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Wadephul: Rubios Rede unterstreicht "gemeinsame Basis zwischen den USA und Europa"
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat den Auftritt seines US-Kollegen Marco Rubio bei der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) positiv bewertet. "Das war eine Rede, wie ich sie von Minister Rubio erwartet habe", sagte Wadephul am Samstag bei einer Podiumsdiskussion bei der MSC. Er kenne Rubio schon länger. "Wir wissen, dass er ein echter Partner ist."
Der Deutschen Welle sagte der Minister, Rubios Auftritt unterstreiche "unsere gemeinsame Basis zwischen den USA und Europa". Die Rede habe verdeutlicht, dass "wir kulturelle Bindungen haben, dass wir eine gemeinsame Sprache haben, dass wir eine gemeinsame demokratische Grundlage haben", fügte Wadephul hinzu. "Das ist ein Engagement, das Europa annehmen sollte und das uns dazu veranlassen sollte, darüber nachzudenken, was wir tun sollten, was unser Beitrag ist, um erfolgreich zu sein."
Rubio hatte in seiner Rede betont, die USA wollten ein "starkes" Europa als Verbündeten. "Wir gehören zusammen", fügte er hinzu und schlug damit einen anderen Ton an als US-Vizepräsident J.D. Vance ein Jahr zuvor. Allerdings machte auch Rubio deutlich, dass die USA von den Europäern verlangten, für ihre eigene Verteidigung zu sorgen und der rigorosen Politik Trumps gegen "Massenmigration" zu folgen.
Wadephul äußerte Verständnis für Rubios Äußerungen zu den negativen Auswirkungen der "Massenmigration" nach Europa und in die USA. "Er hat das angesprochen, und natürlich sehen wir, dass viele Regierungen in Europa ebenfalls mit diesem Problem zu kämpfen haben und Gegenmaßnahmen ergreifen, wie beispielsweise Deutschland", sagte er der Deutschen Welle. "Wir sind da auf einer Linie."
Rubios Äußerungen zum Klimawandel habe er so verstanden, "dass wir flexible Antworten geben müssen und nicht dogmatisch sein dürfen", sagte Wadephul. "Natürlich würde ich nicht sagen, dass sich unsere Prioritäten zu 100 Prozent mit denen der USA decken, aber ich würde sagen, dass dies wirklich eine gemeinsame Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft zwischen den Vereinigten Staaten und Europa ist."
Mit Blick auf den von US-Präsident Donald Trump gegründeten "Friedensrat", der in Konkurrenz zu den Vereinten Nationen weltweit Konflikte lösen soll, ging Wadephul auf Distanz zu den USA. Er rief in München dazu auf, "an unserer auf internationalen Regeln basierenden Ordnung festzuhalten". Dies betreffe insbesondere die Vereinten Nationen. "Das ist unser Friedensrat."
Rubio hatte den Vereinten Nationen seiner Rede vorgeworfen, bei der Lösung internationaler Konflikte außen vor zu sein. Sie spielten dabei "praktisch keine Rolle", sagte er.
F.AbuZaid--SF-PST