-
Trump: Pläne zu Angriffen auf iranische Kraftwerke nach "sehr guten" Gesprächen vertagt
-
Ölpreis sinkt drastisch - Europas Börsen nach Trump-Ankündigung wieder im Plus
-
U21 ohne Collins und Aseko - Baur nachnominiert
-
Zwei Tote und dutzende Verletzte nach Kollision auf New Yorker Flughafen LaGuardia
-
Gericht: Todespfleger Niels Högel bleibt mindestens 28 Jahre in Haft
-
Gesetzliche Krankenversicherung: Kassen sehen Ausgaben- und nicht Einnahmeproblem
-
Apothekenpleiten auf höchstem Stand seit 2008 - Branche aber vergleichsweise stabil
-
Nach Wahldebakel in Mainz: SPD-Spitze setzt auf Reformen statt Personaldebatten
-
DFB-Elf: Stiller und Führich für Pavlovic und Nmecha
-
Kein früheres Verbrenner-Aus für BMW und Mercedes: Klimaklagen scheitern am BGH
-
Früherer französischer Regierungschef Jospin im Alter von 88 Jahren gestorben
-
Urteil aus Hessen: Mentorin darf als "toxisch" bezeichnet werden
-
Scharfe Handgranate unter Auto vor Einfamilienhaus in Niedersachsen entdeckt
-
Auf Abschiedstour: Popp fehlt dem VfL "einige Wochen"
-
Presse: Koalition könnte kostenlose Krankenversicherung für Ehepartner abschaffen
-
Prozess gegen mutmaßlichen Huthi-Rebell in München begonnen
-
Rückschlag für Nmecha: "Mehrere" Wochen Pause
-
Osterferien beginnen in zehn Bundesländern: ADAC warnt vor zahlreichen Staus
-
UNO schlägt Alarm: Die vergangenen elf Jahre waren die heißesten der Geschichte
-
Abkommen mit Australien: Von der Leyen will Rohstoffe für Unternehmen sichern
-
Einzelhandel geht von 4900 Ladenschließungen in diesem Jahr aus
-
FDP-Wahldebakel: Jungliberale fordern Rücktritt der Parteispitze
-
Wal an Ostseeküste Schleswig-Holsteins gestrandet - Tier soll gerettet werden
-
SPD-Generalsekretär gegen Klingbeil-Ablösung und will auch selbst im Amt bleiben
-
Früherer französischer Regierungschef Lionel Jospin im Alter von 88 Jahren gestorben
-
Erntemenge und Anbaufläche von Spargel in Deutschland rückläufig
-
Studie: Geringere Zufriedenheit bei verpflichtender Rückkehr aus Homeoffice
-
Mann tötet Frau und verletzt 13-jährige Tochter in Hannover lebensgefährlich
-
Zwei Tote und mehrere Verletzte nach Kollision auf New Yorker Flughafen LaGuardia
-
Prozess zum schwersten Zugunglück in Griechenland mit 57 Toten begonnen
-
Rehlinger will nicht SPD-Chefin werden - Miersch verteidigt Klingbeil und Bas
-
Bilger nach Landtagswahl: Parteiinterne Debatten halten nur Reformarbeit auf
-
NBA: Erneutes Triple Double für Jokic
-
Regierung: Stromnetz in Kuba vollständig wiederhergestellt
-
Pro-iranische Miliz im Irak verlängert Pause von Angriffen auf US-Botschaft in Bagdad
-
Medien: Book Kandidat auf Kehl-Nachfolge
-
Undav in Topform zum DFB: "Ich will spielen"
-
Iran-Krieg: EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung
-
Spitzengremien der Bundesparteien beraten über Ergebnis der Landtagswahl
-
Von der Leyen reist zu Gesprächen über Handelsabkommen nach Australien
-
Prozess zum schwersten Zugunglück in Griechenland mit 57 Toten beginnt
-
Nordkoreas Parlament ernennt Machthaber Kim erneut zum Präsidenten
-
IEA-Chef warnt vor womöglich schwerster Energie-Krise seit Jahrzehnten
-
Teilergebnis: Liberale knapp vor Konservativen bei Wahl in Slowenien
-
Rheinland-Pfalz: Schweitzer lässt politische Zukunft nach Niederlage offen
-
Libanesischer Regierungschef: Iranische Revolutionsgarden befehligen Hisbollah
-
CDU gewinnt Landtagswahl in Rheinland-Pfalz mit klarem Abstand zu SPD
-
Sondierungsgespräche von Grünen und CDU in Baden-Württemberg beginnen am Dienstag
-
Teilergebnis: Liberale und Konservative bei Wahl in Slowenien fast gleichauf
-
Miami: Drittrunden-Aus für Alcaraz
Früherer französischer Regierungschef Jospin im Alter von 88 Jahren gestorben
Der frühere französische Regierungschef Lionel Jospin ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren, wie seine Familie am Montag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Der langjährige Chef der sozialistischen Partei war von 1997 bis 2002 Premierminister. Er zog sich aus der Politik zurück, nachdem er bei der Präsidentschaftswahl 2002 eine bittere Niederlage erlitt und in der ersten Runde vom Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen überraschend aus dem Rennen geworfen wurde. Jospin pflegte die deutsch-französische Freundschaft in seiner Zusammenarbeit mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).
"Jospin zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten Frankreichs", schrieb Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X. "Durch seine Prinzipientreue, seinen Mut und sein Streben nach Fortschritt stand er für eine hohe Idee der Republik", fügte er hinzu. Der sozialistische Parteichef Olivier Faure nannte Jospin "eine Quelle der Inspiration, ein Vorbild der Aufrichtigkeit". Der Ex-Premier habe in seiner Zeit bereits ein links-grünes Bündnis an die Macht gebracht und zahlreiche Reformen angestoßen, die das Leben der Französinnen und Franzosen bis heute prägten, fügte er hinzu.
Der linskpopulistische Parteichef Jean-Luc Mélenchon, der unter Jospin zeitweise Bildungsminister war, nannte den Verstorbenen "eine intellektuelle Größe in einer Welt, die aus dem Ruder lief". Die rechtspopulistische Fraktionschefin Marine Le Pen nannte ihn einen "politischen Gegner, den wir bekämpft haben", der aber zugleich "eine integre Persönlichkeit der Linken" gewesen sei.
Jospin wuchs in Paris auf und besuchte die Elite-Verwaltungshochschule ENA. Der damalige sozialistische Parteichef François Mitterrand wurde sein Mentor, der ihm den Aufstieg in der Partei ermöglichte. Als Mitterrand Präsident wurde, folgte Jospin ihm als Parteichef und übernahm zudem vier Jahre lang das Amt des Bildungsministers.
Als der konservative Präsident Jacques Chirac 1997 Neuwahlen ausrief, gewann überraschend die Linke, und Jospin wurde zum Premierminister ernannt. Damit war er Teil einer sogenannten Kohabitation, in der Präsident und Regierungschef unterschiedlichen Lagern angehören.
Jospin setzte während seiner Amtszeit insbesondere die 35-Stunden-Woche durch. Zu seinen Errungenschaften zählen zudem die allgemeine Krankenversicherung und die eingetragene Lebenspartnerschaft (Pacs), die ein erster Schritt in Richtung Ehe für gleichgeschlechtliche Paare war. Jungen Menschen erleichterte er den Weg in den Arbeitsmarkt mit subventionierten Verträgen. Jospin blieb fast fünf Jahre im Amt, für französische Verhältnisse eine ungewöhnlich lange Zeit.
Mit Blick auf das deutsch-französische Verhältnis lehnte er eine exklusive Partnerschaft ab, sprach sich aber für eine enge Zusammenarbeit aus. 1999 hielt Jospin die Laudatio auf den britischen Premierminister Tony Blair, der in Aachen den Karlspreis verliehen bekam. Darin erwähnte er den deutsch-französischen Elyséevertrag, der beide Länder zu einem "so eng wie nur denkbar vereinten Paar" mache, das "durch einen nie nachlassenden politischen Willen zusammengeschweißt" sei.
2002 trat Jospin ein zweites Mal bei der Präsidentenwahl an und galt zeitweise als Favorit. Überraschend kam der Sozialist dann aber nur auf den dritten Platz und musste zusehen, wie der rechtsextreme Parteichef des Front National, Jean-Marie Le Pen, in die Stichwahl einzog. "Ich übernehme die volle Verantwortung für dieses Scheitern und ziehe mich aus dem politischen Leben zurück", sagte Jospin nach der ersten Wahlrunde - und rief dazu auf, für seinen Rivalen Chirac zu stimmen, um einen Wahlsieg Le Pens zu verhindern.
Jospin hatte zwei Kinder aus seiner ersten Ehe mit Elisabeth Dannanmuller und heiratete 1994 die Philosophin Sylviane Agacinski. Bei der Präsidentschaftswahl 2022 unterstützte er in der ersten Runde die sozialistische Kandidatin Anne Hidalgo und in der zweiten Runde Emmanuel Macron. Im Januar hatte er bekannt gegeben, sich einer "schweren Operation" unterzogen zu haben, die aber gut verlaufen sei.
Y.Shaath--SF-PST