-
David Beckham bekommt Stern auf Hollywoods "Walk of Fame"
-
Rheinmetall-Chef warnt vor Scheitern des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS
-
Dobrindt warnt vor Drohnenangriffen auf Bundestag und weitere Verfassungsorgane
-
Teheran: Vereinbarung mit den USA könnte "in den kommenden Tagen" unterzeichnet werden
-
Ohne verletzten Davies: Kanada rettet spätes Remis
-
Regierung in Kuba öffnet weitere Wirtschaftssektoren für Privatunternehmen
-
BBL: Bayern legt im Finale vor
-
Erste Pride-Parade in Tel Aviv seit Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023
-
Pakistan: USA und der Iran verständigen sich auf Endfassung von Friedensvereinbarung
-
Ghanas Partey wird Einreise nach Kanada verwehrt
-
Rekord-Börsengang von SpaceX macht Musk zum ersten Billionär
-
Kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen erreicht Kuba
-
Pakistan: USA und der Iran einigen sich auf Endfassung von Friedensvereinbarung
-
Putin: Ukraine will Russen mit Drohnenangriffen "spalten"
-
SpaceX-Aktie nach Börsenstart auf Höhenflug - Musk erster Billionär der Welt
-
EU einigt sich im Streit um Flugpassagierrechte - nur kleine Änderungen
-
Klose sicher: Mein Torrekord fällt
-
Monaco-Podium: Mercedes, Red Bull und McLaren unzufrieden
-
WHO: Ebola-Ausbruch weitet sich auf neue Gebiete im Nordosten des Kongo aus
-
Medien: Werner in Leipzig vor dem Aus - Demichelis Kandidat
-
Trump: Von Teheran gestreuter Entwurf eines Abkommens "entbehrt jeglicher Realität"
-
Auftakt zum SpaceX-Börsengang: Musk stellt Mars-Mission in Aussicht
-
Bundesrat fordert Änderungen am neuen Heizungsgesetz - aber keine scharfe Kritik
-
Tierorakel zu Fußballweltmeisterschaft vor erstem Deutschland-Spiel uneins
-
Franzosen nehmen Abschied von Ex-First Lady Bernadette Chirac
-
KI statt Krake: Fans setzen nun oft auf Tech statt Tier bei WM-Vorhersagen
-
Iran pocht bei Abkommen über Kriegsende auf Urananreicherung und Hormus-Kontrolle
-
Heftige Kritik in Bundestag und Bundesrat an geplanter Gesundheitsreform
-
Traum von Titelverteidigung geplatzt: Maria scheitert an Rybakina
-
Gericht: Rassistische Chats von Beamten nicht automatisch Verstoß gegen Verfassungstreue
-
Nach Schmuckfund: Weitere Ermittlungen gegen Spaniens Ex-Regierungschef Zapatero
-
Beschwerde von Polizei erfolgreich: Observation von Maddie-Verdächtigem verlängert
-
Tod von Zweijähriger in Halle: Vater zu fünf Jahren Haft verurteilt
-
Meister der strahlenden Farben: David Hockney mit 88 Jahren gestorben
-
Bildungsminister: Kinder in Umgang mit sozialen Medien stärken
-
"Toi, toi, toi": Kanzler Merz wünscht DFB-Team viel Erfolg
-
Papst: "Wir sind alle Migranten"
-
Bundesrat billigt Apothekenreform - mehr Angebote für Kunden vorgesehen
-
FIA lenkt ein: Gasly bekommt Monaco-Podest zurück
-
Nach Tod zweier Patienten: Verurteilung von Arzt in Berlin wird neu verhandelt
-
Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter: Gericht sieht keine Gründe für Mordanklage
-
Nach Etappensieg: Van Aert beendet Tour-Generalprobe vorzeitig
-
Bericht: USA wollen Nato-Partnern deutlich weniger Kampfjets zur Verfügung stellen
-
Thailändische Prinzessin Bha nach Jahren im Koma gestorben
-
Stadt Brüssel verbietet Leihroller wegen zahlreicher Unfälle
-
Britischer Künstler David Hockney gestorben
-
Bundesrat will Handel mit Besitztümern von NS-Opfern verbieten
-
Fußfessel für Täter: Bundesrat billigt Gesetz zu besserem Gewaltschutz für Frauen
-
Rentenerhöhung um 4,24 Prozent tritt zum 1. Juli in Kraft
-
Österreich träumt vom Titel: Rangnick-Team bei Umfrage vorne
Rekord-Beteiligung bei international beachteter Parlamentswahl in Ungarn
In einer international beachteten Richtungswahl entscheiden die Ungarn am Sonntag über die Zukunft ihres Landes. Nach 16 Jahren als Regierungschef könnte Viktor Orban seinen Posten verlieren, da seine rechtsnationalistische Fidesz-Partei zuletzt deutlich hinter der Tisza des konservativen Oppositionspolitikers Peter Magyar lag. Bei seiner Stimmabgabe warnte Orban einmal mehr vor einem "Verlust der Unabhängigkeit" an die EU. Magyar versprach ein Ende der Korruption und des wirtschaftlichen Niedergangs.
Bis zum Mittag erreichte die Wahlbeteiligung bereits einen Rekordwert. Bis 13.00 Uhr hätten 54,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte das nationale Wahlbüro mit. Bei den Wahlen im Jahr 2022 habe die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt lediglich bei 40,1 Prozent gelegen. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten von langen Schlangen vor zahlreichen Wahllokalen, die um 19.00 Uhr schließen sollten. Erste vorläufige Ergebnisse wurden gegen 20.00 Uhr erwartet.
Bei einem knappen Ergebnis könnte die Auszählung bis kommenden Samstag dauern. Wahlberechtigt waren 7,5 Millionen Bürger in Ungarn und mehr als 500.000 Auslandswähler. Erwartet wurde eine hohe Wahlbeteiligung von bis zu 80 Prozent.
"Glücklicherweise haben wir viele Freunde in der Welt - von den USA über China und Russland bis zur türkischen Welt", erklärte Orban nach seiner Stimmabgabe. Im Wahlkampf hatte er massive Unterstützung von der US-Regierung erhalten. Nach US-Außenminister Marco Rubio war auch US-Vizepräsident JD Vance noch kurz vor der Wahl nach Budapest gereist und gemeinsam mit ihm aufgetreten. Auch US-Präsident Donald Trump hatte offensiv für den langjährigen Regierungschef geworben.
Bis zuletzt hatte Orban offen gelassen, ob er nach einer Wahlniederlage sein Amt tatsächlich abgeben würde und vor einer Einmischung fremder Geheimdienste gewarnt. "Der Willen des Volkes muss auf jeden Fall befolgt werden", sagte er dazu nach seiner Stimmabgabe.
Magyar rief die Ungarn dazu auf, zahlreich ihre Stimme abzugeben. "Wir müssen uns entscheiden zwischen dem Osten und dem Westen, zwischen Propaganda und aufrichtigen öffentlichen Debatten, zwischen Korruption und einer sauberen Regierung", sagte er nach der Stimmabgabe. Der "Alptraum der vergangenen Jahre" müsse endlich ein Ende haben. Er versprach darüber hinaus, blockierte EU-Hilfen frei zu machen und den wirtschaftlichen Niedergang zu stoppen.
Orban regiert Ungarn seit 2010 ununterbrochen, nachdem er das Land bereits zwischen 1998 bis 2002 geführt hatte. Kritiker werfen dem 62-jährigen Langzeit-Regierungschef vor, Ungarn mit einem autoritären Kurs in eine "illiberale Demokratie" zu verwandeln. Sein Ansehen bei der Bevölkerung leidet zudem unter Korruption und wirtschaftlicher Stagnation.
Der 45-jährige Magyar, früher selbst Fidesz-Mitglied, verspricht den Ungarn einen politischen Wandel, Verbesserungen im Gesundheitswesen und bei der Bildung sowie einen entschlossenen Kampf gegen Korruption. Er steht für einen pro-westlichen Kurs und will Ungarn nach eigenen Angaben zu einem verlässlichen Nato- und EU-Partner machen.
An den Wahllokalen trafen am Morgen nach und nach immer mehr Wähler ein. Der 18-jährige David Banhegyi gab in Budapest seine Stimme für Tisza ab. "Jetzt ist unsere letzte Chance, uns endgültig für den Osten oder den Westen zu entscheiden", sagte der Erstwähler der Nachrichtenagentur AFP. "Wollen wir eine normale Demokratie sein oder uns nach Osten wenden, und zwar ohne Möglichkeit zur Umkehr?"
Aus Sicht der 31-jährigen Wählerin Maria Toth ist es dagegen wichtig, dass Orban an der Macht bleibt. Sie habe "das Gefühl, dass Ungarn von so vielen Seiten unter Beschuss steht und Großmächte wie Brüssel versuchen, uns vorzuschreiben, wie wir zu leben haben", sagte die zweifache Mutter AFP. "Wenn er verliert, mache ich mir Sorgen um die Zukunft meiner Kinder."
Die Parlamentswahl in Ungarn gilt auch für die EU als richtungsweisend: Orban liegt bei vielen Themen mit der EU-Kommission und den anderen EU-Staaten über Kreuz. So blockiert Ungarn weiter EU-Hilfen für die Ukraine. Im Wahlkampf hatte Orban immer wieder versucht, das Nachbarland als "feindlich" gegenüber Ungarn darzustellen.
Experten zufolge versuchte Russland, den Wahlkampf zu Gunsten von Orban zu beeinflussen. Orban seinerseits bezeichnete seinen Rivalen Magyar als "Marionette" der EU - und warf der Ukraine vor, Ungarn in den Krieg gegen Russland hineinziehen zu wollen.
I.Matar--SF-PST