-
Kriegsverbrechensvorwürfe auf Facebook: Gericht senkt Ordnungsgeld gegen Meta ab
-
Von Wahl in Niedersachsen ausgeschlossen: Auch AfD-Vizelandeschef scheitert vor Gericht
-
Konjunkturerwartungen von Finanzexperten ziehen weiter an
-
Präsidentschaftswahl in Frankreich: Justizminister verzichtet auf Kandidatur
-
Zentrum Drohnensicherheit eröffnet - Dobrindt: Zentraler Baustein bei Abwehr
-
Bis 2031: BVB holt Veerman aus Eindhoven
-
Trump und Weißes Haus attackieren US-Journalistin wegen Frage zu Präsidenten-Mitarbeiterin
-
Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr
-
204.000 Tonnen weniger als im Vorjahr: Apfelernte voraussichtlich schlecht
-
Behörden: Feuerwehr will Brand im Osten Belgiens "endgültig einkreisen"
-
Drohende Gesundheitsgefahr durch Brand im Hohen Venn für Anwohner
-
Hessen verbietet israelfeindlichen Palästina-Verein
-
Bauernpräsident: Wetterumschwung rettet Ernte kaum
-
IMK-Vorsitzender Grote fordert klarere Strategie bei Drohnenabwehr
-
Matthäus sieht Kane als Hauptanwärter für Ballon d'Or
-
US-Regierung legt Bau von Grenzschutzanlage in Nationalpark in Texas auf Eis
-
Stärkster Anstieg seit 2016: 15 Prozent mehr Baugenehmigungen im ersten Halbjahr
-
Sachsen-Anhalts Regierungschef Schulze warnt vor Wahl des BSW
-
Landwirtschaftsminister Rainer: Lebensmittel werden wegen Dürre nicht sofort teurer
-
Erdbeben in Kolumbien: Shakira verspricht Hilfe beim Wiederaufbau von Schulen
-
Behörden: Region Moskau von 620 ukrainischen Drohnen ins Visier genommen
-
"Hat Spaß gemacht": Williams-Schwestern verlieren bei Comeback
-
Zverev beim Masters in Cincinnati im Achtelfinale
-
Südkoreas Präsident Lee: Manöver mit den USA sind nicht gegen Nordkorea gerichtet
-
Stress mit Olympia-Held Kukuk? "Darf keine Rolle spielen"
-
Organspende-Diskussion: CSU-Gesundheitsexperte zieht Vergleich zu Corona
-
Wahlkommission in Sambia: Präsident Hichilema für zweite Amtszeit wiedergewählt
-
Minister Dobrindt und Bär weihen neues Zentrum zur Drohnenabwehr ein
-
Social-Media-Sucht: Eröffnungsplädoyers im wegweisenden US-Prozess gegen Meta
-
Mordfall Tupac Shakur: Anklage spricht von Rache-Tat - Verteidigung widerspricht
-
Moskau droht London nach Bericht über Einsatz britischer Drohnen in Russland
-
Kushner: Gespräche mit dem Iran verlaufen "sehr positiv"
-
Generative KI in der Weiterbildung: Masterarbeit zeigt neue Rolle von Lehrenden auf
-
Verhandlungsbeginn im Mordfall Tupac Shakur - Anklage spricht von Tat aus Rache
-
Wasserstand in zwei größten Stauseen der USA auf Rekord-Tief gesunken
-
Kushner: Fortschritte bei Umsetzung von Gaza-Friedensplan in 30 Tagen möglich
-
Kurdischer Regierungschef im Irak macht Iran für Angriff auf sein Büro verantwortlich
-
"Bärenstarke Leistung": Hockey-Männer in der Zwischenrunde
-
Streit mit Bundesspitze: Thüringer BSW-Vorstand kündigt Sonderparteitag an
-
Härtetest bestanden: Hockey-Männer in der Zwischenrunde
-
Trump deutet Kontakte mit Nordkoreas Machthaber Kim an
-
FIFA trennt sich von Betriebsdirektor Lamour
-
Haus-Belagerung durch Siedler: US-Palästinenser aus Westjordanland fordert US-Schutz
-
Kurdischer Ministerpräsident im Irak meldet iranischen Drohnenangriff auf sein Büro
-
Medien: Füllkrug unmittelbar vor Rückkehr nach Bremen
-
Fremdenfeindlicher Protest im südafrikanischen Durban während Regionalgipfels
-
Norwegens König Harald V. im Krankenhaus behandelt
-
BVB: Auch Veerman-Transfer perfekt
-
WM: Hockey-Frauen nach Niederlage gegen Argentinien unter Druck
-
Demokraten und Republikaner kritisieren Trump für geplante Beschränkung von Südkorea-Manövern
"Große Abschiebeoffensive": CSU-Landesgruppe will Migrationspolitik verschärfen
Die CSU fordert eine weitere Verschärfung der Migrationspolitik in Deutschland. In ihrem Beschlussentwurf zur bevorstehenden Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag fordern die Abgeordneten unter anderem eine schnelle Rückkehr der meisten syrischen Flüchtlinge in ihr Herkunftsland. 2026 müsse es eine "große Abschiebeoffensive" geben, "mit Linienflügen und auch nach Syrien und Afghanistan", heißt es in dem Entwurf, der AFP am Freitag in Berlin vorlag. Der Koalitionspartner SPD und die Linkspartei kritisierten die Forderungen.
In dem Papier ist von einer "Rückkehr-Roadmap für Syrer" die Rede. Die Rückkehr müsse notfalls auch gegen den Willen der Betroffenen durchgesetzt werden. Für diejenigen, die nicht freiwillig nach Syrien ausreisen, müssten Rückführungen "schnellstmöglich eingeleitet werden", fordert die CSU-Landesgruppe. "Davon unabhängig müssen in einem ersten Schritt Straftäter konsequent abgeschoben werden."
Der Bürgerkrieg in Syrien sei vorbei, das Land befinde sich im Wiederaufbau und werde dabei von Deutschland unterstützt. "Gleichzeitig entfällt für die meisten Syrer, die aufgrund des Krieges ein vorübergehendes Bleiberecht in Deutschland erhalten haben, ihr Schutzgrund. Sie werden in ihrer Heimat gebraucht", heißt es in dem Entwurf für die Klausurtagung kommende Woche im bayerischen Kloster Seeon; der "Münchner Merkur" hatte zuerst über den Entwurf berichtet.
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts waren zum Jahresende 2024 insgesamt 713.000 Schutzsuchende aus Syrien in Deutschland registriert. Schutzsuchende sind Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die sich unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland aufhalten.
Um die Rückführungen zu beschleunigen, fordert die CSU die Einrichtung bundesweiter Ausreisezentren, von Abschiebeterminals an Flughäfen und von Rückkehrzentren in Staaten außerhalb der EU für abgelehnte Asylbewerber. Die unionsgeführte Bundesregierung habe den "Migrationsmagneten Deutschland abgeschaltet", heißt es in dem Papier. "Nun kommt es darauf an, die Zahl der Rückführungen zu erhöhen."
Auf Unterstützung des Berliner Regierungspartners SPD kann die CSU dabei aber nicht zählen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner sagte dem "Spiegel": "Diese Art von populistischer Politik - gänzlich ohne C - wird es deshalb mit der SPD auch im neuen Jahr nicht geben."
SPD-Fraktionsvize Sonja Eichwede verwies auf die gelungene Integration vieler Syrerinnen und Syrer und lehnte eine pauschale Aufforderung zur Rückkehr ab. "Unzählige arbeiten in sozialversicherungspflichtigen Berufen zum Beispiel als Ärztinnen und Ärzte und leisten einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft", sagte sie den Funke-Zeitungen.
Die integrationspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Rasha Nasr, wies im Deutschlandfunk darauf hin, dass in Syrien weiter Repression und auch Gewalt herrschten. Pauschale Abschiebungen nach Syrien seien deshalb "aus einer Menschenrechtsperspektive" nicht möglich. Die CSU sende an integrierte Syrer in Deutschland das Signal, nicht willkommen zu sein: "Die syrische Community ist verunsichert."
Die CSU-Landesgruppe forderte in dem Beschlussentwurf auch eine weitere Verschärfung im Asylrecht: Wenn ein Flüchtling in seinem Heimatland Urlaub mache, solle er "zukünftig automatisch seinen Schutzstatus verlieren, denn er widerlegt durch sein Handeln die eigene Schutzbedürftigkeit".
Auch für die noch größere Gruppe an ukrainischen Flüchtlingen verlangt die CSU einen härteren Kurs. "Wir werden darauf drängen, dass insbesondere wehrfähige ukrainische Männer ihren Beitrag zur Verteidigung ihres Landes leisten", heißt es in dem Entwurf.
Bei sogenannter Armutsmigration verlangen die Christsozialen aus dem Bundestag eine deutliche Verschärfung der Regeln. Die Bundesregierung müsse die Hürden für die Migration ins deutsche Sozialsystem weiter erhöhen, um Sozialmissbrauch zu verhindern.
Aktuell werde EU-Bürgerinnen und Bürgern per Rechtsprechung schon bei minimaler wöchentlicher Arbeitszeit von 5,5 Stunden Freizügigkeit in der Union garantiert. "Wir wollen die Definition 'Arbeitnehmer' im Sinne der EU-Freizügigkeitsrichtlinie einschränken", heißt es in dem CSU-Papier.
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sagte dazu dem "Münchner Merkur": "Arbeitsmigration nach Deutschland darf keine Armutsmigration sein." Hoffmann sprach von "mafiös gesteuerten Migrationsströmen nach Deutschland" und "bandenmäßigem Leistungsbetrug", der "abgestellt" werden müsse.
Die Linkspartei warf der CSU vor, mit ihrem Kurs in der Migrationspolitik "ihre christlichen Werte gänzlich über Bord" zu werfen. Menschen zurück nach Syrien und Afghanistan zu schicken, sei "zynisch und rechtlich brandgefährlich", kritisierte die Innenexpertin der Linksfraktion, Clara Bünger. "Schutz endet nicht per Parteibeschluss, sondern nur nach individueller Prüfung - und hier gilt: Niemand darf in Folter, Verfolgung oder unmenschliche Behandlung abgeschoben werden."
H.Nasr--SF-PST