stoppen, dann ist das ein Fiasko für Friedrich Merz persönlich", sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge. "Diese Koalition muss zurück in die Montagehalle. Da fällt gerade alles auseinander, was auseinanderfallen kann."
Von der "unfähigsten Bundesregierung aller Zeiten" sprach Linken-Ko-Chefin Ines Schwerdtner. Statt frühzeitig mit den Ländern und Kommunen "pragmatische Lösungen zur Entlastung der Menschen zu finden", würden "Gesetze halb fertig präsentiert und scheitern anschließend am Widerstand im Bundesrat".
Aus der SPD kam hingegen Kritik an der Entscheidung des Bundesrats. Fraktionsvize Wiebke Esdar kritisierte das Votum als "unverständlich", weil damit eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger verhindert werde. Die Koalition werde sich "weiterhin dafür einsetzen, dass notwendige Entlastungen schnellstmöglich Realität werden".
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) zeigte sich enttäuscht über das Votum des Bundesrats. Auch wenn viele Unternehmen die Prämie nicht hätten zahlen können, wäre sie doch "ein zusätzlicher Weg zur Unterstützung von Beschäftigten gewesen", sagte die SoVD-Vorstandschefin Michaela Engelmeier den Funke-Zeitungen.
Für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) kommt das Prämien-Aus hingegen "nicht überraschend". Die Entscheidung zeige: "Entlastungsversprechen scheitern, wenn ihre Finanzierung nicht verbindlich geregelt ist", erklärte AWO-Vorstand Marvin Deversi.
Von einer "erforderlichen Notbremsung", sprach der Präsident der Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian. Eine gut gemeinte Prämie dürfe nicht zu zusätzlichen Kosten für die Unternehmen führen.
Neben den Arbeitgebern stieß die geplante Prämie auch auf Seiten der Gewerkschaften auf große Vorbehalte. Letztere argumentieren, dass es sich lediglich um eine Einmalzahlung handelt, die nicht zu einer dauerhaften Gehaltssteigerung für die Beschäftigten führt, sondern möglicherweise in Konkurrenz zu einer linearen Anhebung der Bezüge steht.
F.Qawasmeh--SF-PST