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Baerbock beunruhigt über Verquickung von Ukraine-Krieg mit anderen Konflikten
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich beunruhigt über die Verquickung des Ukraine-Kriegs mit anderen internationalen Konflikten geäußert. Der russische Staatschef Wladimir habe die mehr als 1000 Kriegstage "auch genutzt, diesen Angriff auf die international basierte Regelordnung mit anderen Krisen auf dieser Welt zu vernetzen und zu verzahnen", sagte Baerbock am Dienstag beim G7-Außenministertreffen im italienischen Fiuggi.
Es zeige sich, "dass in einer global vernetzten Welt eben auch diejenigen maximal vernetzt sind, die unseren gemeinsamen Frieden, die unsere regelbasierte internationale Ordnung kaputt machen" wollten, fügte Baerbock hinzu. Dem müssten die G7 und andere Staaten etwas entgegensetzen.
Nach Angaben der USA und Südkoreas hat das international isolierte Nordkorea mehr als 10.000 Soldaten entsandt, um Russland im Krieg gegen die Ukraine zu unterstützen. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte am Wochenende, er gehe davon aus, dass die nordkoreanischen Soldaten "bald" in Kampfhandlungen gegen die Ukraine einträten. Nach Angaben der südkoreanischen Regierung lieferte Russland Nordkorea im Gegenzug Flugabwehrraketen und andere Ausrüstung.
Baerbock sagte in Fiuggi mit Blick auf Russland, angesichts "großer geopolitischer Spannungen" sei es "wichtig, enge Partner an seiner Seite zu haben". Daher sei es "wichtig und gut", dass die Außenminister der sieben wichtigen Industriestaaten sich während ihres zweitägigen Treffens auch mit Partnern aus dem arabischen Raum und dem Indopazifik ausgetauscht hätten und in Brüssel für Dienstag ein Nato-Ukraine-Rat auf Botschafterebene anberaumt worden sei.
Die G7-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, USA, Kanada und Japan träten gemeinsam "für das ein, was uns eint", sagte Baerbock. Dies sei "vor allen Dingen unsere regelbasierte internationale Ordnung", die als Grundlage für "freie und liberale Demokratien" diene. Putin hingegen zeige "immer wieder, dass er derzeit offenbar alles will, nur nicht über einen gerechten Frieden zu sprechen".
Z.Ramadan--SF-PST