-
Medien: Bayern auch zum Ligastart ohne Musiala
-
Warnung vor AfD-Regierung: Bildschirm bei MDR-Sendung in Sachsen-Anhalt schwarz
-
Merz bekennt sich vor Kabinettsklausur zu Kampf gegen Klimawandel
-
Menschenrechtsgericht fordert Freilassung des in der Türkei inhaftierten Kulturförderers Kavala
-
Deutsche Wirtschaft zeigt sich deutlich widerstandsfähiger als erwartet
-
Ifo-Institut: Stimmung bei deutschen Unternehmen im August aufgehellt
-
Kühlschrank für Menschen soll japanische Arbeiter vor Hitze schützen
-
Deutliches Auftragsplus für Baugewerbe im Juni - Branche sieht noch keine Wende
-
Medienberichte: Weitere Drohne und Sprengstoff nach Vorfall in Leipzig gefunden
-
Müller und Hummels investieren in portugiesischen Erstligisten
-
Rheinland-Pfalz: Ehrlicher 13-Jähriger bringt gefundene 500 Euro zu Polizei
-
Digitale Medien an der Spitze: Freizeit-Monitor 2026 mit klarem Ergebnis
-
Warken vor Klausur: Stärkung des Wirtschaftsstandorts ist zentrale Aufgabe
-
Deutliches Auftragsplus für Baugewerbe im Juni
-
Pokal-Krawalle: DFB-Spitze nimmt Klubs ins Visier
-
Staatsdefizit steigt im ersten Halbjahr 2026 auf mehr als 71 Milliarden Euro
-
Trotz Irankriegs: Deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen
-
"Washington Post" muss geschasste Kolumnistin Karen Attiah wieder einstellen
-
"Genug ist genug": Frühere Fußballstars kritisieren Infantino
-
Medien: Ermittler gehen von mehreren Drohnen bei Vorfall in Leipzig aus
-
Supreme Court macht vorerst Weg frei für Trump-Dekret für erschwerte Briefwahl
-
Winston-Salem: Altmaier erreicht Achtelfinale
-
Vor Kabinettsklausur: CDU-Arbeitnehmer warnen vor sozialer Schieflage
-
Frauen-WM 2027: Auslosung am 11. Dezember in Rio de Janeiro
-
US Open: Federer sorgt für Begeisterung in New York
-
Seeler abgelöst: HSV-Teenie Lemke schnappt sich Altersrekord
-
Kaul erklärt Silber-Rezept: "Diese Restlockerheit braucht man"
-
Wie 2008: Erstligisten geben sich - noch - keine Blöße
-
Die Sport-Höhepunkte am Dienstag, 25. August
-
Studie: Jeder dritte Jugendliche massiv durch Schulstress belastet
-
KI-Songs werden aus Musikcharts in Australien verbannt
-
Menschenrechtsgericht urteilt zu in Türkei inhaftiertem Kulturförderer Kavala
-
Computerspielmesse Gamescom startet in Köln
-
"Zuhause in Deutschland": Steinmeier lädt zu Diskussion über Einwanderung und Integration ein
-
Bundesregierung kommt zu Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg zusammen
-
Zwei Monate nach Erdbeben in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf über 6500
-
AOK-Chefin plädiert für Finanzausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung
-
Supreme Court billigt vorerst Trump-Dekret für erschwerte Briefwahl
-
In der Verlängerung: Schalke müht sich gegen Halle weiter
-
"Terror-Unterstützer": USA streichen Syrien von Liste
-
Welt- und Europameister Voigtmann beendet DBB-Karriere
-
Bericht: Baerbock wird Professorin in New York
-
London und Kiew schließen Abkommen zur militärischen Nutzung von KI
-
Kolumbiens neuer Präsident kündigt Ausweisung illegaler Migranten an
-
Ukraine und Iran: Wadephul telefoniert mit Rubio
-
Elfer-Drama: Wolfsburg wendet Blamage ab
-
"Wirtschaftskrieg": USA wollen Sanktionen gegen Irans Handelspartner verschärfen
-
Doppelpack Johannesson: Kölner mühen sich in die zweite Runde
-
Ukraine-Partner wollen Militärhilfe für Kiew trotz russischer Drohungen verstärken
-
Saudi-Arabien will in Manga-Vergnügungspark bei Paris investieren
Kämpfe in Syrien nähern sich wichtiger Stadt Hama - mehr als 50.000 Vertriebene
Die sich ausweitenden Kämpfe zwischen von Dschihadisten angeführten Rebellen und der syrischen Armee haben UN-Angaben zufolge in den vergangenen Tagen fast 50.000 Menschen in die Flucht getrieben. Der Leiter des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (Ocha), Tom Fletcher, nannte die Situation "besorgniserregend", die Kämpfe bewegten sich am Dienstag auf die wichtige Stadt Hama zu. International mehrten sich die Forderungen nach einer Deeskalation.
Laut Ocha befanden sich am vergangenen Samstag mehr als 48.500 Menschen auf der Flucht, wenige Tage zuvor waren es nur 14.000 gewesen. Unter den Vertriebenen sind auch tausende syrische Kurden. Bilder der Nachrichtenagentur AFP zeigten lange Schlangen von mit Matratzen und Decken beladenen Fahrzeugen, die sich auf einer Autobahn in Richtung Osten bewegten.
Am vergangenen Mittwoch hatten die Dschihadistengruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) und verbündete Rebellengruppen im Norden Syriens eine überraschende Großoffensive gegen die Regierungstruppen gestartet. Dabei gelang es ihnen neben zahlreichen Ortschaften auch die Millionenstadt Aleppo nahezu vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen. HTS ist aus der Al-Nusra-Front, dem syrischen Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida, hervorgegangen, hat nach eigenen Angaben aber seit 2016 keine Verbindungen mehr zu Al-Kaida.
Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bislang 514 Menschen getötet, darunter 92 Zivilisten. Die Organisation mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk verschiedener Quellen in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.
In Aleppo patrouillierten bewaffnete Rebellen in den Straßen, nahe der historischen Zitadelle und bezogen Stellungen am internationalen Flughafen, wie AFP-Journalisten berichteten. In der Stadt Idlib, die als Reaktion auf die Offensive von der syrischen und russischen Luftwaffe bombardiert worden war, durchsuchten Helfer die Trümmer von Gebäuden.
Unterdessen bewegten sich die Kämpfe auch auf die strategisch wichtige Stadt Hama zu. Wie die Syrische Beobachtungsstelle mitteilte, kam es im Norden der Provinz Hama zu "heftigen Zusammenstößen", wobei die dschihadistischen Kämpfer auf weitaus größeren Widerstand als in Aleppo getroffen seien. Ein Fotograf der AFP sah Dutzende verlassene Panzer und Militärfahrzeuge der syrischen Armee auf der Straße nach Hama.
Ein Kämpfer der Rebellen sagte der AFP: "Wir rücken nach Hama vor, nachdem wir die Ortschaften, die nach Hama führen, gesäubert haben." Bereits am Montag war Hama mit Raketenwerfern beschossen worden, wobei nach Angaben der Beobachtungsstelle sechs Zivilisten getötet wurden.
Hama im westlichen Zentrum von Syrien liegt auf einer Verbindungsstraße zwischen Aleppo im Norden des Landes und der Hauptstadt Damaskus. Zu Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 war die viertgrößte Stadt des Landes eine Bastion der Opposition gegen Machthaber Baschar al-Assad und Schauplatz häufiger Massenproteste.
Angesichts der Wiederaufnahme der Kämpfe in dem Bürgerkriegsland mehrten sich internationale Forderungen nach einer Deeskalation: UN-Generalsekretär António Guterres forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe, auch die USA rief "alle Länder" dazu auf, sich für eine Deeskalation einzusetzen. Ähnlich äußerte sich die Europäische Union. Zudem verurteilte sie die Angriffe Russlands auf "dichtbesiedelte Zonen".
Moskau unterstützt die syrische Regierung von Machthaber Assad und hatte in der vergangenen Woche erstmals seit 2016 wieder Luftangriffe auf Aleppo geflogen. Auch an anderen Angriffen der vergangenen Tage war die russische Luftwaffe beteiligt.
Der syrische Bürgerkrieg hatte 2011 begonnen, nachdem Assad Proteste gegen die Regierung mit Gewalt niederschlagen ließ. Eine halbe Million Menschen wurden getötet und Millionen weitere vertrieben. Zuletzt war der Konflikt auch infolge einer von Russland und der Türkei im Jahr 2020 vermittelten Waffenruhe weitgehend eingefroren gewesen.
Aufgrund des erneuten Gewaltausbruchs kommt der UN-Sicherheitsrat am Dienstag zu einer Sondersitzung zur Lage in Syrien zusammen. Die Sitzung war von der Regierung in Damaskus beantragt worden, die dafür die Unterstützung dreier afrikanischer Staaten erhielt, wie Diplomaten in New York mitteilten.
Der UN-Menschenrechtskommissar, Volker Türk, äußerte sich "extrem besorgt" über die Situation in dem Bürgerkriegsland. Die Gewalt führe nicht nur zu zivilen Opfern, sondern zerstöre auch Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie Lebensmittelmärkte, erklärte er.
Laut Syriens Machthaber Assad zielt die "terroristische Eskalation" darauf ab, "die Landkarte im Einklang mit den Zielen der Vereinigten Staaten und des Westens neu zu gestalten". Das sagte er in einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian. Dieser sicherte dem syrischen Machthaber ebenso wie auch Russlands Präsident Wladimir Putin "bedingungslose" Unterstützung zu.
F.Qawasmeh--SF-PST