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Luxemburgs Regierungschef zieht Diplomarbeit wegen Plagiatsvorwürfen zurück
Der luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel hat seine Diplomarbeit wegen Plagiatsvorwürfen zurückgezogen. Er habe die Universität Lothringen in Frankreich gebeten, seinen 1999 erworbenen Diplomabschluss zu annullieren, sagte Bettel am Dienstag. Damit wolle er "einen Vertrauensverlust in die akademische Arbeit vermeiden".
Bettel gab nicht zu, bei seiner Arbeit plagiiert zu haben. Er erklärte jedoch, dass "es nicht meine Absicht war, jemanden in die Irre zu führen". Die Plagiatsvorwürfe waren im Oktober in einem Bericht des luxemburgischen Medienunternehmens "Reporter" aufgetaucht. Dort hieß es, "mehr als drei Viertel" von Bettels Abschlussarbeit stammten aus nicht zitierten Quellen.
Die Universität hatte Bettel nach einer internen Untersuchung aufgefordert, seine Abschlussarbeit schnellstmöglich zu überarbeiten. Sie habe Bettel am Montag über ihre Entscheidung informiert, erklärte die Universität.
Der 48-jährige Ministerpräsident, der studierter Jurist ist und früher als Anwalt in Luxemburg zugelassen war, hat noch einen weiteren Abschluss der Universität Lothringen in Rechtswissenschaften.
S.Barghouti--SF-PST